Texte, von mir geschrieben

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
einfach so
stille Beobachtung
Gedanken klar
Drachen am Himmel

Wolken gleiten
es verfängt nichts
gelegentliche Windstöße reiten
dieses und jenen
direkt im Himmel
fällt vom Kopf auf Astauflagen

wenn deine Gedanken durstig sind …
Libellen auf Meereshöhe gleiten

der Fluss folgt stets dem eigenen
kein Widerstand, keine Kritik
einfach und schlicht akzeptiert
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Als ein kleiner Asiate, so etwa sechs, oder sieben Jahre jung in die westliche Welt geriet, da fragte ihn ein Pädagoge, „Sag mal, gehst du schon zur Schule?“ „Ja.“, antwortete der kleine Asiate und ergänzte, „Und dies mache ich ich seit ich mich erinnern kann.“ „So so. Kennst du denn schon die sieben Weltwunder?“, fragte der Pädagoge, oder auch Lehrer genannt. „Nun, du bringst glaube anderen Kindern bei, dass die sieben antiken Weltwunder die hängenden Gärten der Semiramis zu Babylon, der Koloss von Rhodos, das Grab des Königs Mausolos II. zu Halikarnassos, der Leuchtturm auf der Insel Pharos vor Alexandria, die Pyramiden von Gizeh in Ägypten, der Tempel der Artemis in Ephesos und die Zeusstatue des Phidias von Olympia gewesen sein sollen und dass Heute noch viele weitere Weltwunder die inzwischen Verschwundenen ersetzten und die noch existierenden ergänzten.“

„Aber die naheliegenden und wesentlichen Weltwunder hast du glaube noch nicht wirklich vornan gelehrt. Und zwar die Weltwunder des Sehsinnes, den Geruchssinnes, den Gehörsinnes, den Tastsinnes, den Geschmackssinnes, den Bewegungssinnes und den Gleichgewichtssinnes. Ohne diese würde niemand überhaupt Wunder wahrnehmen und auch nichts großartiges gestalten. Du scheinst sehr klug und sehr vernünftig zu sein. Das Herz, oder unser Gefühl erkennt allerdings oft schneller das Näherliegende.“, endete der kleine Asiate und entschuldigte sich, da er nun mit anderen Kindern spielen mochte.
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Der der sich selbst Bodhi nannte erlebte wie gewohnt, dass er ganz und gar Mensch war. Ihm kam damals oft in den Sinn jemand anderes gewesen zu sein. Er lebte mit den Bön in Tibet, viele jahrzehntelang und identifizierte sich selbst irgendwann als Solchen, lernte später, dass andere ihn als Schamanen sahen, erlebten und entwickelte selbst dazu ein eigenes Vertrauen, so jemand zu sein.

Doch 2019 erinnerte er sich an Zhuang Zhou und dessen Verwirrung, die ihm einem Traum anhing, in dem er erlebte ein Schmetterling gewesen zu sein, der sich nicht im geringsten erinnerte was und wer Zhuang Zhou sei. Nach dem Erwachen, aus diesen Traum, wäre er sich nicht mehr so sicher und zwar ob er nun ein träumender Schmetterling sei, der nur träumen würde Zhuang Zhou zu sein und sich soeben an sein wirkliches Schmetterlingsein erinnere, oder es sich umgekehrt verhalten würde.

Da der der sich Bodhi nannte das luzide Träumen, das Wachträumen erlernte und komplett beherrscht begab er sich selbst in einen Traum und erlebte sich selbst als Schmetterling, als einen Schmetterling, der hin und her flatterte, wie es ihm soeben da und dorthin bewegte, in Übereinstimmung im Schmetterlingsein. Da war allerdings Wissen wach dennoch Mensch zu sein und eben dies nur träumend zu träumen und zwar ein Schmetterling zu sein.

Die buddhistische Lehre, die lehren würde, dass Bewusstsein eine Art Traum entspräche und es daraus ein traumfreies Erwachen gebe, bringt mich zum Schmunzeln und das deshalb da mein Wachzustand zwar dem Traumzustand gleicht, ja sogar ein Selbes ist, sich allerdings im Traum und im Wachzustand anders Verhält, also während des Traumes von vielem löst, bzw. während des Wachsein’s sich etwas mehr mit der Umwelt abstimmt.

Ehrlich geschrieben bin ich froh zu wissen und stets zu erfahren wann ich träume und wann ich wach bin, was ich träume und wer ich wirklich bin.

Ein wenig, also nur ein bisschen macht es mich traurig, wenn ich Menschen begegne die noch suchen wer sie seien. Etwas mehr macht es mich traurig, wenn ich Menschen begegne, die sich sicher sind weniger, oder mehr, oder wenigstens wer anderes zu sein und das Erfahren wer sie wirkliche seien irgendwann noch zu erfahren wünschen. Am meisten macht es mich traurig, wenn Menschen sich selbst als etwas und als jemanden anderen erfahren als sie wirklich sind, sich entsprechend verhalten und entsprechend leben.

