Karma

Devipati

Member
Das ist ein sehr schöner Text, lohnt sich, sich darin zu vertiefen.
Regt mich auch zu der Bemerkung an, dass zwar viele "Schulen" als Ziel angeben, das Karma sei aufzulösen, abzutragen etc. Das glaube ich immer weniger...
Wie Du schreibst: wir sind nun mal da wo wir sind. Wir könnnen das Karma doch wirken lassen wie es will. Lernen kann man aus allen Situationen. Ob sich Karma mal erschöpft oder nicht ist aus dieser Perspektive egal.
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Als Erstes dachte ich dich zu fragen, liebe @Durga Lal inwieweit du dir vorstellen könntest diesen Faden unter Sanatana-Dharma, oder auch Hindureligionen geschoben zu bekommen. Dann las ich es mir ein zweites Mal durch und fand meine Frage nicht mehr passend.
Du setzt Sanskritworte ein und in Verbindungen, die ich so verknüpft nicht kenne und ich spüre zugleich, dass es dir wichtig und tief zu sein scheint.

Karma würde sich nicht allein durch Erkenntnis verändern, vielmehr durch sich veränderndes Verhalten, das aus Erkanntem sich heraus handelnd regt.

Ein Beispiel. Ein Mensch erkennt, dass er Dämon unterworfen war oder selbst ähnlich handelte und ist verblüfft nun Schmerzen, die er Gestern noch hatte nicht mehr die Selben sind. Egal ob er im jetzigen Leben, oder einen davor von Dämon besessen oder diesen ähnlich gewesen wäre. Die Erkenntnis daran wäre zwar erschütternd, aber diese an sich würde nichts daran ändern, dass sich damit das Karma verändere, sondern eine Art Wiedergutmachung würde es in Bewegung setzen. Ja, die Schmerzen wären anders, oder sogar weg, aber das Karmakonto bliebe dennoch belastet, mit den damaligen Untaten.

@Devipati deutet es bereits sanft an, falls ich es recht verstanden hätte, es darf gefragt werden, ob Schule, bisherige Geistlehrer und Gottheiten ihr Werk vielleicht nun langsam gut getan hätten und die Schale zu brechen beginnt, frei von Tradition, Religion und auch Bezeichnungen eine neue Geburt zuzulassen. Ich weiß es nicht und mag es auch nicht einschätzen, aber du kannst es vielleicht selber spüren, was es ist und was dran sein könnte.

Selbsterklärend kann ich auch Devipati falsch interpretiert haben, was ziemlich wahrscheinlich ist, und zu viel von meiningem eingelegt haben, was ich soeben bemerke, dass es so ist.

Aber mal sehen was sich bewegen wird, egal ob für dich behaltend, oder mit gut Vertrauten ausgetauscht. Viel Glück zumindest dir, selbst falls ich mich total verschätzt hätte.
 
D

Durga Lal

Guest
Als Erstes dachte ich dich zu fragen, liebe @Durga Lal inwieweit du dir vorstellen könntest diesen Faden unter Sanatana-Dharma, oder auch Hindureligionen geschoben zu bekommen. Dann las ich es mir ein zweites Mal durch und fand meine Frage nicht mehr passend.
Ich kann’s nicht wirklich nennen, noch nicht. Es schaut so aus als ob sich entweder etwas bei dir zu verändern scheint, oder und das ist wahrscheinlicher, kenne ich dein Netz und Garn deiner Bewusstheit zu wenig.

Du setzt Sanskritworte ein und in Verbindungen, die ich so verknüpft nicht kenne und ich spüre zugleich, dass es dir wichtig und tief zu sein scheint.

Karma würde sich nicht allein durch Erkenntnis verändern, vielmehr durch sich veränderndes Verhalten, das aus Erkanntem sich heraus handelnd regt.
Dem letzten Satz stimme ich vorbehaltlos zu :)

Ich gehe nach keiner "Schule", keiner "Tradition".
Was sich mir von sich aus eröffnet, im Erfahren, Erleben - davon kann ich erzählen.
Sonst "weiss" ich nichts :)
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Dem letzten Satz stimme ich vorbehaltlos zu :)

Ich gehe nach keiner "Schule", keiner "Tradition".
Was sich mir von sich aus eröffnet, im Erfahren, Erleben - davon kann ich erzählen.
Sonst "weiss" ich nichts :)
… Dann darf ich öfters fragen was welche Wortwahlen für dich bedeuten? Denn die Lehren und die Worte die ich bei dir lese kenne ich in anderer Weise und Verbundenheit. Aber mir geht es nicht darum die rechteren Worte zu finden, sondern wenigstens einen Teil deiner Texte inhaltlich nahe zu empfinden.
 
