Liebe

Devipati

Member
Es gibt doch unterschiedliche Arten zu lieben. Ein Kleinkind liebt anders als ein alter Mensch, jede Persönlichkeit liebt auf die ihr eigene Weise.
Ob Hunde oder Katzen lieben können hängt m. E. durchaus von der Interpretation (was Liebe für ihn ist) dessen ab, der die Beziehung zum Tier hat.
Krähen können sehr treu und liebevoll sein - in meinen Augen :)
Es wohnt ja auch in jedem Tier eine andere Seele - so, wie auch in jedem Menschen. Und wenn Seelenverwandte sich finden, ist das Liebe - egal, zwischen welchen Spezies......
100% Zustimmung liebe Durga Lal❣
Mich hat in diesem Thread (wie auch sonst häufig im Leben), der Eindruck gepackt, dass zu schnell nach Vorstellungen ge-/beurteilt wird. Kann nicht behaupten, dass ich besonders frei davon bin, trotzdem mag ich versuchen, möglichst lange ohne Beurteilung wahrzunehmen....bin mir sicher: ich werde noch auf einige Überraschungen stossen? allseits einen schönen Tag wünscht Devipati
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Es gibt doch unterschiedliche Arten zu lieben. Ein Kleinkind liebt anders als ein alter Mensch, jede Persönlichkeit liebt auf die ihr eigene Weise.
Ich denke nicht so ;)
Nicht dass ein Kleinkind anders liebt als ein erwachsener Mensch, sondern nur die jeweils gegebenen Möglichkeiten wie die Liebe zum Ausdruck gebracht werden kann verschieden sind.

Ist es wirklich anders deine Liebe als Kind zu heut tief in dir?
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
:)

Nun ist es nicht so, dass die Liebe eines jeden Kindes unbedarft, frei heraus, heißt absichtslos und ohne Bedingung ist?

Na bis zu einem gewissen Punkt, wo vielleicht bemerkt wird, dass Erwachsene, Reife? so manch Bedingung stellen damit ein Mensch Liebe empfangen darf.

Und nun lernt das Kind es ebenso, bis vielleicht eines Tages der erwachsene Mensch bemerkt, dass er damit nicht die Liebe erfährt die er sich wünscht.

Wie auch wenn sich in dieser Quelle einiges an Müll angesammelt, welche von Erwachsenen vorgelebt wurden, und manch eine Kerbe auf dessen Grund entsteht weil ein Kind so offen, vertrauensvoll und damit verletzlich ist, später zuweilen eine Kraterlandschaft hinterlassen und damit den freien Fluss aus dieser (einen) Quelle verhindern.

Nicht jeder Mensch schafft es diese Quelle in sich selbst wieder freizulegen...
 
D

Durga Lal

Guest
:)

Nun ist es nicht so, dass die Liebe eines jeden Kindes unbedarft, frei heraus, heißt absichtslos und ohne Bedingung ist?
Nein. Ist es nicht. Ein Kind ist abhängig - und zwar davon, geliebt und genährt zu werden. Sonst stirbt es. Es hat gar keine Wahl. Für das ganz kleine Kind (Säugling) gibt es auch nur die Welt derer, die ihn umsorgen und deren "Gesetze" und innere Einstllungen. Die saugt es auf. Er hat keine Wahl.
Ich schon.

......Nicht jeder Mensch schafft es diese Quelle in sich selbst wieder freizulegen...
Aber das liegt dann oft an ihm selber. Er muss wählen (und wird wählen) zwischen sich (und damit dem SichLösen von allem Vertrauten und aller Sicherheit) und dem Bekannten, Vertrauten.
Ein kluger Mann sagte einmal: "Das vertraute Unglück wird dem unvertrauten Glück oft vorgezogen."
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Nein. Ist es nicht. Ein Kind ist abhängig - und zwar davon, geliebt und genährt zu werden. Sonst stirbt es. Es hat gar keine Wahl. Für das ganz kleine Kind (Säugling) gibt es auch nur die Welt derer, die ihn umsorgen und deren "Gesetze" und innere Einstllungen. Die saugt es auf. Er hat keine Wahl.
Ich schon.
Nun, sobald ich wähle, mache ich etwas abhängig davon was mir Gutes verheißt, also stelle ich doch Bedingungen, das was ich liebe muss mir gut tun oder nützen, oder ich liebe nur das, was mir gut tut und mir Glück verspricht?
Ein Kind tut das nicht.

Und lässt Liebe überhaupt eine Wahl?

