Aus Themen Vermischtes, weder da oder dort passend...

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Als ich, nun schon vorgestern abend darüber nachdachte, was wohl von mir hier sein könnte, wenn ich anwesend, schrieb ich dies dazu auf:

Ich bin zum Glück nicht hier, nur gelegentlich meine Neugier, meine Aufmerksamkeit, meine Gedanken, manchmal ein Bisschen mehr, was ich ab und an sogar mit euch teile, und letztendlich in einem Haufen Technik hängen bleibt als Nullen und Einsen.

Ein paar Worte, ein recht geringer Teil meiner selbst was es von mir hier zu sehen gibt und ebenso schnell wie geschrieben auch schnell in Vergessenheit gerät, zwischen den Ich's und den DU`s - in Klüften und Spalten sich verlieren, weil es darüber kaum ein Wir gibt, was verbindend.

Wa mag es sein was gelegentlich doch hängenbleibt?

Also wenn etwas von uns hier ist, dann für mich weder welche DU’s noch (m)ein Ich, da hängt viel mehr dran als das was hier sichtbar und voneinander erfahrbar von einem Du, von sich selbst, und dem Wir zwischen Menschen, sowie allem was (m)ich sonst noch umgibt und mit meinen Sinnen erfahren werden kann, zu sehen, anzufassen, zu hören, zu riechen, zu schmecken...

Hattest du @bodhi_ dich etwa in meine Gedanken gehackt? ;) Oder was mag es sonst sein?

Und letztendlich fragte ich mich was wohl Gott sei, gegenüber allem was dem Menschen gegeben ist?
Wenn doch die Fähigkeiten unseres Menschsein etwas göttlicher gehandhabt werden würden....

Ansonsten konnte ich gestern erfahren, dass manch Gerüche, sowie das was damit noch in mein Gesichtsfeld kam zu sehen, Gefühle panischer Momente aus meiner frühen Kindheit hervorzurufen im Stande waren, und erst dies eintrat als Draußen nichts mehr zu riechen und zu sehen war. Auch die seit Wochen und Monaten bestehenden Umstände dabei mitspielen.
Ein langer Spaziergang tat da gut.

Ja und ohne dem gestrigen Geruch und dem was ich dazu sah, was es in mir auslöste, wär dieser Beitrag wohl bei mir geblieben...

Warum und was ist so wichtig daran mitzuteilen was ein jeweiliger Mensch denkt, was er glaubt, was er weiß oder zu wissen glaubt?
Und wieviel mag davon ohne es zu wissen von irgendwoher übernommen sein ohne es selbst erfahren zu haben?
LG
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
… Ich bin zum Glück nicht hier, …
… Selbst las ich heute im Esoterikforum at, las wie sich Menschen dort erklärten, was sie z.B. als „Ich“, als „Du“ und als „Wir“ verstehen, wie sie sich darin fühlen, was es davon gäbe und was nicht, wie Tiere uns gegenüber zu verstehen wären, was Christus und wer Jesus sei, ob dieser zwei waren und wenn ja was dies bedeute, ob dieser am Kreuz überhaupt gestorben war, was und wer von den Toten auferstanden sei, inwiefern alles astralen Ursprungs sei und eigentlich von dort aus alles uns Menschen gegeben und genommen würde und was dies bedeute, wenn dies alles und anderes zuträfe. Anderen entstanden dazu Fragen, die sie dann dort stellten. Selbst las ich ebenfalls, dass der dortige User Holztiger einen leibhaftigen zweiten bodhi_, halt nur in weiblicher Form lesend wahrgenommen hatte und ich durfte dazu Lächeln was wer wie wahrnimmt, vermutet und annimmt.

Als ich dies las war ich bei dieser Sache, war ich dort am Lesen und Fühlen. Selbst war ich zum Glück da. ;)

… Hattest du @bodhi_ dich etwa in meine Gedanken gehackt? ;) Oder was mag es sonst sein? …
… Nope. Selbst hacke ich mich nirgendwo ein. Sondern lese das was jeder selbst und frei öffentlich spricht und schreibt. Zugleich ist es für mich nichts ungewöhnliches zur gleichen Zeit ähnliches wie andere zu denken, zu fühlen und davon zu erfahren.

… Warum und was ist so wichtig daran mitzuteilen was ein jeweiliger Mensch denkt, was er glaubt, was er weiß oder zu wissen glaubt?
Und wieviel mag davon ohne es zu wissen von irgendwoher übernommen sein ohne es selbst erfahren zu haben? …
… Selbst handele ich im Mitteilen recht schlicht. Entweder mag ich mich mitteilen, oder es bewegt mich nichts dazu, solchem nachzugehen. Bewegt es mich dazu, wähle ich mir manchmal einen bestimmten Zuhörer, oder bestimmte Leser aus, nicht selten spreche ich aber auch einfach Menschen an die ich garnicht kenne. Einfach so. Warum? Weil es mich dazu bewegt und ich es gerne mache.
Nun gewiss, viele schmücken sich mit fremden Federn, sprechen und schreiben von Künstlern die sie nie selbst getroffen hatten und erklären deren Werke, oder beschäftigen sich mit Ereignissen die sie selbst nicht erlebt haben, beschreiben und erklären diese genauestens. Warum sie solchem nachgehen und folgen? ;) Selbst lasse sie. Weshalb sollte ich sie darauf hinweisen, dass ich spürte, gar wüsste, dass sie von und vom Fremden sprechen und schreiben?
Aber es gibt sie, die vorwiegend eigene Kunst, oder Werke zeigen, die vorrangig selbst erlebtes teilen und selbst erkenne ich diese recht schnell und erfreue mich ihnen begegnen zu dürfen.
Das unbewusst Fremdübernommene, dass sich einem selbst und somit auch anderen als das Seinige präsentiert wird eben von entsprechend sich selbst unbewussten Mitmenschen ausgelebt. Sie können es schlicht nicht unterscheiden und oft selber nicht wahrnehmen. Oft genug aber wollen sie dies auch garnicht erkennen oder wahrnehmen.

