Aus Themen Vermischtes, weder da oder dort passend...

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Ist dir die Spur gottes Atem?

Vielleicht vertrittst du, dass Gott entscheidet was ich als Reaktion erkenne und deshalb so bezeichne, und du nennst es dann gleich Entscheidung?

… Hatte Buddha ein Ich? …
… Fragst du ob Siddhartha Gautama mit dem bodhi, dem vollkommenen Erwachen, ein Ich hatte? Denn nach ihm und bis heute gibt es viele Buddhas und sie alle sind sehr verschieden, auch hinsichtlich dem Ich. Ich mag dich nicht langweilen damit, dass es Samyaksambuddhas, Pratyekabuddha und Sravakabuddhas gab und bis heute gibt und das Mámanta (Selbstsucht und Egoismus) verschieden gegenüber dem Ahám (dem Ich, der Selbstbezogenheit) ist. Natürlich war Buddha Siddhartha Gautama selbstbezogen. Ohne diesen Selbstbezug hätte er nichts und niemanden irgendetwas lehren können, ohne diesen wäre kein grenzenlosen Mitgefühl möglich. Selbstsucht wird er vielleicht weniger bis garnicht gelebt haben, weil er ansonsten kein Buddha gewesen wäre.

Du fragst was ihn entscheiden ließ?

Da wären wir wieder beim Unterschied zwischen Reagieren und Entscheiden.

Buddha lehrte angeblich, dass es keinen Gott gäbe und der Weg der Erlösung zum Verwehen, zum Auflösen, zum Ausstieg aus Geburt und Tot, zum Nirvana führt.

Nach buddhistischer Erfahrung, könne nur bewusstes Leben erfahren und entscheiden. Reagieren würde jede Energie, ob mit oder ohne jedwedem bewussten Leben.

Bei den hinduistischen Religionen bedeutet Erwachen etwas ziemlich anderes, wie du sicher selbst weißt. Dort erwacht angeblich das Göttlich in allem und so gesehen würde alles eine göttliche Entscheidung sein, egal was gerade geschieht, oder schon geschehen war.

Eine Sache, in den hinduistischen Religionen entspricht, dass selbst die alte alte Rigveda sagt, dass keiner wirklich weiß, ob es überhaupt Gott und Götter gibt und was und wer da wohin und woher erwacht. Erst spätere vedische Schriften verkünden von Urgöttern und Gotterkindern und dessen Wirkung in der Schöpfung und auf uns Menschen. Einige hinduistischen Religionen lassen uns Menschen Sterbliche sein, die nur dem Karma entsprechend verschieden Wiedergeboren würden und andere hinduistischen Religionen vertreten, dass alles, auch das Tote, was in deren Sicht garnicht tot sei, zum göttlichen Gott erwachen würde.

Gewiss ist, dass das Leben erwachte und dieses wurde in jedem Wesen verschieden wach.

Welcher Spur folgst du?
 
D

Durga Lal

Guest
Ist dir die Spur gottes Atem?
Nein, das ist eine andere "Spur"...

Vielleicht vertrittst du, dass Gott entscheidet was ich als Reaktion erkenne und deshalb so bezeichne, und du nennst es dann gleich Entscheidung?
"Gott" ist für mich keine Person (die also entscheiden könnte). Es ist für mich etwas in Allem und Jedem, und zwischen Allem und Jedem. Es ist so, dass etwas Anderes in Wahrheit nicht gibt.....weil es durch und in Allem "weht"......

… Fragst du ob Siddhartha Gautama mit dem bodhi, dem vollkommenen Erwachen, ein Ich hatte?
Du hast das mit Buddha gebracht - ich bin nur darauf eingegangen. Welchen Du gemeint hast, weiss ich nicht.

Denn nach ihm und bis heute gibt es viele Buddhas
Und vor ihm sicher auch schon - die hiessen dann nur anders (andere Kulturen haben oft andere Namen für dasselbe)......

Natürlich war Buddha Siddhartha Gautama selbstbezogen. Ohne diesen Selbstbezug hätte er nichts und niemanden irgendetwas lehren können, ohne diesen wäre kein grenzenlosen Mitgefühl möglich.


Da wäre die Frage, auf welches Selbst er sich bezogen hat, als er selbstbezogen war. Mit einem Ich, dass sich mit der physischen Existenz identifiziert, hatte das nichts zu tun.


Du fragst was ihn entscheiden ließ?
Das Selbst.

Da wären wir wieder beim Unterschied zwischen Reagieren und Entscheiden.
Jemand kann aus dem Selbst heraus reagieren - und aus dem Selbst heraus entscheiden. Nur: eine Reaktion ist auch immer eine Entscheidung - die Frage ist eher, aus welcher Seelenschicht diese Entscheidung kommt. .......wohin ich mich innerlich ausrichte, da heraus werde ich auch re-agieren.......

Nach buddhistischer Erfahrung, könne nur bewusstes Leben erfahren und entscheiden. Reagieren würde jede Energie, ob mit oder ohne jedwedem bewussten Leben.
Und für mich (es ist bislang kaum mehr als eine Ahnung) ist es so, dass Entscheidungen Folgen tiefer Prozesse sind, auf die ich z. T. gar keinen Einfluss haben. Diese Prozesse finden manchmal sogar ohne mein bewusstes Zutun statt. Die Entscheidung ist da dann nur noch eine Folge....vielleicht sogar eine unumgängliche nach dem Prozess, der dazu führte.
Reaktionen mögen keine so tiefen Prozesse zur Ursache haben, sie sind reflexhafter, "natürlicher" aber auch sie sind Folgen von etwas......

