Lustige Träume

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Da heute ein Thread mit dem Titel Alpträume eröffnet wurde viel mir auch einer dazu ein, aber zugleich ein lustiger noch dazu.

Er geschah so in etwa zum sechten Lebensjahr. Wir, also meine zwei Schwestern und ich, wir litten ein wenig am Umziehen in ferne fremde Länder. Aber wo unsere Eltern arbeiteten mussten wir eben mit hin.

Der lustige Traum

Mit sechs war ich im Vergleich mit anderen Jungen noch recht klein und etwas mager. So auch im Traum. Dort fand ich mich selbst mitten im dicksten Menschengedrängel wieder. Alle waren allerdings, wie auch ich nackt. Das machte mir nichts aus, aber dieses Gedrängel, ja Geschupse und das ich nicht mal meine Arme, der Enge wegen heben konnte schon. Kaum zu erkennen, eher zu erspüren war weißgelblicher Eieruhrensand unter meinen Füßen. Wenn es mir gelang nach Oben zu schauen, sah ich die nich stillstehenden Kinnladen, aus dessen darüber liegenden Mund ein ständiges Gemurmel kam. Allerdings sprach keiner mit irgendwem, vielmehr jeder murmelte vor sich hin. Ich sah nur ein einziges Mal ein Kind, ein Mädchen, etwas älter als ich. Diese wurde aber hinweg gedrängelt und ich sah sie nicht wieder. Alles Erwachsene. Sie und ich nackt. Drängelnd und schiebend. So eng, dass ich meine Füße hätte kurz heben können, wenn genügend Raum dafür gewesen wäre und dabei wäre ich, für Momente, nicht einmal zu Boden gerutscht, da die eng drängenden Körper, der Enge wegen, meinen nicht so schnell herunterrutschen hätten lassen.

Der Booden war plan, also flach und gerade. Keine Mulden, oder Hügel.

Plötzlich stieß mein linker Fuß an etwas und meine Zeh tat ziemlich weh. So gut es ging, schaute ich an mir herunter, aber es war irgendwie nichts zu sehen. Das Gedrängel hatte keine Zeit für mein Anstoßen und schob mich weiter. So stolperte ich, vom Fußgefühl her, auf etwas wie einen kühlen Glaskasten. Es drängelten die um mich sich Bewegenden weiter, ohne zu achten was dem Nachbarn und mir gerade geschieht. Ich mußte notgedrungen mein zweites Bein auf den glaskühlen Kasten ziehen. Eins, zwei, drei, schoben es mich weiter und ich geriet irgendwie von einer auf eine andere Stufe. Aber es war keine Zeit zum Nachdenken und Ergründen. Es ging einfach weiter.

Nun waren meine Augen auf Höhe der der Erwachsenenaugen. Mein Brustkorb ward gedrückt an des eines erstaunten mannes Brust und ich spürte seinen aufgeregten Herzschlag und auch ich den Meinigen. Es drängelte weiter. Einerseits waren sie es selbst und andererseits war es das Gedrängel, was sie und mich weiter schob. Einige blickten mich vorwurfsvoll an und andere waren mit sich selbst beschäftigt, in sich gesunken dahintreibend.

Ich sah, dass die Stufen unsichtbar waren und von den Anderen durchlaufen wurden als gäbe sie, die Stufen, nicht. Ich tastete nun mit meinen Händen, da diese immer mehr Freiheit bekamen, tastete zwar eher panisch, als interessiert, ob es noch mehr Stufen gäbe und in welche Richtungen sie führten.

Es ging Aufwärts und ich sprang eher als ich stieg hinauf. Es wollten zwei drei Arme nach meinen Fesseln greifen, wahrscheinlich mich herunterholen wollend und dort hinstrecken wollend wo ich ihrer Meinung hingehörte. Ich entkam und damit sogar ihren Blicken. Als ich aus ihren Greifreichweiten war, schauten sie auch nicht mehr nach mir.

Nach Unten wollte ich nicht mehr. Erst jetzt wurde es für mich lustig. Interesse, Neugier wachten auf. Ich stieg höher und höher und dachte selbst nicht an die die da untern waren, schaute nicht einmal zurück. Zunächst nicht.

Dann doch, ich schaute zurück. Und mir wurde mulmig im Magen. Ja fast ein Erbrechen deutete sich krampfhaft an. Denn ich sah die schier unendlichen Massen. Kopf an Kopf, tanzend wie ein Bienenschwarm auf deren Waben. Bis zum Horizont, nur wabernde Köpfe. Es schien kein Ziel zu haben und auch weniger ein Tanz von Informationen zu sein. Es wirkte auf mich wie das größte Fragezeichen.

So stieg ich weiter hinauf, kam in die Nähe von Wolken, durchstieg diese, durchstieg das Blau vom Himmel und sah unvermittelt auf Zeichen.