Am Freitag hatte mich jemand eingeladen mit zu einer Esoterik- und Heilkundemesse am Sonntag mitzukommen. Als Erstes empfand ich kein Interesse daran. „Esoterik. Hm. Ach nein.“, dachte ich. Dann aber, im weiteren Gespräch, bemerkte ich das Interesse an Heilkunde vom Einladenden und empfand, dass er einfach nur eine Begleitung suchte. Also habe ich zugesagt.

Nun viel mir heute ein, dass ich doch Visitenkarten für das inzwischen fast stille GAA Forum dort verteilen könnte. Wäre ich meinem anfänglichen Desinteresse zur Messe treu geblieben wäre mir nicht die Idee entstanden Visitenkarten auf dieser Messe verteilen zu können. Also druckte ich heute Visitenkarten vom GAA Forum.

Wünsche ich mir, dass das GAA Forum lebendiger wird? Spontan würde ich antworten, „So wichtig ist es mir nicht.“. Aber wenn dies wirklich stimmte wäre ich ebenfalls nicht auf die Idee gekommen Visitenkarten zu drucken und diese am Sonntag auf dieser Messe zu verteilen.

Zum Teil beginne ich einiges und zwar um spezielles erreichen zu wollen. Z.B. steige ich in eine Bahn um einen bestimmten Ort schneller und leichter zu erreichen. Zugleich mache ich vieles, oder lasse mich auch auf so manches von Außen an mich herangetragenes ein, ohne genau wissen zu müßen warum, wozu und für was ich es beginne, bzw. mich darauf einlasse.

Am intensivsten erlebe ich natürlich alles was direkt an meine Sinne herantritt und dies liebe ich genauso wie das was meine Vernunft, meine Gedanken anspricht und anregt. Selbst strebe ich zwischen diesen beiden Anregungen eine Balance an und vermeide Verkopfungen, also vermeide vorrangig geistiges Denken und gehe sehr viel in möglichst wilde Natur.

Fast alles kann und darf sein, fast nichts muß und jeder bringt sich da ein, oder lässt sich ein, investiert seine Zeit darin worauf und worin er sich einlässt und oder einfach mit macht, oder tut das wo anders, bzw. lässt es bleiben. ;)

Ob was wie auslösen könnte, Spuren blieben, oder es nichts bewegend vergessen wird überlasse ich dem freien Geschehen. So, oder so, sowieso. ?

LG
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Selbst las ich ebenfalls, dass der dortige User Holztiger einen leibhaftigen zweiten bodhi_, halt nur in weiblicher Form lesend wahrgenommen hatte und ich durfte dazu Lächeln was wer wie wahrnimmt, vermutet und annimmt.
Nunja, es können eben Menschen ein Du vom anderen Du nicht unterscheiden, weil sie nur Teile der jeweiligen Du`s wahrnehmen können was ein Forum zu bieten hat und der Rest ihnen im Verborgenen bleibt. Das wiederum gern den eigenen Erwartungen, Vorstellungen und Phantasien angepasst werden mag.

Und sie verbeißen sich dermaßen darin, ein Irrtum wird nicht eingeräumt, weil sie meinen es recht zu wissen und damit die Individualität des einen und des anderen Du über einen Kamm schären.

Das Traurige, da wird das gesehen was gewollt und das was ist nicht im Geringsten von Interesse.

Wenn ich einen Ochsen melken mag muss ich mich nicht wundern wenn ich keine Milch erhalte.
Ich kann mich dermaßen nun über das Tier ärgern, solang ich meinen eigenen Blick nicht ändere und erkennen möchte wen oder was ich vor mir habe.
Ja und wenn nun eine Kuh solchen Menschen vor die Nase gerät, bemerken sie anscheint noch immer keinen Unterschied ;)
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Natürliches lebt sein Leben, dazu gehört auch das natürliche in sich selbst sein und das aus sich selbst heraus Einschätzen was wer sei. Ein Verschätzen gehört ebenfalls zu unserer menschlichen Natürlichkeit. Selbst das Überzeugtsein, es und den Mitmenschen in rechter und richtiger Weise erkannt zu haben und ihn unbemerkt doch verkannt zu haben ist völlig natürlich. Wohl ist‘s mir, wenn ich dazu milde Lächeln kann und mich selbst ebenfalls als den sehe der sich verschätzen kann und dennoch weiter lächelt.
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Ich denke das Überzeugtsein darüber wer man selbst ist und auch wer ein anderer, bringt Vorteile sich in der Welt zurechtzufinden, ist wahrscheinlich auch notwendig.

Fehlt dies, selbst wenn Überzeugungen Irrtümer sind, könnte es schwer sein einen Weg für sich selbst zu finden.
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Es tut schon gut und es freut, wenn die eigene Sicht durch eine Zustimmung von außen bejaht wird.

Doch irgendein Haar in der Suppe in meinen eigenen Worten schien mich daran zu hindern darauf zu reagieren.
Seit einem Moment innerhalb der letzten Tage, weiß ich nun auch warum.

Denn wenn dem so ist, dass Überzeugungen sich als Irrtum herauskristallisieren, kann ein eingeschlagener Weg lebensgefährlich sein. Wir sind schließlich nicht allein auf dieser Welt. Da können nunmal in jedweder Form Überzeugungen gegeneinander prallen.