Dort erwacht angeblich das Göttlich in allem und so gesehen würde alles eine göttliche Entscheidung sein, egal was gerade geschieht, oder schon geschehen war.
Für mich ist nicht alles eine göttliche Erscheinung. Aber Alles kann zu einer Werden, wenn ich "Gott" darin zu erleben in der Lage bin.

........dass keiner wirklich weiß, ob es überhaupt Gott und Götter gibt und was und wer da wohin und woher erwacht.
Nun, das wissen wir auch wirklich nicht. Ich sage nicht gern "Gott", einfach, weil das ein sehr mit Vorstellungen besetzter Begriff ist.
Gottheiten sind etwas vollkommen anderes - und auch da wissen wir nicht, wer sie sind, woher sie in Wahrheit kommen. Es sind immens hohe Wesenheiten - und hin und wieder auch in Inkarnationen erahnbar........

dass alles, auch das Tote, was in deren Sicht garnicht tot sei, zum göttlichen Gott erwachen würde.
Wo es Tod gibt, gibt es auch Leben. Dualität also. Was ich "Gott" nenne (oder auch anders, hab verschiedene Namen dafür) kennt keine Dualität. Deshalb können diesem Es auch keine Eigenschaften zugeordnet werden.....denn immer gibt es auch das Gegenteil davon.

Welcher Spur folgst du?
Nur den Spuren, die in mir selber erwachen.
Ich folge keiner Lehre oder Tradition.....
Und finde Es in sehr vielen Lehren oder Traditionen.....
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Ich hätte gern vor Stunden schon hierzu etwas geantwortet, doch mein Internet war wieder den ganzen Tag lahm, so dass ich hier nur eine weiße Seite, wie oft, zu Gesicht bekam.
… Also selbst versuche ich möglichst nicht zu empfehlen dem Gegenüber vorzutäuschen, dass dieser der/die Siger/in sei, um vielleicht damit seinen eigenen Frieden im Inruhegelassenwerden finden zu können. Aber wenn man sich nicht anders von einer Ringermatte nehmen kann, warum auch immer diese Unmöglichkeit sich so darstellen würde, dann könnte ich mir vorstellen auch so etwas auszuprobieren.
Nunja, wenn dem Ringer die Kraft ausgeht, oder die Lust am Wettkampf, nimmt er nicht mehr teil. Vielleicht täuscht er nichts vor, ist dann auch ein Verlierer oder er hat kein Interesse was zu gewinnen wenn es anderen darum geht zu siegen.

Als Gewinner mag mir so ein Mensch dennoch erscheinen, da er auf sein eigenes Vermögen schaut, erkennt welche Kraft ihm zur Verfügung steht und nicht solang im Ring bleibt, bis er von einer Überzahl niedergeknüppelt wird.

Zum anderen, dass um Sieg und Niederlage jene gern kämpfen dürfen und ein Konkurrenzkampf führen können wie es beliebt, darum wer nun Recht hat oder nicht, darum wer besser ist oder nicht.
Ich wähnte mich als Sieger, wenn ich daran nicht teilnehme.

Also nicht selten hatte ich selbst andere Mitmenschen nicht in deren Ruhe lassen wollen und zwar weil ich etwas von ihnen erfahren wollte und ich eben genau das erkannte, dass sie sich selbst nicht wirklich herausnehmen konnten. Klar hätte ich ebenfalls die Matte verlassen können und zwar zu deren Wohl und gegen mein eigenes Interesse mehr erfahren zu wollen.
Oftmals im Leben ist es nicht möglich seinen eigenen Interessen nachzugehen.
So empfinde ich es zumindest und so sind meine Erfahrungen. Und vielfältig sind auch die Dinge die das verhindern.

Selbst meine ich, dass ich selbst fremde und mir auch befremdliche bis wiederstrebende Überzeugungen neben mir belassen kann, meine nicht mit in‘s Spiel bringen muß und zugleich auch sportlich miteinander Ringen könne. Selbst nenne ich es lieber Tanzen.
Ich kenne es vom richtigen Tanzen, dass nicht mit jedem Tanzpartner, Tanzpartnerin es sich leicht und beschwingt tanzen lässt. Dort, wo einem z.B ständig auf die Füße getreten, dort wo der Rhythmus der Musik dem einen oder anderen nicht liegt oder nicht klar ist wer nun wen führt, wird das wohl nichts.

Selbst verstehe ich es nicht wirklich, wieso es zwingend zum Gegeneinanderprallen, Ausgrenzen und Schneiden kommen muß, weiß aber, dass es einigen nicht vergönnt zu sein scheint neben und mit fremdem und Fremden leben zu können, oder stets Friede, Freude, Eierkuchen suchen und einrichten mögen, anstatt Nachbarn zu sein.
Gegeneinanderprallen, entsteht wohl dort, wo es darum geht Recht haben zu wollen und dies mit Überzeugung vertreten wird.
Wenn ich da nochmal mein Beispiel nehme, wäre die Frau nicht auf die Bremse getreten. Ja und ich wär auf sie losgegangen, trotz des Bremsens...
Ohne hätt ichs wohl nicht mehr gekonnt ;)

Manche Menschen nehmen es wohl hin und erlaben sich daran, wenn sie einen anderen niederprügeln können, bis dieser am Boden liegt.
Möglicher wird hier nur eine Stärke demonsriert um Schwächen zu vertuschen, besonders wohl dann wenn solche Menschen in Rudeln auftreten.
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Ich weiss - wollte nur sagen, dass es mir auch nicht darum ging...
:)
Entscheidungen müssen nicht bewusst getroffen werden.
Entscheidungen sind für mich bewusst wenn ich, wie schon geschrieben, zwischen mindestens zwei Wegen, Dingen, auch Reaktionen wählen kann.
Reaktionen sind für mich unbewusst.
Hat ein Mensch mehrere Jobangebote, wird er sich für den entscheiden, welcher ihm am günstigsten erscheint, je nachdem was er für wichtig hält.