D

Durga Lal

Guest
Karma ist ein grosses Thema in unserer Zeit.
Unser Blick weitet sich, wir beginnen zumindest ansatzweise Hintergründe und grössere Zusammenhänge zu verstehen.

Immer wieder stosse ich darauf, dass Menschen den Eindruck haben, Karma habe mit Belohnung und Strafe zu tun.
Das halte ich für einen Irrtum. Es ist zu klein gedacht.
Wenn ich unter einem Apfelbaum sitze, und mir fällt ein Apfel auf den Kopf, ist das weder Lohn, noch Strafe – es ist eine Folge von natürlichen Gegebenheiten (Reife der Frucht, Schwerkraft, vielleicht Wind). ichtsdestotrotz kann Karma nier ausgelöst werden, wenn mir z. B. durch den Schlg uf den Kopf ein Gedanke kommt, den ich sonst nie hätte zulassen können, oder eine Erinnerung, ein Gefühl hochkommt, das bis dahin verdrängt worden war.

Karma ist das grosse Spiel von Ursache und Wirkung: durch einen Impuls wird eine Bewegung in Gang gesetzt, die ihrerseits wiederum anderes in Bewegung setzt.

Stellen wir uns vor, wir sitzen in einer U-Bahn, vor uns ein junges Mädchen, die uns sympathisch ist. Unsere Blicke treffen sich, ein kurzes Lächeln zwischen uns, dann verliert sich der kleine Kontakt wieder.
Was wir nicht wussten, war, dass das junge Mädchen traurig gewesen war. Das Lächeln zwischen uns hat ihr Mut gemacht, sie geht in die nächste Drogerie und kauft sich einen Lippenstift. Nachdem sie ihn aufgetragen hat, kommt sie auf die Idee, auch noch zum Friseur zu gehen. Ein Umbruch, der sich in ihr schon länger angebahnt hat, ist in Bewegung geraten, sie wird eine völlig neue Frau aus sich machen im Verlauf der kommenden Wochen und Monate.

So ist Karma. Etwas wird angestossen, in Gang gesetzt, eine Dynamik setzt sich fort, wie eine Welle.
Das hat keine Moral. Das ist zu nichts da. Es ist nur eine Welle, die eine vorige ablöst und eine weitere anstupst.

So ist das Leben. So ist das Universum. So ist die Natur. Karma hat dieselben Regeln wie das Leben selber.
Wir denken in Gut und in Böse, in Hell und in Dunkel, in Schwarz und Weiss.
Wir nehmen die Pole so wichtig. Um die geht es aber gar nicht. Es geht um den Tanz zwischen ihnen. Diesen Tanz nennen wir Karma. Und er ist dazu da, immer wieder und auf immer neue Weise Gleichgewicht herzustellen. Das ist wie ein Naturgesetz, nüchtern. Das ist nicht dazu da, damit wir „weiterkommen“. Der Fluss ist auch nicht dazu da, uns zu tragen. Dennoch tut er es, wenn wir uns ihm anvertrauen. Dennoch kommen wir weiter.
Es geht auch nicht um Moral, Lohn oder Strafe, auch, wenn wir es hin und wieder so empfinden mögen, einfach, weil wir so zu denken gelernt haben.
In der Natur geht es um das Gesetz des Magnetismus (Anziehung und Abstossung), um Aktion und Re-Aktion.
So, wie die Erde in einem bestimmten Winkel um sich selber und die Sonne rotiert, wie sie auf Mondstand reagiert, die Planzen und Tiere auf Ebbe und Flut und den Tag- und Nachtrythmus reagieren, so reagieren nicht nur unsere Körper, sondern auch die Seelen durch die Zeiten hindurch auf universelle Rythmen und Gegebenheiten.