Zumindest hatte ich einen Schutzengel, überzeugt meinen Weg über die zum Glück trockene Straße, dem Fußgänger die Ampel auf grün stehend, sicher überqueren zu können.
Leider war eine Autofahrerein ebenfalls überzeugt sie hätte freie Fahrt oder müsse nicht ihre Aufmerksamkeit auf das Verkehrsgeschehen richten, bis wir uns beide erschrocken erblickten, mit lauten Bremsgeräuschen ihr Auto noch mit etwas Abstand zu mir zum Stehen kam, ich schon Mitte Fahrspur selbst ein Schrecken mich wie angewurzelt stehenbleiben ließ.
Danach schaute die Fahrerin auf die Ampel....

Wir waren beide überzeugt unseren Weg ungehindert gehen, bzw fahren zu können und irrten uns auch beide Der Irrtum der Fahrerin wurde zu meinem, selbst wenn eine Überzeugung auf meiner Seite als gerechtfertigt gesehen werden könnte.
Manchmal kann sowas in einer Katastrophe enden für die jeweils Beteiligten, wenn Wege nicht miteinander parallel verlaufen.

Und so denke ich, dass jedwede Wegrichtung, bei aller Überzeugung immer im Hintergrund auch mit Einbeziehung einer Möglichkeit sich zu irren, vor Blessuren schützen kann, an sich selbst und anderen...

Danke mag ich dennoch sagen...


PS: Und oftmals liegt es nicht an uns selbst einen Weg gehen zu können, den man eingeschlagen, ob nun überzeugt oder nicht.
Zumindest gibt es nun schon seit Monaten Störungen in meiner Internetleitung die mir oft das Eintreten hier verweigern.
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
In der Tat.

Selbst weiß ich nicht weshalb du dieses Beispiel gewählt hattest. Zumindest erlaube ich mir es aufzufangen.

Die für dich gültige Ampel signalisierte dir ein Grün. Das bedeutet, dass die selbe Ampelanlage der Autofahrerin ein Rot signalisierte. Mit diesen Straßenverkehrsregeln ist die Lage klar. Die Autofahrerin hätte die Verkehrsregeln gefährlich verletzt, wenn sie bei für sie rotem Signal für einen Fußgänger nicht angehalten, oder zu spät gebremst hätte. Und Punkt. Zum Glück ist kein Schaden entstanden.

Bei esoterischen, spirituellen und glaubenden Überzeugungen gibt es in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland ebenso klare Verhaltensregeln. Es ist die in den jeweilig verankerten Verfassungen geregelte Freiheit des Glaubens.

Wem es nun im Sinne einer Gemeinschaft gut gelingt mit solchen Regeln untereinander und miteinander umzugehen und wem nicht wird von uns unterschiedlich bewertet. Nach wie vor gibt es bewusste und unbewusste Bestrebungen diese Freiheit zu schmälern, bis hin sogar abzuschaffen.

Also, spirituelle, glaubende, aber auch politische Überzeugen überrennen naturgemäß oft bewusst und missionierend, aber auch oft genug, ohne es selbst zu wissen, anders Denkende und anders Glaubende. Begeisterung z.B. kann so geschrieben ansteckend wirken. Und falls man den anderen Glauben, die andere Überzeugung für einen selbst als unpassend, als Gefahr wahrnimmt, gilt es Achtsam zu sein und sich selbst zu schützen.
Furcht und Angst, vor fremden Glauben und Fremden, kann aber zugleich eigene Überzeugung sich selbst schützend verstärken lassen und zwar egal wie richtig oder falsch die eigenen Überzeugungen wären, oder nicht sind.



Und das genau kann, muß nicht, kann und darf ein springender Punkt sein. Die aufkeimende eigene Wahrnehmung, dass die eigene, bis dahin mehr oder weniger stabile Überzeugung sich als eigener Irrtum herauskristallisiert.

Also wie im obigen Beispiel, im Fall der Autofahrerin. Falls die Autofahrerin empfindet, dass ihre Überzeugung freie Fahrt zu haben maßgeblich ist, dass die Fußgängerin vielmehr verpflichtet sei, egal welche Signale die Ampeln geben, Achtsam zu sein, dann werden deren Überzeugungen zur Gefahr anderer Mitmenschen und ein Aufwachen daraus wäre für diese Fahrerin und den anderen Verkehrsteilnehmern sehr wichtig.

Ebenso, falls die Fußgängerin empfindet, dass ihre Überzeugung maßgeblich sei, bei für sie grün angezeigtes Ampelsignal nicht mehr darauf achten zu müßen, inwiefern andere Verkehrsteilnehmer achtsame und rücksichtnehmende Teilnehmer sind, begibt sich diese Fußgängerin ebenfalls in eigene Gefahr und dürfte aus der Überzeugung, des garantiert schadenfreien Vermögen des Rechtauslebendürfen aufwachen.

Blieben beide, also Autofahrerin und Fußgänger in ihren Überzeugungen und zwar dass jeweils ihre Überzeugungen maßgeblich wären provozierten beide Chaos und Gefahr.

Möglicherweise würden so Aufgestellte sich selbst weiß machen sich selbst und ihre Überzeugungen zu schützen und dass dies maßgeblich zur eigenen Sicherheit führt.

Dem ist allerdings nicht so.

LG.
 
D

Durga Lal

Guest
Nun - es ist eigentlich egal, finde ich, wer "Recht" hatte. Und es gibt bei Entscheidungen keine "Irrtümer". Es gibt nur Entscheidungen - und das, was daraus resultiert.
Aus so einer Situation, wie oben beschrieben, kann ein Unfall resultieren, es kann eine Freundschaft daraus werden.
Ich glaube nicht, dass es "falsche" Entscheidungen gibt oder "richtige". Es gibt nur Entscheidungen - und das, was man daraus zu machen versteht.....
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Selbst lächle ich bei meiner Vorstellung, wie ich bei Rot über eine Kreuzung sause, auf meine Entscheidung konzentrierend gespannt bin, was daraus resultieren wird. Lächle weiter, wie ich soeben dabei noch denken würde, dass russisch Roulette weder Recht noch Unrecht sei und es nur zählen wird was dabei herauskommt.