Auf den Gedanken, dass jemand mir Freund werden/sein könnte, komme ich gar nicht.......ist mir ein ganz neues "Kriterium"
?
Aus so einer Situation, wie oben beschrieben, kann ein Unfall resultieren, es kann eine Freundschaft daraus werden.
LG
 
D

Durga Lal

Guest
Entscheidungen sind für mich bewusst wenn ich, wie schon geschrieben, zwischen mindestens zwei Wegen, Dingen, auch Reaktionen wählen kann.
Reaktionen sind für mich unbewusst.
Ja, so scheint es zu sein ...... so sehen wir es ......

Hat ein Mensch mehrere Jobangebote, wird er sich für den entscheiden, welcher ihm am günstigsten erscheint, je nachdem was er für wichtig hält.
Das ist richtig.
Nur: hat sich "je nachdem, was er für wichtig hält" nicht schon lange vollzogen vor der Entscheidung? Ist sie nicht ein Resultat langer Entwicklungen, die nicht einmal bewusst (oder nur teilweise bewusst) sind?
Ich weiss diese Dinge nicht - da ist nur ein Ahnen in mir.......


LG
[/QUOTE]
 
D

Durga Lal

Guest
@Idealist-Träumer
leider kann ich meinen Post nimmer verändern, deshalb hier noch etwas dazu:

Wir treffen Entscheidungen, wie mir meinen, mit dem klaren Verstand (so sollte es sein).
Aber m. E. liegt die Triebfeder für diese Entscheidung viel tiefer - und ist verstandesmässig gar nicht zu erfassen.
Wir messen dem Verstand eine Bedeutung zu, die er, m. E. gar nicht hat.
Weil er nicht in der Lage ist, wirkliche Tiefe zu erfassen.
Dazu braucht es andere Dimensionen im Menschen (Un(ter)bewusstsein, Überbewusstsein, o.a.).
M. E. ist der Verstand letztlich nur ein "ausführendes Organ" (meistens - Wissenschaften jetzt mal ausgenommen, aber auch da könnte es so sein). Er bewirkt etwas, keine Frage, setzt etwas in Gang (Entscheidung), ist eine Kraft. Aber - wird von anderen Kräften genauso "bewegt", wie er Bewegung in Gang zu setzen imstande ist.
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
… "Gott" ist für mich keine Person (die also entscheiden könnte). Es ist für mich etwas in Allem und Jedem, und zwischen Allem und Jedem. Es ist so, dass etwas Anderes in Wahrheit nicht gibt.....weil es durch und in Allem "weht"......
… Da es dir etwas sein darf was es dir ist, weil es dir durch und in allem weht, nehme zumindest ich dir nichts, nicht das Geringste und weniger als Nichts davon weg, sondern danke dir für deine Worte dazu, danke dir für deine Antworten.
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
… Als Gewinner mag mir so ein Mensch dennoch erscheinen, da er auf sein eigenes Vermögen schaut, erkennt welche Kraft ihm zur Verfügung steht und nicht solang im Ring bleibt, bis er von einer Überzahl niedergeknüppelt wird. …
… Selbst steckten mich meine Eltern, als kleinen Bub, zum Kampfsport Judo, weil sie der Ansicht waren, dass ich zu klein, zu schmal für mein Alter wäre und ich damit leicht zum Opfer anderer werden hätten könne. So hatten sie mir es zumindest später einmal erklärt.

Ich selbst ging zwar hin, eben wegen meiner Eltern, war aber entsetzt, dass ich dort kämpfen sollte.

Selbst hatte ich bis dahin keine Feinde und auch keinen Ehrgeiz ein Gewinner werden zu wollen. Der Trainer, ein Engländer, erklärte mir, dass ich lernen müsse mich durchsetzen zu können, einer werden muß der das erreichen kann was er will. Das überzeugte mich zwar nicht wirklich, weil eigentlich wollte ich nur meinen Frieden und meine kleine Kinderwelt weiterleben.

Das schien der Trainer vielleicht bemerkt zu haben, denn er nahm sich ein paar andere Jodoschüler zur Seite und spitzte diese an mit mir zu kämpfen. Mir erklärte er, dass hier alles nur auf sportlicher Ebene stattfinde und aber im Leben dann Kampf und Bestand zum Ernst des Lebens gehören wird. Mich würden irgendwann Leute angreifen und mir sowieso nicht meinen Frieden lassen. Ein Hoffen, dass meine Kinderwelt und mein Frieden beständig mit mir sein würde sei naiv.



Ich hatte es geschafft den schwarzen Gürtel zu erlangen und dies ging nur in dem ich entsprechende Wettkampfsiege vorweisen konnte. Ich hatte vom weißen bis zum schwarzen Gürtel viel Kampf erfahren, auch unsportliches erlebt, sogar absichtliches Wegsehen von Kampfrichtern, bei sportlichen Verstößen gegen die Kampfregeln.
Zugleich ist es mir nicht gelungen selbst die sportliche Fährnis zu brechen, nur für mein Ansehen und des Siegenwollen zu kämpfen und war oft wütend auf egoistische brutale Kämpfer und unkorrekte Kampfrichter.

Dann kam ein Trainer, ein asiatischer, zu uns und von diesem hörte ich, nach Jahren Kampfsport zum ersten Mal was das Wort Judo überhaupt heißt. Bisher hieß es dort bei uns, dass wir Kampfsport betreiben und der Beste halt gewinnt und siegt.