Karma verläuft absolut folgerichtig, was ich aussende, wird auf bestimmte Weise wirken (auch auf mich übrigens), was ich denke, fühle, wünsche wird Konsequenzen haben, welche auch immer.
"Ein Gedanke ist ein Wesen von Form, Farbe und Gewicht" heisst es - und das ist auch meine tiefe Überzeugung.

Alle Seelen, mit denen ich irgendwann einmal verbunden war, werden für immer auf mich reagieren (und ich auf sie), egal, wieviele Leben und/oder welche Entfernungen zwischen uns liegen.
In welche Familie ich geboren wurde – das ist Karma.
Und mit wem auch immer ich irgendwann einmal verbunden war, wird, in diesem Leben, auf mich und in mir reagieren.
So hat jedes Lächeln, jede Träne, jedes Wort Auswirkungen in die Zukunft, die Vergangenheit und durch die Zeit.

Dasselbe gilt für Freunde, Nachbarn, Kollegen – unabhängig davon, ob sich Freundschaften entwickeln oder oder sich grosse Reibungsflächen, vielleicht sogar Streit, zeigen.
Was ich in mir schmerzen „erlöse“ - erlöse ich auch an den Seelen, die mit diesem Schmerz in Zusammenhang stehen. Ich muss sie in diesem Leben gar nicht kennen. So kann ich z. B. Vorfahren heilen, wenn ich mich heile.

Karma ist so folgerichtig wie eine mathematische oder phsikalische Formel - nüchtern, unbestechlich un konsequent, fast möchte ich sagen "gnadenlos".
 
D

Durga Lal

Guest
… Dann darf ich öfters fragen was welche Wortwahlen für dich bedeuten? Denn die Lehren und die Worte die ich bei dir lese kenne ich in anderer Weise und Verbundenheit. Aber mir geht es nicht darum die rechteren Worte zu finden, sondern wenigstens einen Teil deiner Texte inhaltlich nahe zu empfinden.
Ich weiss auf die Frage, was Wortwahlen bedeuten, keine Antwort @bodhi_.
Das einzige, was ich zu dem Wort "Karma" zu sagen weiss, habe ich auf die Homepage gesetzt.

Ich kann nicht theoretisieren, auch schlecht analysieren.
Ich kann mir nichts ausdenken und nichts vorstellen.
Und Hochgeistiges verstehe ich nicht, es interessiert mich auch gar nicht.

Ich lausche.
Wenn da ein Impuls ist, formuliere ich ihn - dann entstehen solche Sätze.
Ist da kein Impuls, kommt nichts.

"Ich" selber habe nichts zu sagen und auch kein Bedürfnis danach.
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Das ist für mich garnicht so kompliziert. Wenn ich etwas nicht, oder anders verstehe, werde ich dich schlicht fragen. Mehr war da garnicht gefragt. Nur ob es dir recht sei. Moin Moin, liebe @Durga Lal
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Die Tage versuchte ich dahinterzukommen, was Karma mit Dualität zu tun hat, weil das:
Wir denken in Gut und in Böse, in Hell und in Dunkel, in Schwarz und Weiss.
ist für mich Dualität.
Wir nehmen die Pole so wichtig. Um die geht es aber gar nicht. Es geht um den Tanz zwischen ihnen. Diesen Tanz nennen wir Karma. Und er ist dazu da, immer wieder und auf immer neue Weise Gleichgewicht herzustellen. Das ist wie ein Naturgesetz, nüchtern.
Ich fürchte es ist eher ein Kampf zwischen den Polen, ein Hin-und-her-Gerissensein und wenn das aufhört bewegt es sich im Gleichgewicht, in Harmonie mit dem wie es ist, ohne dass das Denken des Mensch in die eine oder andere Richtung zieht, weder dem einen oder anderen zugeneigt, weder das eine oder andere vorziehend bzw ausmerzen wollend.
Es gibt nur immer dann den anderen Pol, wenn sich Mensch auf auf eine Seite stellt. Das Eine kann ohne dem anderen nicht existieren.

Der Kampf zwischen den Polen wird wohl solang fortgesetzt werden, bis der Mensch annehmen kann wies ist, nicht nach dem einen oder anderem neigend wertet.

Wenn ich eine Verbindung herstellen mag von Dualität und Karma,
dann geht es ja vielleicht und überhaupt um Schuld und Unschuld?