Ich lächle dazu, weil ich es mir nur vorstelle.

Was würde aber geschehen, wenn ich mich nur auf meine eigenen Erfahrungen konzentrieren würde und ich mich daher zum russisch Roulette entschieden hätte, da ich ja bisher noch nicht wissen kann was wirklich daraus resultieren wird?

Was aber würde ich z.B. dem Kind sagen, dessen Mutter ich, in deren PKW tötete, die meinte bei Grün über die Kreuzung fahren zu können und meine Entscheidung ihr Ankommen im Kindergatten, zum Abholen ihres Kindes, nun zu einer Irrung ihrer geraten ließ?

Was bedeutete es wenn ein Rocker mein Freund würde, weil er meinen entschiedenen Mut sah, was ich mir im Straßenverkehr und bei roter Ampel so alles wage und zum Glück dabei diesmal nichts dramatisches geschah, aber hätte geschehen können? Wie oft werden folgende Unternehmungen und Entscheidungen, mit so gefundenen Freunden, für alle Beteiligten gut ausgehen können? Wie ließe sich das lernend steigern, was aus ähnlichen Entscheidungen heraus resultieren wird?

Wieviel, oder wie wenig wäre so eine Entscheidung, z.B. zum russisch Roulette auch irgendwie von vorn herein irre, also entspräche einem provokantem, oder naivem Irren und wie wichtig dürfte es sein, besonnen und recht zu entscheiden, basierend auf Erfahrungen von anderen, auch danach zu Handeln und nicht stets das Rad selbst neu erfinden zu müssen, um stets ähnelnde Resultate zu provozieren und selbst zu erfahren?

Allerdings meintest du, liebe @Durga Lal, vielleicht etwas völlig anderes und bei Bedarf würdest du es gewiss auch noch einmal ausformulieren. Oder vielleicht belässt du es auch.

Was auch immer, selbst erfreute mich bisher jeder Beitrag, von jedem User, hier im GAA Forum.

Ob dieses einschläft, oder lebendiger wird entscheiden wir, mit unserer jeweiligen Beteiligung, oder eben mit unserer Abwesenheit.

Beides ist und wird sein wie es eben ist und sein wird.
 
D

Durga Lal

Guest
Was aber würde ich z.B. dem Kind sagen, dessen Mutter ich, in deren PKW tötete, die meinte bei Grün über die Kreuzung fahren zu können
Und was ist mit dem Vater, der sein eigenes Kind tötet, weil er den Wagen zurücksetzt und nicht sehen kann, dass sein Kleinkind dahinter spielt?
Es sind Tragödien.
Aber ob sie "falsch" sind, oder sich etwas dabei erfüllt - oder ob es keines von Beidem ist, weiss man nicht.
Ja, ich bleibe dabei - es gibt viel weniger falsch oder richtig, als wir annehmen.
Dass jeder Entscheidung (Handlung, Gedanken, gesprochenen Wort) eine Konsequenz folgt - die mir nicht gefallen muss - ist leider dennoch so.
Es gibt Dinge, die geschehen, die ich tue, lasse, sage, denke. Das muss ich nicht bewerten. Es werden mit jedem Gedanken Fakten geschaffen.
Und mit den Fakten hat man (und haben andere) es dann zu tun. Die Welt und jedes einzelne Leben ist voll davon.
Es ist viel nüchterner, als wir annehmen.
So nüchtern wie Schneefall im Mai: Blüten erfrieren.
War der Schneefall nun "falsch"?
Oder Schädlinge: ist ihre Art zu sein, "falsch"?
M. E. entzieht sich das jeder moralischen Beurteilung....

Natürlich - wenn ich nochmal von der roten/grünen Ampel ausgehe: es gibt eine Strassenverkehrsordnung, an die man sich halten sollte, keine Frage.
Aber es gibt noch Dimensionen darüber...
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Zumindest selbst bewegt mich nichts irgendwen, oder gar dich, liebe @Durga Lal, oder die liebe @Idealist-Träumer von etwas abzubringen, etwas anders zu zeigen, von etwas anderem zu überzeugen.

Jeder darf glaube selbst für sich behalten, oder auch zeigen, was für ihn selbst Prioritäten sind. Darüberliegende Dimensionen. Gesellschaftliche Abstimmungen und zwar die unserer Gesellschaft schaden, oder fördern, im Einzelnen und im Gesamten.

In Ostafrika sorgen sich die Menschen momentan um ihre Zukunft, da unglaublich starke Populationen von Heuschrecken, begünstigt von Wetterlagen, deren Felder und Natur leeren, Hunger sich unter den Menschen breit machen wird. Sie würden die Heuschrecken wahrscheinlich alle töten, so sie könnten und zwar egal ob sie diese als Schädlinge, oder als Tierbrüder erkennenden würden.

Natürlich werden zur Zeit so manche ostafrikanische San zu der Heuschreckensituation gefragt werden, „Ist das unser Schicksal, ist dies die höhere Ordnung und wie dürfen wir uns entweder fügen, wie können wir reagieren und was daraus lernen?“

Ab und an werden ostafrikanische San‘s getötet, da das Volk nicht die höheren Dimensionen verstehen und vor allem hinnehmen können, dass ihre Kinder nun deshalb Verhungern müssen.

Solange alles mehr oder weniger gut läuft, haben die ostafrikanischen San einen guten Stand im Volk und würden vielleicht einem Vater sagen, der seinen eigenen Sohn versehentlich tötete, weil er ihn mit einer Gazelle im Busch verwechselte und jagend mit seinem Speer tötete, dass dies höheres Schicksal sei und nun sein Sohn bei den Schöpfergeistern sei und von dort aus viel besser auf dessen Familie acht geben kann.