„Judo“ heißt der „Sanfte Weg“.

Ich weiß noch wie viele lachten als er dies erklärte. Bisher galt bei uns Ansehen, Erfolg, Durchsetzen, Verteidigen und sich zu Behaupten.

Der Asiate redete nicht sehr viel und forderte die Besten von uns auf mit ihm auf die Matte zu gehen. Ich sah mit Erstaunen und mit Bewunderung wie die Besten von uns in den ersten Sekunden auf der Matte lagen und zu Verlieren wurden.

Ich wusste damals nicht, dass sie selbst mir nur als Verlierer erschienen und gar keine Verlierer waren, sondern damals ich selbst und sie nur einem Weltbild, Glauben und Überzeugungen folgten, in dem wir irgendwann uns selbst als Verlierer wahrnehmen müssen und zwar des Glaubens, des Weltbildes, der eigenen Überzeugung wegen.

Auch ich ging zu ihm auf die Matte und es passierte zuerst nichts. Selbst wartete ich stets bis mein Gegenüber mich angriff und wenn mein Gegenüber ebenso heranging bekamen wir im Wettkampf Abzugspunkte und hätten dann nach Minuspunkten verloren.

Er griff ebenfalls nicht an und sagte nur, wo kein Angriff ist ist auch keine Aggression und da lebt Friedfertigkeit.

Das war neu für mich.

Das löste damals schwere Diskussionen unter uns aus. Es wurde hingestellt, dass ohne Aggression, ohne sich zu Behaupten, ohne Siegen zu wollen auch nichts gelernt würde.

Er forderte mich damals auf einen bestimmten Wurf an ihm auszuüben. Ich setzte an und lag auf dem Boden.

Das sonderbare war, dass ich keine Aggression bei ihm bemerkte, ja nicht einmal einen großartigen Kraftaufwand auf seiner Seite mitbekam, sondern deutlich spürte wie er meinen eigenen Kraftaufwand, meine eigene Stimmung, mein, wie ich bin, verlängerte, da ich ihm das Meinige zutrug.

Ich spürte zum ersten Mal Gereiztheit im Kampf und ging ihn damit an, wurde wütend und aggressiv, kam aber stets, meiner eigenen aufgewendeten, oder freigesetzten Kraft entsprechend zum Fall, ohne, dass es ihn offenbar eine Mühe bereitete.
Erst als ich selbst etwas Ruhe fand und ihm bat diese Art von ihm lernen zu dürfen verneigten wir einander und ich wurde sein jahrelanger Judoschüler.

Bin bis heute Glücklich, etwas gelernt zu haben, wie mein Entscheiden für mich besser funktioniert. Meine Verteidigung, so diese herausgefordert würde, entspricht keinem sich selbst rechtfertigendem und selbst erklärendem Einbringen, sondern einem sich selbst Zurücknehmen und wenn mein Gegenüber aber sich erklären mag, oder will, ein Verstärken dessen zulasse, was mein Gegenüber mir entgegen bringt. Er, oder sie werden oft, nicht immer, dabei ungehaltener, können mich nicht wirklich greifen, da ich eher verborgen vor ihnen bin und verlieren an sich selbst, obwohl das nicht einmal nötig ist.

Selbst sehe ich mich auf der Matte des Lebens stehen und greife niemanden an, stelle niemanden in Frage, frage, bei Bedarf, ob man mir teilen mag was ich nicht habe und dennoch bedarf, habe Mitgefühl für die, die sich mühevoll behaupten, erklären, sogar sich ihrem Selbst erklären müssen und lächle, dass sie von mir erwarten, dass ich ihnen griffiger werden möge, um sich selbst besser begegnen zu können.
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Wir treffen Entscheidungen, wie mir meinen, mit dem klaren Verstand (so sollte es sein).
Aber m. E. liegt die Triebfeder für diese Entscheidung viel tiefer - und ist verstandesmässig gar nicht zu erfassen.
Wir messen dem Verstand eine Bedeutung zu, die er, m. E. gar nicht hat.
Weil er nicht in der Lage ist, wirkliche Tiefe zu erfassen.
Dazu braucht es andere Dimensionen im Menschen (Un(ter)bewusstsein, Überbewusstsein, o.a.).
M. E. ist der Verstand letztlich nur ein "ausführendes Organ" (meistens - Wissenschaften jetzt mal ausgenommen, aber auch da könnte es so sein). Er bewirkt etwas, keine Frage, setzt etwas in Gang (Entscheidung), ist eine Kraft. Aber - wird von anderen Kräften genauso "bewegt", wie er Bewegung in Gang zu setzen imstande ist.
Naja ich denke schon, dass der Mensch weiß warum und weshalb er sich für dies oder jenes entscheidet.
Ich denke nicht, dass der Verstand etwas in Gang setzt, sondern nur das was der Mensch tut. Dies muss aber nicht zwingend mit Verstand geschehen.

Mit Verstand heißt aber auch tiefer schauen, weiter schauen was mein Tun bewirkt oder auch was damit bewirkt werden möchte, bewirkt werden kann.
Daraus kann ich wieder Entscheidungen treffen wo, was und wie ich etws tue, bzw was in meiner Macht liegt zu tun.
Setzt der Verstand aus könnte nur Müll herauskommen und mehr oder weniger Schaden anstellen.