Ein kluger Mann sagte einmal: "Das vertraute Unglück wird dem unvertrauten Glück oft vorgezogen."
Würdest du das an einem Beispiel näher beschreiben? Ich steig nicht dahinter wie und was damit gemeint ist, sorry.
 
D

Durga Lal

Guest
......
Würdest du das an einem Beispiel näher beschreiben? Ich steig nicht dahinter wie und was damit gemeint ist, sorry.
Eine Frau ist in einer unglücklichen Ehe.
Aussteigen würde bedeuten, endlich einmal sie selber werden zu können, die Chance hatte sie, auch als Kind nicht.
Es würde auch bedeuten, das eigene Weltbild, das Selbstbild, das der Eltern vollkommen verändern zu müssen. Da bleibt dann kein Stein auf dem Anderen.
Bleiben würde bedeuten, nichts zu verändern. Alles bliebe, wie es ist. Sie ist unglücklich, aber sie kennt sich darin aus. Das ist vertraut. Sie kennt die "Regeln".
Und dann bleibt sie. Das vertraute Unglück zieht sie einem unvertrauten Glück vor.
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Eine Frau ist in einer unglücklichen Ehe.
Aussteigen würde bedeuten, endlich einmal sie selber werden zu können, die Chance hatte sie, auch als Kind nicht.
Es würde auch bedeuten, das eigene Weltbild, das Selbstbild, das der Eltern vollkommen verändern zu müssen. Da bleibt dann kein Stein auf dem Anderen.
Bleiben würde bedeuten, nichts zu verändern. Alles bliebe, wie es ist. Sie ist unglücklich, aber sie kennt sich darin aus. Das ist vertraut. Sie kennt die "Regeln".
Und dann bleibt sie. Das vertraute Unglück zieht sie einem unvertrauten Glück vor.
Danke für dein Beispiel :)

Dennoch, wenn ein Mensch, in diesem Fall die Frau nie etwas Glück erfahren, ist das was sie seit je her erlebt normal und wird nichts in Frage stellen können.
Erst dann, wenn sie liebevollen Umgang erfährt, wird ihr möglich sein etwas zu verändern. Vorher wird ihr nie in den Sinn kommen, dass es auch ein anderes Leben geben kann.

Viele Menschen sind lang in Beziehungen und glücklich, bis dann etwas geschieht, was ihr bisheriges Weltbild trotzdem erschüttert.
Ich mein hier die ganzen SV-Geschichten die endlose Seiten in anderen Foren füllen...
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Was mich tief berührt und bewegt...

...die Liebe einer Mutter, welche ihrem Kind Vertrauen und Sicherheit gab, an ihr Kind glaubte trotz dessen Handycaps und dadurch ihm ermöglichte sein Talent zu entfalten.

Warum soll Vertrauen und Sicherheit losgelassen werden, wo doch erst dadurch möglich wird "Großartiges" zu vollbringen, wenn es in andere gelegt?
Zumindest ist auch nur dann möglich, dass ein anderer Mensch dies in und für sich selbst finden kann, auf dem Weg ins eigene unabhängige Leben.

Das zu ermöglichen bedeutet für mich u.A. zu lieben...

So paradox es auch klingen mag, Vertrautes und Sicherheit im Außen loslassen, kann erst dann geschehen, wenn Vertrauen und Sicherheit in sich selbst, durch die Liebe anderer gefunden wurde.

Die Frau in deinem Beispiel @Durga Lal hat wohl niemals Vertrauen in sich erfahren dürfen, somit nicht entwickeln können, sie wird auch kaum einem Menschen vertrauen können, der ihr Wege aufzeigt aus ihrer Misere hinauszukommen.

Vertrauen ist der Grundstein dafür dass überhaupt Liebe entstehen kann, würde ich meinen und Vertrautes lässt einen Menschen sich wohlfühlen.
Räum einem Messi die Wohnung auf und er wird sich darin fremd fühlen, nicht heimisch.

Ich weiß Vertrautes und Vertrauen sind verschiedene Dinge, aber Beides gibt Sicherheit, was ich als Halt nenne, besonders wenn das Leben mal trübe oder dunkle Tage bereithält.
Ansonsten wenn nichts davon mehr da, wird es schwierig sein solche Zeiten zu überleben und für manche Menschen gehts halt nur ums Überleben.

Dann ist selbst ein stark beschädigte Strohhalm vielleicht das einzige wonach ein Mensch greifen kann.
 
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