Der ostafrikanische San würde aber vielleicht den Vater rügen, vielleicht sogar bestrafen, falls der Vater das Speergift leicht zugänglich für Kleinkinder seines Klans unbeaufsichtigt zurückließ, um eine junge Frau zu besuchen. Denn die Klanvereinbarung besagt, dass das Gift heilig ist und stets am Mann getragen werden muß.

Ob es nun höhere Ordnungen gibt, oder nicht, wer diese erkennt und wer diese verkennt, bedeutend könnte dabei stets bleiben, welche Priorität im praktischem Leben bevorzugt und angewandt wird.

Wer von uns erkennt darüberliegende Dimensionen derart gut, um auch zugleich auf Erfahrungen vorheriger Generationen zurückzugreifen, die z.B. einen Kartoffelkäfer nicht auf österreichischen Kartoffelfeldern haben möchten, zumal diese nicht einmal ursprünglich von Europa stammen, sondern amerikanische Bomber in Europa einführten?

Wer mag, wer kann mal kurz zum Post #1 springen, dort lesen wollen und so manches auf sich wirken lassen, vielleicht auch Luft holend auf sich wirken lassen was man nun garantiert selber wisse, was man getrost tun könne und was herzlich warme bis brennend liebende Hoffnungen sind, wie all das Erfassbare und wie all das Unfassbare uns zu denen macht was und wer wie soeben sind?
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Selbst weiß ich nicht weshalb du dieses Beispiel gewählt hattest.
Ich war anscheint nicht überzeugt, dass meine Worte im Beitrag zuvor auch stimmig sind, bzw nicht alles und so einfach ;) Da waren Zweifel an meiner eigenen Aussage und dies Beispiel, das was mir im unmittelbaren Leben passierte, gab mir erst die Möglichkeit, einen Anstoß zur weiteren Betrachtung.
Was nutzt es irgendwas an Gedanken aufzuschreiben wenn es nicht durch das Leben selbst nachvollziehbar?

Und das genau kann, muß nicht, kann und darf ein springender Punkt sein. Die aufkeimende eigene Wahrnehmung, dass die eigene, bis dahin mehr oder weniger stabile Überzeugung sich als eigener Irrtum herauskristallisiert.

Blieben beide, also Autofahrerin und Fußgänger in ihren Überzeugungen und zwar dass jeweils ihre Überzeugungen maßgeblich wären provozierten beide Chaos und Gefahr.
Möglicherweise würden so Aufgestellte sich selbst weiß machen sich selbst und ihre Überzeugungen zu schützen und dass dies maßgeblich zur eigenen Sicherheit führt.

Dem ist allerdings nicht so.
Es ist im Kleinen wie im Großen, überall dort wo Überzeugungen nicht konform gehen, gegeneinander prallen.
Wenn es jeweils darum geht Recht zu haben entsteht schnell ein Krieg. Da reicht nur eine Seite die darauf besteht, und oftmals muss sich die andere verteidigen, wenns zumindest um Leib und Leben geht, was nur noch aufheizt.

Ja, dann sind Sicherheit für beide Seiten nicht mehr gegeben.
Wohl besonders dann, wenn aus einem Disput ein Wille entsteht als Sieger daraus hervorzugehen.

Manchmal ist es vielleicht besser den anderen ein Gefühl zu geben dass er Sieger wäre?
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Nun - es ist eigentlich egal, finde ich, wer "Recht" hatte. Und es gibt bei Entscheidungen keine "Irrtümer". Es gibt nur Entscheidungen - und das, was daraus resultiert.
Aus so einer Situation, wie oben beschrieben, kann ein Unfall resultieren, es kann eine Freundschaft daraus werden.
Ich glaube nicht, dass es "falsche" Entscheidungen gibt oder "richtige". Es gibt nur Entscheidungen - und das, was man daraus zu machen versteht.....
Um Recht oder Unrecht ging es mir nicht, dann hätte es Krieg gegeben, bzw ich wäre auf die Autofahrerin losgegangen, das lag in meiner Entscheidung und die sind weniger irgendwelchen Regeln unterworfen als einer persönlichen Einstellung zum Miteinander.

Ich weiß nicht wie zwischen Menschen Freundschaft entstehen kann, wenn einer die Unversehrtheit des anderen durch eine Überzeugung nicht achtet.

Es war sicher keine Entscheidung unachtsam am Straßenverkehr teilzunehmen. Wenn ich von was überzeugt bin, brauch ich nichts entscheiden, dann ist der Weg für mich klar.
Entscheidungen stehen dann an wenn es mindestens zwei Möglichkeiten gibt.

Und erst dann wenn den Überzeugungen auch Irrtümer eigeräumt werden, im Beispiel wurde uns Beiden dies erst in einem Moment eines möglichen Zusammenstoßens bewusst, sind Entscheidungen fällig und und zum Glück getroffen worden.

Und selbst wenn ich bei rot über die Straße gehe, die Ampel fürs Auto grün, wäre die Entscheidung der Fahrerin auch gewesen zu bremsen, so sich mich an gleicher Stelle erblickte.
Ob sie mir dann könnte Freund sein?

Letztendlich waren wir jeweils uns selbst wohl Freund, indem ich keinen Krieg begonnen um mein Recht zu demonstrieren und die Frau durch das Abwehren eines Zusammenstoßes sich nicht selbst in Schwierigkeiten gebracht hat, so sie mich hätte erwischt.


Und ich denke, es gibt Entscheidungen die sich im Nachhinein als falsch herausstellen können und auch hier spielen Überzeugungen eine Rolle in
denen man sich geirrt hat.
Falsch war eine Entscheidung zum Zeitpunkt des Überzeugtsein sicher nicht und solang sich nichts zeigt, dass dies ein Irrtum sein könnte ist auch alles gut.
Nur dann, wenn sich etwas als Irrtum herausstellt, mag es wichtig sein was nun daraus gemacht wird. Und zwar ob ich mir selbst den Irrtum eingestehe und Konsequenzen daraus für mein Leben ziehe oder ich mich für unfehlbar halte, indem ich andere dafür verantwortlich mache.