Karma hat meiner Ansicht keinen Stellenwert mehr, wo Mensch sich von der Vorstellung von Schuld und Unschuld, Täter und Opfer verabschiedet,
- den Naturgesetzen angepasst lebt?
Ein Baum verliert im Herbst seine Blätter und läst es geschehen, er sagt nicht das Wetter ist schuld und sieht sich nicht als Opfer der Jahreszeiten, wogegen der Mensch, wenn er etwas abzulegen hat, oder „loszulassen“ sich oftmals dagegen sträubt.

Wann begann dies? Schuld und Unschuld? Ist es eine Folge der (Kirchen?-) Mächte, welche die Welt in Himmel und Hölle teilten? Menschen zum Opfer machten um sich zu bereichern?

Karma ist doch Ursache Wirkung?
Und das schwarz/weiß-Denken doch die Folge einer zwei-dimensionalen Sicht auf die Welt würde ich meinen.
Was wäre nun die Ursache einer solchen Sicht?
Und wie wirkt sich solch eine Sicht (karmisch?) aus?
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Yup … Ursache und Wirkung und wir dort mitten drin.

Die bewusstgewordenen Gedanken und Gefühle, ob in guter oder oder böser Richtung, leben aus einen viel viel tiefer liegenden Spiegel heraus. Ich nenne ihn nur Spiegel, es ist natürlich keiner, aber es lebt wie einer. Es simuliert alles was geschieht und dies aber ohne eine Ahnung von Gut und Böse, von Hell und Dunkel, Schwarz und Weiß und all den Jing und Jang Erscheinungen zu kennen.

Die herum und zutiefst verwurzelte Person, in Fleisch, Blut reagiert dann in weiter Außen liegenden Schichten auf Ereignisse und muß diese als positiv oder negativ einschätzen können, weil ansonsten unsere Art nicht mehr leben würde.

Der Spiegel, oder auf Sanskrit, das Atman, kennt keine Dualität und der Baum ist in seiner Art näher am Atman als wir Menschen.

Aber wie Bäume zu werden gehört nicht zum Menschsein. Mit ihnen zu empfinden schon.

Den Spiegel zu erleben, zu erfahren, also nicht nur denkerisch zu umdenken, die Simulation wirklich klar zu erleben, also nicht nur philosophisch zu umkreisen, das Atma zu sein, samt seiner Hüllen, ohne diese abzustreifen oder zu nihilisieren (zu verneinen, herabzusetzen gegenüber dem Atma) ist jedem vergönnt der diesen Geschmack aufnimmt.
 
D

Durga Lal

Guest
Yup … Ursache und Wirkung und wir dort mitten drin. Die bewusstgewordenen Gedanken, ob in guter oder oder böser Richtung besitzen, ja beleben einen viel viel tiefer liegenden Spiegel. Ich nenne ihn nur Spiegel, es ist natürlich keiner, aber es lebt wie einer. Es simuliert alles was geschieht und dies aber ohne eine Ahnung von Gut und Böse, von Hell und Dunkel, Schwarz und Weiß und all den Jīng und Jang Erscheinungen zu kennen................
Magst Du bitte zu dem "Spiegel" etwas mehr sagen? Das interessiert mich.....
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Ah, ich fürchte es könnte unverständlich werden, liebe @Durga Lal, denn Worte sind zumindest für mich grob und ungeeignet davon zu schreiben, oder darüber etwas zu sagen.

Zugleich, auch wenn es mit Worten nicht zu sagen ist lebt es und Zuhörer, oder Leser könnten tatsächlich etwas spüren was dem Spiegel fast nahe anspricht.

Es gleicht einem unvollkommenen Glockengleichnis.

Zwei unterschiedlich gestimmte Glocken. Der Mönch schlägt die eine an und der Novize hört die zweite, hört das Mitschwingen.

Am Atma, ich nenne es bedacht hier im deutschsprachigem Raum, Simulationsspiegel, wirkt etwas vergleichbares.

Du fühlst, mehr oder weniger, und das entspricht schon einer späten Reaktion, das was zuvor all deine äußeren Sinne aufnehmen konnten. Ehe du selbst wahr nimmst, ehe du fühlst, ehe du begreifst was es für dich und die deinigen bedeutet, landet es auf deinen Spiegel, im Atman.