Natürlich stellen Entwicklungen Innen und Außen den Grundstein für Entscheidungen. Nur wenn sie nicht bewusst sind, aus einer momentanen Laune heraus geschehen, bleibt das was man tut meiner Meinung nach nur ein Probieren.
In Lebenslagen ohne große Tragweite mag es auch Spaß machen einfach mal was auszuprobieren. Zumindest lernt man sich dabei kennen.
Ansonsten nimmt der Mensch einen Weg von dem er nicht weiß wohin er führt. Das kann gut gehen oder auch nicht, aber Mensch lernt, zumeist mehr aus den Wegen die nicht gut gehen.

Das fängt bei ganz alltäglichen Dingen an. Wenn ich unüberlegt ohne Verstand einkaufen gehe ist möglicher Weise mein Geld bald alle und in meiner Wohnung häufen sich Dinge die ich nicht brauche. Manche Menschen lernen aber auch nicht aus solchen Situationen, sie sind so sehr in einem Rausch verhaftet es nicht zu sehen und der Verstand greift nicht.

Ich denke es ist schon wichtig zu wissen oder sich dessen bewusst zu sein, was man tut, warum etwas getan wird, welche Möglichkeiten im Außen geboten und in wie weit ich mich meinen Möglichkeiten entsprechend selbst einbringen kann und möchte, wenn ich mich für etwas entscheide.
Wenn dem nicht so ist könnte ich schnell zur Gefahr für andere und auch für mich selbst werden.
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Danke für deine Erzählung @bodhi_

Ich spürte zum ersten Mal Gereiztheit im Kampf und ging ihn damit an, wurde wütend und aggressiv, kam aber stets, meiner eigenen aufgewendeten, oder freigesetzten Kraft entsprechend zum Fall, ohne, dass es ihn offenbar eine Mühe bereitete.
Erst als ich selbst etwas Ruhe fand und ihm bat diese Art von ihm lernen zu dürfen verneigten wir einander und ich wurde sein jahrelanger Judoschüler.
:)

Zeigt sie nicht, deine Gescheichte, irgendwie den Sieg über sich selbst? Bzw den Sieg über diesen Teil des Ich, welcher meint nur dann anerkannt zu werden wenn es über andere siegen kann?

In den Köpfen scheint es verbreitet zu sein sich nur darüber auch selbst anerkennen zu können, wenn der Mensch sich als Sieger behaupten kann und dadurch von anderen anerkannt wird. Niemand jubelt jemandem zu, welcher am Rande des Treppchen steht.

Warum ist das so, z.B im Sport? Wo die Masse sich an die "Sieger" hängt und alles von ihnen erhaschen möchte was es von ihnen zu erfahren gibt? Sich der außenstehende Mensch gern damit schmückt was er von ihm weiß ohne diesen überhaupt zu kennen?
Der Rest dahinter uninteressant und nicht beachtenswert obwohl sie sicher genausolchen Einsatzt beim Wettkampf zeigen, wenn nicht noch mehr als die die oben stehen?

Hier denke ich, dass es keine bewusste Entscheidung ist sich als den "Siegern" und somit auch der Masse anzuschließen, sondern eine tief im Menschen unbewusste Reaktionen.

Ist dies so? Oder nur etwas von der Gesellschaft Gemachtes?
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Selbst sehe ich mich nicht als Philosoph, bin kein Forscher, der erforscht warum wir so zu sein zu scheinen wie ich es wahrnehme, unter Umständen nicht verstünde und ich suche auch keine Denkmodelle die mir eine Weltanschauung ermöglichte, um orientierter als Mensch durch‘s Leben finden zu können.

Ab und an bewegen mich Empfindungen, die in Worten geschrieben wie folgt geschrieben sein dürfen, „dass vielleicht mein vieles langes Reisen und Leben, in anfänglich mir fremden Kulturen, es mir nun zeigen würde, Kulturen und Lebensweisen vergleichen zu können, in denen z.B. der Einzelne in Dorfgemeinschaften, in Familien seine Identität erfährt ,erlebte und dass es in Mitteleuropa, aber auch der westlichen nordischen Welt, etwas zu geben scheint, was wiederum dazu lenkt zu spüren, dass heutige westliche Gemeinschaften und Familien weniger eigene Identitäten schenken und mehr Beruf, gesellschaftlicher Erfolg, bzw. das Gegenteil davon eine Suche nach Identität in Gang setzt, die eine Art Selbstverwirklichung sucht.
Selbstfindung. Selbstverwirklichung. Das sind so zwei Schlagworte dieser westlichen Welt. Oder auch Ego- und Ichbefreiung, sind weitere Bezeichnungen.„


Als ich zum ersten Mal die Worte „Selbstfindung“ und „Selbstverwirklichung„ hörte war ich etwas verwirrt und ziemlich verblüfft.
Ich verstand nicht wie jemand mir erklärte sich selbst finden zu wollen und sich selbst zu verwirklichen, während er wirklich vor mir stand.
Ich kannte noch nicht die offenbare Selbstverlorenheit vieler Menschen, die offensichtlich irgendwie so etwas wahrzunehmen schienen, nicht wirklich genug zu sein. Sie schienen zu spüren, dass irgendetwas, oder genau erkanntes nicht stimmig zu sein scheint.

Und inzwischen, ja, ich glaube es nachempfinden zu können. Sie haben zwar Familie, aber diese sind anders als ich diese kenne.
In diesen Familien zählt halt ziemlich viel gesellschaftliche Anerkennung und in diesen Familien gehört unmündige Kindheit, Jugend, aber auch das schwächende Alter nicht mehr zur vollwertigen Zugehörigkeit, sondern zur familiären Belastung.

Die so gelebte Verlierer- der Erfolgsgesellschaft wirkt auf mich wie verlorene Einzelmenschen, die keine wirkliche natürliche Familie haben, in denen schlicht ein jedes Selbst ein unverzichtbares Mitglied ist, jeder dies empfindet, spürt, die anderen spüren lässt und das (nur) da sie alle lebendig sind.