Ich mag gern Beispiele und versuche auch hierzu eines.
Wenn ich überzeugt bin, dass die Kaufhalle bis 20 Uhr offen hat, weil immer so, ich nun mich dahin bewege und um 18 Uhr vor verschlossener Tür stehe könnte ich gegen diese Situation wettern und fluchen. Aber ich könnte auch mich über mich selbst ärgern, weil ich eine Ankündigung der Halle nicht gesehen.
Es liegt in meiner Entscheidung wie ich darauf reagiere und die basiert auf der Einstellung zum Leben und meinen Überzeugungen?

Ja und wenn ich mir bei einer Entscheidung sagen muss, dass ich das Beste daraus machen möchte, scheint mir meine Wahl nicht unbedingt die zu sein, zu der ich 100 Prozent stehe, und nur eine Alternative ist, mit der man sich versucht zu arrangieren.

LG
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Ich war anscheint nicht überzeugt, dass meine Worte im Beitrag zuvor auch stimmig sind, bzw nicht alles und so einfach ;) Da waren Zweifel an meiner eigenen Aussage und dies Beispiel, das was mir im unmittelbaren Leben passierte, gab mir erst die Möglichkeit, einen Anstoß zur weiteren Betrachtung.
Was nutzt es irgendwas an Gedanken aufzuschreiben wenn es nicht durch das Leben selbst nachvollziehbar?


Es ist im Kleinen wie im Großen, überall dort wo Überzeugungen nicht konform gehen, gegeneinander prallen.
Wenn es jeweils darum geht Recht zu haben entsteht schnell ein Krieg. Da reicht nur eine Seite die darauf besteht, und oftmals muss sich die andere verteidigen, wenns zumindest um Leib und Leben geht, was nur noch aufheizt.

Ja, dann sind Sicherheit für beide Seiten nicht mehr gegeben.
Wohl besonders dann, wenn aus einem Disput ein Wille entsteht als Sieger daraus hervorzugehen.

Manchmal ist es vielleicht besser den anderen ein Gefühl zu geben dass er Sieger wäre?
… Also selbst versuche ich möglichst nicht zu empfehlen dem Gegenüber vorzutäuschen, dass dieser der/die Siger/in sei, um vielleicht damit seinen eigenen Frieden im Inruhegelassenwerden finden zu können. Aber wenn man sich nicht anders von einer Ringermatte nehmen kann, warum auch immer diese Unmöglichkeit sich so darstellen würde, dann könnte ich mir vorstellen auch so etwas auszuprobieren.

Also nicht selten hatte ich selbst andere Mitmenschen nicht in deren Ruhe lassen wollen und zwar weil ich etwas von ihnen erfahren wollte und ich eben genau das erkannte, dass sie sich selbst nicht wirklich herausnehmen konnten. Klar hätte ich ebenfalls die Matte verlassen können und zwar zu deren Wohl und gegen mein eigenes Interesse mehr erfahren zu wollen.

Selbst meine ich, dass ich selbst fremde und mir auch befremdliche bis wiederstrebende Überzeugungen neben mir belassen kann, meine nicht mit in‘s Spiel bringen muß und zugleich auch sportlich miteinander Ringen könne. Selbst nenne ich es lieber Tanzen.

Selbst verstehe ich es nicht wirklich, wieso es zwingend zum Gegeneinanderprallen, Ausgrenzen und Schneiden kommen muß, weiß aber, dass es einigen nicht vergönnt zu sein scheint neben und mit fremdem und Fremden leben zu können, oder stets Friede, Freude, Eierkuchen suchen und einrichten mögen, anstatt Nachbarn zu sein.
 
D

Durga Lal

Guest
Um Recht oder Unrecht ging es mir nicht, dann hätte es Krieg gegeben, bzw ich wäre auf die Autofahrerin losgegangen, das lag in meiner Entscheidung und die sind weniger irgendwelchen Regeln unterworfen als einer persönlichen Einstellung zum Miteinander.
Ich weiss - wollte nur sagen, dass es mir auch nicht darum ging...

Es war sicher keine Entscheidung unachtsam am Straßenverkehr teilzunehmen. Wenn ich von was überzeugt bin, brauch ich nichts entscheiden, dann ist der Weg für mich klar.
Entscheidungen stehen dann an wenn es mindestens zwei Möglichkeiten gibt.
Entscheidungen müssen nicht bewusst getroffen werden. Sie können auch "getroffen" werden aus Müdigkeit oder anderen Gründen........ich weiss nicht, ob man nicht entscheiden kann.

Und selbst wenn ich bei rot über die Straße gehe, die Ampel fürs Auto grün, wäre die Entscheidung der Fahrerin auch gewesen zu bremsen, so sich mich an gleicher Stelle erblickte.
Ob sie mir dann könnte Freund sein?
Auf den Gedanken, dass jemand mir Freund werden/sein könnte, komme ich gar nicht.......ist mir ein ganz neues "Kriterium"

...........Falsch war eine Entscheidung zum Zeitpunkt des Überzeugtsein sicher nicht [/QOTE]

Eben. Und richtet nicht jeder seine Entscheidungen (ich könnte hier auch "Reaktion" sagen - ist auch eine "Entscheidung") nicht nach seinen momentanen Möglichkeiten (reflektiv, emotional, kräftemässig)?