Dort reflektiert wandert es durch dich wie durch Zwiebelschalen, von Innen nach Außen, erste Schalen fühlen inwiefern sie vergleichbares schon fühlten, weitere unterscheiden in „bedrohlich“ und in, „zu vergessendes“ und so sickert es in dein bewusstes Bewusstsein zurück, lässt dich nach und nach erkennen was dir selbst zuvor noch unbewusst war, löst schon Ansetze von Reaktionen aus, die dir in diesem Moment noch nicht einmal bewusst sind, dass so entschieden wurde und du handelst dann weiter wie dir bewusst geworden ist.

Atman, oder der Simulationsspiegel entspricht den Wellen zwischen den beiden oben genannten Glocken. Es ist weder nur in dir, noch nur in Materie. Daher wird es von Neurologen auch nicht entdeckt werden können, egal wie viel Zeit ihnen noch dazu geschenkt werden wird.

Es ist allerdings eben (nur) eine Simulation, das was uns Menschen bewusst wird.

Selbst hatte es mich fast totgeschlagen, als es sich mir erlebbar machte. Es wirkte, als hätte ich alles, auch mich selbst verloren. Alles Gewohnte hat es zerschlagen, obwohl es (nur) meine Wahrnehmungen waren und nicht das was existiert.

Meistens nimmt man nur die Klänge der ersten Glocke wahr, die zweite wird oft zwar mitgehört, aber fast nicht wahrgenommen.

Ich bemerke, ich kann es nicht be- und umschreiben. Sorry

Aber es hat für mich Ursache und Wirkung verändert. Ich bin jetzt und dies nie wieder so wie jetzt. Das genügt. :)

Das Karma scheint nicht mehr das Selbe zu sein. :)
 
D

Durga Lal

Guest
Ah, ich fürchte es könnte unverständlich werden, liebe @Durga Lal, denn Worte sind zumindest für mich grob und ungeeignet davon zu schreiben, oder darüber etwas zu sagen.

Zugleich, auch wenn es mit Worten nicht zu sagen ist lebt es und Zuhörer, oder Leser könnten tatsächlich etwas spüren was dem Spiegel fast nahe anspricht.

Es gleicht einem unvollkommenen Glockengleichnis.

Zwei unterschiedlich gestimmte Glocken. Der Mönch schlägt die eine an und der Novize hört die zweite, hört das Mitschwingen.

Am Atma, ich nenne es bedacht hier im deutschsprachigem Raum, Simulationsspiegel, wirkt etwas vergleichbares.

Du fühlst, mehr oder weniger, und das entspricht schon einer späten Reaktion, das was zuvor all deine äußeren Sinne aufnehmen konnten. Ehe du selbst wahr nimmst, ehe du fühlst, ehe du begreifst was es für dich und die deinigen bedeutet, landet es auf deinen Spiegel, im Atman.

Dort reflektiert wandert es durch dich wie durch Zwiebelschalen, von Innen nach Außen, erste Schalen fühlen inwiefern sie vergleichbares schon fühlten, weitere unterscheiden in „bedrohlich“ und in, „zu vergessendes“ und so sickert es in dein bewusstes Bewusstsein zurück, lässt dich nach und nach erkennen was dir selbst zuvor noch unbewusst war, löst schon Ansetze von Reaktionen aus, die dir in diesem Moment noch nicht einmal bewusst sind, dass so entschieden wurde und du handelst dann weiter wie dir bewusst geworden ist.

Atman, oder der Simulationsspiegel entspricht den Wellen zwischen den beiden oben genannten Glocken. Es ist weder nur in dir, noch nur in Materie. Daher wird es von Neurologen auch nicht entdeckt werden können, egal wie viel Zeit ihnen noch dazu geschenkt werden wird.

Es ist allerdings eben (nur) eine Simulation, das was uns Menschen bewusst wird.

Selbst hatte es mich fast totgeschlagen, als es sich mir erlebbar machte. Es wirkte, als hätte ich alles, auch mich selbst verloren. Alles Gewohnte hat es zerschlagen, obwohl es (nur) meine Wahrnehmungen waren und nicht das was existiert.

Meistens nimmt man nur die Klänge der ersten Glocke wahr, die zweite wird oft zwar mitgehört, aber fast nicht wahrgenommen.

Ich bemerke, ich kann es nicht be- und umschreiben. Sorry

Aber es hat für mich Ursache und Wirkung verändert. Ich bin jetzt und dies nie wieder so wie jetzt. Das genügt. :)

Das Karma scheint nicht mehr das Selbe zu sein. :)
Du kennst die Matroschkas?