Selbst wundere ich mich nicht mehr, dass einige auf dem Weg sind mehr sein zu wollen, ab und an damit auch zeitweiligen Erfolg haben, als sie tatsächlich sind.

Sie sind inzwischen familienfreiere Menschen, die oft genug gerne erkennen möchten auf eine großartige Zeit des freien individuellen Selbst hinbewegt zu werden.

Selbst verstehe ich es inzwischen besser, dass viele auch gerne träumen mögen und auch diese Träume mit in ihr Tagesleben einbringen möchten, da eben auch vieles erkennbar wäre was so garnicht traumhaft und erst recht nicht angenehm in‘s Herz fallen könnte, falls man nüchtern und achtsam in die Welt schauen würde.

Mitmenschen, vor hunderten von Jahren, hatten gewiss ganz andere Motive und zwar zu erkennen was ihnen damals sich als Erkennbar zeigen konnte. Die Götter von Damals scheinen Heute noch die selben Namen zu haben, aber wir heutigen Menschen erkennen diese sehr sehr anders, bzw. gelangen zur Ansicht, dass es vielleicht gar keine geben könnte, oder wir erleben sie als neue Familie, als neue Identität seines eigenen Sein‘s.

Selbst sehe ich das oben Genannte nicht als Sieg über mein Selbst, oder als Alternative zur heute erstarkender Selbst- und Ichbezogenheit, denn Aggression und (Kampf) zum Überleben ist ebenso natürlich für mich wie eben zu aggressivem und zu sehr kämpfendem durchaus dessen Lauf zu lassen, ohne dabei deren Opfer werden zu müssen.

Ja, in unseren menschlichen Tiefen erkenne zumindest ich eine sprudelnde Quelle, die schlicht Orientierung und Fortbestand lebt. Also nicht sucht, sondern bereits lebt.

Die Auswuchtung, in unserer westlichen, aber auch modernen Welt, scheint weder eigene natürliche Stämme, eigene natürliche Großfamilien, eigene natürliche Familie zu haben und somit auch ein eigenes Selbst und Ich auf den Plan zu rufen, welche Identität, Selbst und Sein in dessen natürliches Lot zurückführen mögen.

Dabei scheint es vielleicht viel näher zu liegen als dort wo es gesucht wird.

Es sind unsere Familie, unsere Kultur und zwar egal wie gut oder wie schlecht diese miteinander vernetzt und sich jeder Einzelne da hinein hingebend lebt oder eben verletzt und enttäuscht zurückzieht.

Dieses momentane Leben, so wie es ist, sich gestalten lässt, oder auch Türen verschließt dürfte das wesentlichste sein, mit allen kleinen und größeren Traumecken, aber stets festem Boden unter den Füßen.
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Deine Worte @bodhi_ möchte ich gern erstmal auf mich wirken lassen. Vielleicht kann ich aus meiner Sicht noch was dazu sagen, vielleicht lass ich sie aber auch einfach so stehen...weils nichts zuzufügen gibt...
LG
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Selbst wundere ich mich nicht mehr, dass einige auf dem Weg sind mehr sein zu wollen, ab und an damit auch zeitweiligen Erfolg haben, als sie tatsächlich sind.
Ich denke es ist angenehm weder mehr noch weniger zu sein als man ist?

Nach Erfolg braucht man damit nicht zu streben, er stellt sich meiner Ansicht nach damit im gegebenen Maß selbst ein.
Vielleicht wäre Erfolg so auch ein falsches Wort, sondern die Früchte, welche heranreifen eine ganz natürliche Folge.
Was soll auch ein Apfelbaum an dem Birnen wachsen, vielleicht mögen die Äpfel die Form von Birnen haben, schmecken werden sie dennoch nach Apfel.
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Am Sonntag kam in mir mir die Frage auf, womit ich nach Abschluss der Arbeit am Pirat/Zigeunerin meine Zeit ausfüllen könnte, damit keine Lange Weile aufkommen mag.

Nunja eine Bastelwerkstatt wieder in ein Wohnzimmer zu verwandeln ist eine Option, doch solch Arbeit ist mir selten inspirierend.
Das Gröbste Chaos war beseitigt und nun darf ich an etwas anderem arbeiten, was mit Neugier und Experimentierfreude verbunden, diesmal den in die Jahre gekommenen PC meines Sohne mit wenig Kosten auf Vordermann zu bringen.
Nun wird die kommenden Tage mein Wohnzimmer zur technischen Werkstatt...;)

Win 7 kostenlos auf win 10 zu bringen gelang mir. Aber ob ich es von Original-Vista aus meinen Beständen noch hinbekomme weiß ich nicht. Ich werds sehen und bin selbst sehr gespannt!

Damit gibt es wieder eine Zeit, wo ich im Tun versinken kann, alles andere vergessend zur Nebensache werden darf und kann. Selbst das Essen, Trinken und Schlafen, woran ich arbeiten muss, nicht zu vergessen.

Das Denken wird weitgehend ausgeschalten, es bleibt nur die
Konzentration auf das was man gerade tut und wie man es tut. Für mich ist das ein sehr angenehmer Zustand.
Es mag sein wie einen Schritt vor den anderen setzen, was auch ganz automatisch geschieht, wenn man in die Welt um sich eintaucht und mit allen Sinnen aufnimmt und manchmal vor Staunen unbemerkt stehen bleibt und möglicher Weise ebenso zu atmen vergisst...

Ich würde gern fragen wie die noch ? anwesend Schreibenden solche Momente empfinden, gibt es sie für euch?
Kann man nach solchen Momenten auch süchtig werden?