Wenn ich überzeugt bin, dass die Kaufhalle bis 20 Uhr offen hat, weil immer so, ich nun mich dahin bewege und um 18 Uhr vor verschlossener Tür stehe könnte ich gegen diese Situation wettern und fluchen. Aber ich könnte auch mich über mich selbst ärgern, weil ich eine Ankündigung der Halle nicht gesehen.
Es liegt in meiner Entscheidung wie ich darauf reagiere und die basiert auf der Einstellung zum Leben und meinen Überzeugungen?
Finde ich schon - und kann ich jemand anderem sagen, dass seine Einstellung zum Leben, seine Überzeugungen (die ja jemanden zu seiner Reaktion bringen) "falsch" sind? Innerhalb der Möglichkeiten des Anderen sind sie nicht nur richtig - sie sind oft die einzig möglichen......
sogar, wenn ein Unglück daraus erfolgt........

Ich habe, leider, die Eigenart, "radikal" zu klingen, bzw. "absolut" etwas hinzustellen.
Das tut mir Leid.
Sogar, wenn ich meine Ansicht Deiner (oder der jemand anderen) gegenüberstelle: dass ich überzeugt bin, von dem, was ich sage, bedeutet ja nicht, dass die andere Ansicht nicht ebenso richtig (und aus ebensolcher Überzeugung) gesagt wird
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Wie verwendest du das Wort „Entscheidung“, ich meine was verstehst du darunter? Weil, eine Entscheidungsfindung aus einer Müdigkeit heraus? Was passiert während einer Müdigkeit?

Wenn ich, in deinen Text hätte lesen dürfen, dass mit einer Müdigkeit das Unterbewusste stärker agieren würde, als wenn man sehr wach sei, hätte sich mir ein Bild gezeigt, dass du vielleicht es wie folgend wahrnimmst.: „Das Überbewusste bestimmt das Unbewusste und das Wachbewusste, zu dem die Vernunft und die Gedanken gehören werden vom Unterbewussten gesteuert. Das bedeutete, dass man, um so wacher, also logischer agiert gerät man mehr in Situationen, die fast gegen das eigene Unterbewusste und auch Überbewusste Entscheidungen entwickeln und dann auch ausführen könnten.“

Wäre dies für dich in etwa stimmig? Oder meinst du es noch viel anders?
 
D

Durga Lal

Guest
Wie verwendest du das Wort „Entscheidung“, ich meine was verstehst du darunter? Weil, eine Entscheidungsfindung aus einer Müdigkeit heraus? Was passiert während einer Müdigkeit?

Wenn ich, in deinen Text hätte lesen dürfen, dass mit einer Müdigkeit das Unterbewusste stärker agieren würde, als wenn man sehr wach sei, hätte sich mir ein Bild gezeigt, dass du vielleicht es wie folgend wahrnimmst.: „Das Überbewusste bestimmt das Unbewusste und das Wachbewusste, zu dem die Vernunft und die Gedanken gehören werden vom Unterbewussten gesteuert. Das bedeutete, dass man, um so wacher, also logischer agiert gerät man mehr in Situationen, die fast gegen das eigene Unterbewusste und auch Überbewusste Entscheidungen entwickeln und dann auch ausführen könnten.“

Wäre dies für dich in etwa stimmig? Oder meinst du es noch viel anders?
Ich glaube, "Reaktion" ist dasselbe für mich wie eine "Entscheidung".
Und wenn ich müde bin, Schmerzen habe oder sonst wie nicht ganz "bei Sinnen" bin - dann reagiere ich einfach anders.

Dein Gedankengang ist interessant für mich, sehr sogar.
Was passiert, wenn die Logik ausgeschaltet wird? (Rhetorische Frage).

Wenn ich reagiere, werden Entscheidungen in Gang gesetzt. Die kann ich hinterher bedauern oder auch nicht - aber es werden Fakten geschaffen.
Werden nicht schon Entscheidungen getroffen durch Gedanken, die ich zu lasse (oder verweigere)?
Mir ist einfach so, als könne man nicht nicht entscheiden (reagieren).
Egal jetzt, ob ich die Entscheidung bewusst getroffen habe (also die Kontrolle darüber zu haben glaube), oder nicht.
Vielleicht "entscheiden" sogar andere, unsichtbare Instanzen - und ich führe sie nur aus.
Ich weiss es nicht.
Ich glaube nicht, dass wir so viel Kontrolle über unser Leben, Denken und Wirken haben, wie wir uns vorstellen/wünschen ....
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Okay. Jeder von uns verwendet Bezeichnungen aus seinem eigenen Sein heraus.

Für dich, zumindest verstehe ich deine Antwort so, entsprechen Entscheidung und Reaktion einem irgendwie Gleichem, allerdings weißt du es eher nicht so genau, sondern hast einen für dich maßgebenden Glauben dazu.

Was regt es bei dir an, wenn du folgendes ließt. Müdigkeit, am Tage, scheint eine Reaktion auf eine Erschöpfung zu sein, scheint eine Reaktion auf Überlastung, oder falscher Lebensweise zu sein und diese Müdigkeit könnte man fast in Worte setzten, die da heißen könnten, „Hör auf. Bitte stoppe. Kehre um.“ Falls es diese Art Müdigkeit wäre, falls es diese Art Reaktion wäre, würde diese sogar in der Nacht sich als derartige Müdigkeit zeigen die zugleich ein leichtes und schönes Schlafen nicht so geschmeidig zulassen würde. Würde soetwas zutreffen, wäre es günstig diese Reaktion nicht nur so zu erleben, sondern diese auch zu verstehen. Aus diesem Verstehen heraus wäre dann eine Entscheidung möglich, passend reagieren zu können und zwar auszuprobieren, mit welchem Loslassen, mit welchem Belassen sich die Müdigkeit verflüchtigte.

Bestünde in diesem Beispiel eine, oder mehrere Möglichkeiten, zum anderem Entscheiden, zum neuerem Reagieren, oder entspricht unser Vermögen etwas verkennen und aber auch erkennen zu können sinnlosem, da nichts wirklich veränderbar ist, weder in und mit unseren Reaktionen, noch in unseren Entscheidungen?