Jetzt stelle ich mir vor, dass in der kleinsten und innersten Matroschka ein Ton angeschlagen wird (sagen wir, eine Saite ist darin oder ein Glöcklein, egal, auch egal, wer es anschlägt und wie).
Der Ton wird durch jede Puppe nach aussen getragen, vielleicht nicht mehr hörbar, aber das Holz schwingt mit.
Nun ist der Ton in der kleinsten Matroschka nicht das, was in der äussersten dann schwingt.
Und doch ist es perfekt richtig, ist es das, was, aufgrund der Umstände, in der äussersten Matroschka ankommen kann, das einzige, was sie wahrnehmen (wir nehmen mal an, sie lebt), aufnehmen und woraus sie ihre Schlüsse ziehen kann......
Ist das in etwa, was Du sagen möchtest?

Es ist weder nur in dir, noch nur in Materie.
Wenn wir dasselbe meinen, ist es in Allem, atmet, lebt, webt in und durch Allem - gibt es letztlich nur das....
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Hehe, … nope … ich mochte nicht etwas Sagen, sondern ließ nur zu dir zu Antworten.

Hmm, da kommen wir vielleicht an Grenzen die das Vorstellungsvermögen setzen.

Dann anders.

Der Klang trifft auf den Simulationsspiegel (hier passt schon mal Spiegel nicht) … schreib ich mal „Simulationsfell“ … mitten in der Matroschka ein. Käme er nicht von Außen in die Kleinste hinein, würde auch nichts in ihr schwingen. Allerhöchstens wenn sie jemand auf den heißen Ofen, aus der Feuchte geholt, stellt und ihr eigenes Holz knackte. :ROFLMAO:

Der Klang, den du hörst, ist das was du wahrnimmst, aber nicht das was er ist. Das was du wahrnimmst entspricht (nur) einer Simulation dessen was dir wichtig am Klang ist.

Es kommt weder nur vom eigenen Inneren, noch vom nur Äußeren. Es ist komplett mehr als jeder von uns jeh Wahr nimmt. (Wahr nimmt, absichtlich getrennt geschrieben)
Wenn wir dasselbe meinen, ist es in Allem, atmet, lebt, webt in und durch Allem - gibt es letztlich nur das....
… Ich weiß nicht ob wir das Selbe meinen. Möglich wäre es und hätte damit auch eine gewisse Schönheit. ES scheint alles und noch viel mehr, aber zugleich auch viel weniger, alles und nichts zugleich, nicht nur das was lebt und sich selber bewusst ist, sondern auch das was garnicht weiß existent zu sein. … … …

Es lohnt sich, für mich, nicht nach Worten und Beschreibungen dazu zu angeln. Es geht doch nicht an den Haken und nicht in‘s Netz. :)

Allerdings das persönliche Karma, also Ursache und Wirkung scheint es zu verändern, wenn ES einem sich zeigt.
 
D

Durga Lal

Guest
.........................Es kommt weder nur vom eigenen Inneren, noch vom nur Äußeren. Es ist komplett mehr als jeder von uns jeh Wahr nimmt. (Wahr nimmt, absichtlich getrennt geschrieben)....................
Ich weiss nicht, ob es "innen" oder "aussen" tatsächlich gibt. Das ist unsere Realität - das bedeutet aber nicht, dass es wahr ist.
Und wäre es nicht wahr - dann wäre alles, einfach alles vollkommen anders, als wir es wahrnehmen......
Ja, dass es Karma ändern kann, da bin ich sicher. Vielleicht löscht es das sogar aus.....?
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Hier hätte ich gerne ein breites Buddhalächeln, aber das wäre mir selbst zu aufgesetzt.

Nun, was mir zugänglich, oder auf mich zukommt ist das was mir bewusst ist und Phantasie macht daraus zusätzlich noch die phantastischsten Geschichten, die ich für mich einfach weglassen darf. Was ES wirklich ist weiß ich nicht, dazu bin ich zu klein, meine ich.

Aber das Karma hat es mir gründlich verändert und zwar in der Weise, dass ich nur ein einziges Mal und dies zwar jetzt und das dann nie wieder bin. ;)
 
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