Und wie lang hält eine Freude am Geschafften oder auch Geschaffenen an?
Bei mir ist dies schnell wieder vorbei und ich brauch was Neues woran ich mich ausprobieren kann.
Nicht immer ist dies gegeben.
Zumindest in Zeiten, wo das Selbstbewusstsein etwas in den Keller zu fallen droht, versuche ich mich zu erinnern...

Nun werde ich noch in meinem Innen und Außen dem Raum schaffen, dass ich frei von kleinen Behinderungen am PC beginnen kann...
Ein paar Worte hier zu hinterlassen gehört in diesen Moment für mich dazu...

LG
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
:) Also mit mir bewegt sich das Meiste während des Schaffens, das Ziel, die Richtung, das Erreichenwollen, das (Endprodukt) spielt bei mir eher Rollen während dem Tun und Handeln. Zwischendurch Betrachtungen und wenn ich entscheide, dass es mir jetzt reicht ist es fertig, dazu muß es für Betrachter nicht einmal als fertig erscheinen. Oft nehme ich auch altes wieder auf, was lange oder kürzer pausierte. Das Betrachten eigener Werke, nach Fertigstellung ist auf meiner Seite relativ kurz. Fertig ist für mich fertig, schon fast nicht mehr lebendig.

LG
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Wohltuende Stille in meinem Kopf

nichts wollen,
nichts sollen,
nichts suchen,
nichts rufen,
nicht hinein,
nicht hinaus,
weder höher strebend,
noch tief hinab,


Obwohl manchmal kommt eine Frage in mir auf, welche im Angesicht der Viiielen Mitwirkenden hier ;) zumal nicht Strebenden, kaum eine Antwort erhalten dürfte:
Aber egal.

Wieso möchten Menschen aufsteigen, Wohin?
Was macht das für einen Sinn?
Was gibt es „da oben“ wonach der Mensch zu streben scheint?

Das Leben findet meiner Meinung nach im Unmittelbaren statt, nicht wo der Mensch hinwill, sondern da wo er gerade ist.
Wer vermag glücklich oder/und zufrieden in der Lage sein Leben in diesem Sinne zu meistern, seis in schwierigeren oder leichteren Zeiten?

Warum mag man sich daraus entfernen, sich dem „Hier und Jetzt“ entziehen, irgendwo sein und aus dem wirken wo man (noch?) nicht ist?
Alles was daraus aus einem lebt, in einem entsteht und vielleicht dazu verbreitet werden mag, wäre doch nicht echt, nicht authentisch.

Warum wird darum soviel Aufwand betrieben?
Wo dies doch möglicher Weise sogar von einem vermeintlichen „Aufstieg“ mehr wegführt als hin?

;)

LG
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Nicht dass es eine Antwort auf Post #38 entspräche, liebe @Idealist-Träumer , sondern eher einer Welle gleicht, die während des Auftauchens einer Frage sich hebt und senkt.

Viele errechnen sich höhere Chancen das zu erlangen und zu erfahren nach was sie suchen, oder dort liefern zu können was sie verteilen, oder verkaufen können, dort zu erleben, erledigen zu können wo sehr viele lesen und mehr schreiben. Daran scheint auch etwas zu sein. Die Chance jemanden in Massen zu begegnen, anstatt in einsamen Räumen scheint vielen ebenfalls plausibler zu sein, was allerdings nicht zutreffend sein muß, sondern kann.

Zu sein wie man soeben ist bedarf auch der inneren Ruhe und umgebenden Bedingungen die einen eher ruhen lassen können. Des einen Moment ist selten des anderen gleichen und oft genug sind Bewegung und Unruhe, Suchen und Forschen ebenfalls förderlich. Allgemein scheint alles still oder laut zu sein. Ob es passt, oder nicht ist etwas anderes. ;)

Selbst spiele ich mal kurz mit Phantasie und stelle mir vor alle Menschen, die soeben etwas ziemlich gleichendes machen, plötzlich und überall zu fragen warum sie gerade dies machen, bzw. anderes lassen was sie soeben tun.
Ich male mir aus, dass sie alle etwas anderes berichten, antworten könnten, aber auch nur kurz denken könnten, was mich das angehen möge.

Himmelfahrt scheint etwas anders zu meinen als spirituelles Aufsteigen. Ein Sturz aus allen Wolken des Glauben‘s muß nichts mit einem einfachen Sein und Leben zu tun haben. Gleichendes muß nicht annähernd selbiges sein.

Selten scheint gleichendes natürlich selbiges zu sein und eher passt man es sich oft genug mit anderen zurecht, damit es den Anschein gewinnt realer zu sein, als dem möglichen Irren darin Zweifelraum zu geben.

Eine, ich nenne es einmal „Kunst“, dürfte sein zu wissen was man nicht wissen kann und dennoch emotional glaubt. Diese Wachheit zu gewinnen, oder zu erlangen und zwar scharf seine eigenen Grenzen des eigenen Wissens kennen und deutlich zu fühlen was man glaubt und eben nicht weiß.

Mit diesem „Zauber“, oder auch dieser „Kunst“, so meine zumindest ich, würde man weniger den Boden unter den Füßen verlieren, auf dem Teppich und geerdet bleiben und weniger dahin steigen wo man momentan noch nicht ist und möglicherweise auch nie hin fleuchen wird.

Hingegen scheint genau mit solcher Kunst der Zauber stabiler sich auszugestalten, der einen zu neuen Erfahrungen und neuem Wissen bringen kann. Dies auch in Bereichen von denen wir heute noch gar nichts wissen aber kunterbunte Bilder uns selbst und anderen malen.