Das war einfach ein lustiger Traum. :cool:
 
D

Durga Lal

Guest
Da heute ein Thread mit dem Titel Alpträume eröffnet wurde viel mir auch einer dazu ein, aber zugleich ein lustiger noch dazu.

Er geschah so in etwa zum sechten Lebensjahr. Wir, also meine zwei Schwestern und ich, wir litten ein wenig am Umziehen in ferne fremde Länder. Aber wo unsere Eltern arbeiteten mussten wir eben mit hin.

Der lustige Traum

Mit sechs war ich im Vergleich mit anderen Jungen noch recht klein und etwas mager. So auch im Traum. Dort fand ich mich selbst mitten im dicksten Menschengedrängel wieder. Alle waren allerdings, wie auch ich nackt. Das machte mir nichts aus, aber dieses Gedrängel, ja Geschupse und das ich nicht mal meine Arme, der Enge wegen heben konnte schon. Kaum zu erkennen, eher zu erspüren war weißgelblicher Eieruhrensand unter meinen Füßen. Wenn es mir gelang nach Oben zu schauen, sah ich die nich stillstehenden Kinnladen, aus dessen darüber liegenden Mund ein ständiges Gemurmel kam. Allerdings sprach keiner mit irgendwem, vielmehr jeder murmelte vor sich hin. Ich sah nur ein einziges Mal ein Kind, ein Mädchen, etwas älter als ich. Diese wurde aber hinweg gedrängelt und ich sah sie nicht wieder. Alles Erwachsene. Sie und ich nackt. Drängelnd und schiebend. So eng, dass ich meine Füße hätte kurz heben können, wenn genügend Raum dafür gewesen wäre und dabei wäre ich, für Momente, nicht einmal zu Boden gerutscht, da die eng drängenden Körper, der Enge wegen, meinen nicht so schnell herunterrutschen hätten lassen.

Der Booden war plan, also flach und gerade. Keine Mulden, oder Hügel.

Plötzlich stieß mein linker Fuß an etwas und meine Zeh tat ziemlich weh. So gut es ging, schaute ich an mir herunter, aber es war irgendwie nichts zu sehen. Das Gedrängel hatte keine Zeit für mein Anstoßen und schob mich weiter. So stolperte ich, vom Fußgefühl her, auf etwas wie einen kühlen Glaskasten. Es drängelten die um mich sich Bewegenden weiter, ohne zu achten was dem Nachbarn und mir gerade geschieht. Ich mußte notgedrungen mein zweites Bein auf den glaskühlen Kasten ziehen. Eins, zwei, drei, schoben es mich weiter und ich geriet irgendwie von einer auf eine andere Stufe. Aber es war keine Zeit zum Nachdenken und Ergründen. Es ging einfach weiter.

Nun waren meine Augen auf Höhe der der Erwachsenenaugen. Mein Brustkorb ward gedrückt an des eines erstaunten mannes Brust und ich spürte seinen aufgeregten Herzschlag und auch ich den Meinigen. Es drängelte weiter. Einerseits waren sie es selbst und andererseits war es das Gedrängel, was sie und mich weiter schob. Einige blickten mich vorwurfsvoll an und andere waren mit sich selbst beschäftigt, in sich gesunken dahintreibend.

Ich sah, dass die Stufen unsichtbar waren und von den Anderen durchlaufen wurden als gäbe sie, die Stufen, nicht. Ich tastete nun mit meinen Händen, da diese immer mehr Freiheit bekamen, tastete zwar eher panisch, als interessiert, ob es noch mehr Stufen gäbe und in welche Richtungen sie führten.

Es ging Aufwärts und ich sprang eher als ich stieg hinauf. Es wollten zwei drei Arme nach meinen Fesseln greifen, wahrscheinlich mich herunterholen wollend und dort hinstrecken wollend wo ich ihrer Meinung hingehörte. Ich entkam und damit sogar ihren Blicken. Als ich aus ihren Greifreichweiten war, schauten sie auch nicht mehr nach mir.

Nach Unten wollte ich nicht mehr. Erst jetzt wurde es für mich lustig. Interesse, Neugier wachten auf. Ich stieg höher und höher und dachte selbst nicht an die die da untern waren, schaute nicht einmal zurück. Zunächst nicht.

Dann doch, ich schaute zurück. Und mir wurde mulmig im Magen. Ja fast ein Erbrechen deutete sich krampfhaft an. Denn ich sah die schier unendlichen Massen. Kopf an Kopf, tanzend wie ein Bienenschwarm auf deren Waben. Bis zum Horizont, nur wabernde Köpfe. Es schien kein Ziel zu haben und auch weniger ein Tanz von Informationen zu sein. Es wirkte auf mich wie das größte Fragezeichen.

So stieg ich weiter hinauf, kam in die Nähe von Wolken, durchstieg diese, durchstieg das Blau vom Himmel und sah unvermittelt auf Zeichen.

Das war einfach ein lustiger Traum. :cool:
Ich hätte den nicht lustig gefunden. Aber es ist ein interessanter und letztlich schöner Traum :)
 
Oben