Ein Mitmensch, der leicht und geschmeidig am Abend, oder zum Mittagsschläfchen, in die selbstvergessenen Ruhepausen gleitet ist zumeist auch am übrigen Tag kaum müde, sondern eher hell wach. Er ist weder der Logik verhaftet, kann sich gut konzentrieren auf das Erkennen von nötig zu erledigende Aufgaben, ist mehr achtsam auf seine Umwelt und sich.

Falls eine Reaktionsschwäche, damit gleichzeitig auch eine Entscheidungsschwäche am Leben sei, streikt vielleicht etwas im Geist (Vernunft und Logik) und ebenfalls im Gemüt (Seele). Das Grübeln würde hochfahren. Da lebte vielleicht irgendwo eine Belastung, oder sogar eine Überlastung, irgend etwas was blockiert und erst wieder weiter funktionieren mag und kann, wenn die Blockade, der Knoten, sich einigermaßen gelöst hätten, oder Umleitungen erbaut wurden.

Ja, es ist nicht einmal selten, dass wir selbst wahrnehmen und deutlich spüren keine, oder so gut wie keine Kontrolle über unser Leben zu haben.

Und zugleich erleben viele viele Menschen sich selbst sehr wohl Kontrolle und Entscheidungshoheiten über ihr Leben zu haben.

Die letzter Vorstellung, wenigstens die Wahrnehmung zu leben der, bzw. die zu sein der/die fühlt und wahrnimmt der/die Entschieder/in zu sein. Wie wirkt dies auf dich?

Oder wie wirkt die Vorstellung auf dich, wenigstens dich selbst als Reaktionsbeteiligte selbst zu erfahren und dich weniger als ein ausgeliefertes Wesen zu empfinden, welches sich am günstigsten selbst eher willenfrei einzufügen, hinzugeben hat?

Ein Buddha soll angeblich sehr wach, nicht im geringsten müde, sehr achtsam und sehr mitfühlend sein und soll sehr wohl selbst entschieden und reagiert haben.

Was denkst und fühlst du zu diesen Worten?
 
D

Durga Lal

Guest
Okay. Jeder von uns verwendet Bezeichnungen aus seinem eigenen Sein heraus.

Für dich, zumindest verstehe ich deine Antwort so, entsprechen Entscheidung und Reaktion einem irgendwie Gleichem, allerdings weißt du es eher nicht so genau, sondern hast einen für dich maßgebenden Glauben dazu.
Es ist eine "Spur", der ich folge - wie ein Hund einer Fährte. Was genau am anderen Ende der Fährte steht, weiss ich noch nicht :)

Was regt es bei dir an, wenn du folgendes ließt. Müdigkeit, am Tage, scheint eine Reaktion auf eine Erschöpfung zu sein, scheint eine Reaktion auf Überlastung, oder falscher Lebensweise zu sein und diese Müdigkeit könnte man fast in Worte setzten, die da heißen könnten, „Hör auf. Bitte stoppe. Kehre um.“ Falls es diese Art Müdigkeit wäre, falls es diese Art Reaktion wäre, würde diese sogar in der Nacht sich als derartige Müdigkeit zeigen die zugleich ein leichtes und schönes Schlafen nicht so geschmeidig zulassen würde. Würde soetwas zutreffen, wäre es günstig diese Reaktion nicht nur so zu erleben, sondern diese auch zu verstehen. Aus diesem Verstehen heraus wäre dann eine Entscheidung möglich, passend reagieren zu können und zwar auszuprobieren, mit welchem Loslassen, mit welchem Belassen sich die Müdigkeit verflüchtigte.
Ist richtig. Und doch werden auch in dem Zustand Entscheidungen getroffen.

Bestünde in diesem Beispiel eine, oder mehrere Möglichkeiten, zum anderem Entscheiden, zum neuerem Reagieren, oder entspricht unser Vermögen etwas verkennen und aber auch erkennen zu können sinnlosem, da nichts wirklich veränderbar ist, weder in und mit unseren Reaktionen, noch in unseren Entscheidungen?
Warten Entscheidungen, bis ich mich dazu in der Lage sehe?
Btw: Ich rede immer in der Ich-Form - um die Man-Form zu vermeiden.

Ja, es ist nicht einmal selten, dass wir selbst wahrnehmen und deutlich spüren keine, oder so gut wie keine Kontrolle über unser Leben zu haben.
Auch das könnte eine Entscheidung sein. Es kan für den Einen günstiger sein, zu wissen, er hat sein Leben unter Kontrolle, und für einen Anderen, dass er die Kontrolle eben nicht (mehr) hat (sondern vielleicht an etwas Höheres abgegeben hat).

Die letzter Vorstellung, wenigstens die Wahrnehmung zu leben der, bzw. die zu sein der/die fühlt und wahrnimmt der/die Entschieder/in zu sein. Wie wirkt dies auf dich?

Oder wie wirkt die Vorstellung auf dich, wenigstens dich selbst als Reaktionsbeteiligte selbst zu erfahren und dich weniger als ein ausgeliefertes Wesen zu empfinden, welches sich am günstigsten selbst eher willenfrei einzufügen, hinzugeben hat?

Ein Buddha soll angeblich sehr wach, nicht im geringsten müde, sehr achtsam und sehr mitfühlend sein und soll sehr wohl selbst entschieden und reagiert haben.

Was denkst und fühlst du zu diesen Worten?
Hatte Buddha ein Ich? Sicher war er entschieden - aber was in ihm war entschieden? Was hat durch ihn (entschieden und klar) gewirkt?
Ich fühle mich nicht ausgeliefert. Ich lasse mich "bewegen"......Wie Wind ein Blatt bewegt.....einen Vogel trägt.....wo wäre der Vogel ohne Luftstrom? Sicher weiss der Vogel, wohin er will.
Aber es ist die Luft, die ihn trägt.....in der er "tanzt".....
 
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