Die eigene Erfahrung des eigenen Wesen‚s, des Wesen des Bewusstsein‘s, zeigt denjenigen kristallklar was Wahrnehmung ist, wie sie funktioniert, sich auslebt und wie groß das eigene Unwissen und wie klein das eigene Wissen ist.

Eine Bescheidenheit und ein intensives Mitempfinden steigt zumindest mir da hinaus, ohne wo anders oder jemand anderes zu sein als alle andere Menschen.

LG
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Es ist nicht wichtig und erforderlich, dass ich auf meine Fragen Antworten erhalte. Ich habe meine eigenen Antworten oder finde sie in mir.
Wenn jemanden vielleicht die eine oder andere Frage anspricht und ebenfalls in sich und für sich selbst eine Antwort finden mag, wäre das mehr als genug.

In der Masse begegne ich doch der Masse.
Kann Mensch sich in der Masse selbst finden? (Seine eigenen Antworten zu bestimmten Themen?)
Oder findet er nur einen leicht zu gehenden Weg inmitten der Strömung?
Zumal können Massen recht zerstörerisch sein...

Bist du @bodhi_ sicher, dass wir als Mensch immer wissen warum wir gerade dies oder das tun, dies oder das lassen und voneinander darauf Antworten erhalten könnten?

Wahrnehmen:
Könnte es sein, dass der Mensch oft das was er von anderen wahrzunehmen glaubt doch nur aus den eigenen Regungen entspringt? Je nachdem ob was angenehm oder unangenehm berührt.
Manchmal so scheint es baden Menschen immer wieder in eiskaltem Wasser, in der Hoffnung es könnte doch warm werden, tut es das nicht ist das Wasser schuld.
Wenn ich mich selbst dabei nicht wahrnehmen mag, dass mein eigenes Sein dazu führt das mir fröstelt bis es weh tut, was kann dies Wasser dazu?

Vertrauen:
Ist es wichtiger anderen vertrauen zu können oder eher sich selbst in seine eigenen Fähigkeiten?
Wie erlangt man Vertrauen in sich selbst? Ich glaube das hängt wiederum mit der Wahrnehmung seiner selbst zusammen. Sowie der Verantwortlichkeit für das Wohlbefinden sich selbst gegenüber. Dann kann das Wasser noch so eisig sein, ich erfreue mich vielleicht am Anblick, an dessen Existenz in einem mich fröstelnden Zustand, vermeide dennoch intensive Berührung und stürze mich nicht kopflos hinein oder mit dem Drang den natürlichen Zustand auf meine Bedürfnisse zu verändern.

In manchen Regionen kann man mit etwas Glück auf den Frühling hoffen;) wenn man den Lauf der Ge-Zeit-en einbezieht.
Das was und wie etwas ist, ist nicht zu ändern, es sei denn ich ändere meinen Umgang oder warte bis es sich selbst ändert.
Natürlich könnte ich eine kleine Stelle aus dem eisigen Wasser mit einem Feuer erwärmen, dennoch die Umgebung wird es wieder frieren lassen sobald ich (irgendwann müde, meiner Energien es warm zu halten beraubt) nicht aufpasse, dass das Feuer ausgeht.
Möglicher Weise richtet sich nun ein Zorn auf das Feuer was es nicht auf Dauer vermag zu tun was ich will ;)
Mit Aufmerksamkeit und Wahrnehmung vom Lauf der Zeit, (Empathie?) dem Wechsel der Jahreszeiten, wenn der Frühling beginnt das Eis zu schmelzen, könnte eine kleine Wärmequelle etwas Unterstützung geben. Bis dahin heißt es dennoch „warm einpacken“ ;)

Nochmal zum aufsteigen:
Wenn ich in der ersten, vierten oder 5. Klasse sitze und schon vom Abschluss der zehnten oder 12. Klasse träume, werd ich kaum dort ankommen, wenn ich nicht die jeweiligen Klassen zuvor absolviert habe.
Das Leben selbst stellt uns ebenfalls stets Aufgaben die erst erfüllt werden möchten ehe die nächste Etappe beginnen kann.

Mag sein der eine lernt etwas schneller der andere etwas langsamer und jeder hat seine ganz speziellen Lebensaufgaben zu bewältigen, dennoch ist jeder dort wo er gerade ist genau richtig!
Das ewige ich bin besser als andere, ich bin weiter als andere, höher, das Streben danach, ein Druck den man sich selbst gegenüber aussetzt besser und weiter, höher sein zu müssen, fällt weg.

Meine Sympathie geht an jene Menschen die dort wo sie sind sich am richtigen Platz wähnen, weder „höher“ sein wollen noch sich „tiefer“ erkennen und gleichsam andere nicht höher noch niederer als sich selbst sehen, nicht mehr oder weniger sein wollen als sie sind.
Sie sind angenehm authentisch, nichts Aufgesetztes, nicht sich selbst untergrabend.

Braucht man Wissen um so zu leben?

Weniger Sympathisch sind mir jene Menschen, welche andere sich ihren Interessen passend zurechtbiegen möchten, erniedrigen, weil sie sich in ihrem Sein als höherstehend ansehen, ihre Stellung, seis selbsternannt oder erhoben, als Machtinstrument missbrauchen.
Es gab in den Nachrichten die Sache mit dem Abiturenten und dem Schuldirektor.
Dabei bekommt die Passage mit dem Bespitzeln meine Aufmerksamkeit, da dies nicht nur an einer Schule passiert.

Und manch ein Mensch in einer Gemeinschaft auch ungefragt andere beim Boss anschwärzt um sich als „besser“ darzustellen.

In jenem Fall freut es mich dass der Direktor entlassen wurde.

LG
 
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