Selbst bin ich am Leben und wie ich mich und andere mich nennen, oder erkennen, das verweht mir selbst fröhlich im Wind.
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Ich lauschte eben mit Dank deiner Erzählung und fand darin Parallelen zu meinem heut zuvor aufgeschriebenen Worten.
Ich weiß nur nicht, ob mich das (heut noch) traurig macht. Jeder Mensch muss seinen Weg gehen, da sind Irrungen und Wirrungen normal und auch wichtig, denn oft ist es doch so, dass die Erkenntnis in einer Sackgasse zu landen erst das erkennen lässt was für einen gut, was hinderlich und dabei der Mensch sich mehr und mehr selbst erst kennenlernen kann.
LG
Ein wenig, also nur ein bisschen macht es mich traurig, wenn ich Menschen begegne die noch suchen wer sie seien. Etwas mehr macht es mich traurig, wenn ich Menschen begegne, die sich sicher sind weniger, oder mehr, oder wenigstens wer anderes zu sein und das Erfahren wer sie wirkliche seien irgendwann noch zu erfahren wünschen. Am meisten macht es mich traurig, wenn Menschen sich selbst als etwas und als jemanden anderen erfahren als sie wirklich sind, sich entsprechend verhalten und entsprechend leben.
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Soeben komponierte ich ein sehr einfaches Klavierstück und spielte meine nordamerikanische Flöte dazu. Angeregt wurde ich von einem Video einer guten Freundin auf den Philippinen. Darauf war ihr etwas über ein Jahr junges Kind zu sehen, welches auf Klaviertasten drückte und vielleicht Pianistin spielte.
Also spielte ich ein Lullaby, schickte es Richtung Davao und die Mutter und ihr Mann schalteten eine Liveübertragung, womit sie mir die kleinen glänzenden Augen zeigten, während sie lauschend tatsächlich einschlief.:sleep:
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Die Momente, in denen meine Kinder nach meist turbulenten Tagen friedlich einschliefen waren jedes Mal wie ein Geschenk an mich.
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Manchmal ist das Lebens nicht so wie es einem gut täte und manchmal ist es nicht einfach es so anzunehmen wie es ist.
Bis dies soweit ist, wird der Mensch wohl unter den Umständen leiden.
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
Selten gibt es
keinen
Rückzugsort.

Dieser muß nicht immer
räumlich,
oder zeitlich
sein.

Innenwelt

Gut scheint es zu werden
mitten im Handeln,
ohne Beleuchten
des Leides.

Abwenden vom Leiden,
mit Taten
und
Handeln.​
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete

天使的踪影 (Spur eines Engels)

Die Geschichte, hinter dieser Flötenweise, stammt aus dem alten China und von einem wunderschönen Mädchen, Namen’s Lian-Hua, also blühender Lotus, die im zwölften Sommer ihres Leben’s entführt wurde. Zur Zeit ihrer Entführung war Lian’s Vater Cho, ein Musiker und Instrumentenbauer mit seinem Engelchen von Tochter Lian-Hua auf Handelsreisen, um auf dem Hof des großen Kaiser’s Flöten und andere Musikinstrumente zu verkaufen, die er zuvor mit seiner Frau und Tochter hergestellt hatte. Der Entführer Chin war ein reicher und mächtiger Sohn eines chinesischen Botschafter’s. Chin war zwar schon viel älter als Lian, aber er beobachtete sie schon eine geraume Zeit lang, während sie mit ihrem Vater in dessen östlichen Land zum Handel war und in ihm wuchs ein Verlangen nach Besitz dieses Mädchen,s. Also plante und organisierte er eine Entführung.

Für die Rückkehr, zurück in ihr heimatliches, westliches Land bezahlte Chin einige Söldner aus der Armee des großen Kaiser‘s, um Lian-Hua und ihrn Vater beschützt Nachhause reisen lassen zu können. Wie geehrt Lian’s Vater sich fühlte, für die freundliche Geste des Chin, wenig wissend was das heimtückische Motiv von ihm dabei war.

Zum Sonnenaufgang, also zur Zeit der Heimreise war aber Lian spurlos verschwunden, war nirgends mehr aufzufinden. Im Schutz der Nacht waren Chin's Söldner und Chin selbst, zum Schein, geknebelt und gefesselt worden und Chin ließ währenddessen Lian ebenfalls gefesselt in sein Haus bringen.

Tagelang suchte ihr Vater, Chin und die Söldner vergeblich nach Lian und trauerten nach und nach, mehr und mehr, da Chin's Söldnern und insbesondere Chin selbst, die ja nur so hilfreich taten, da sie allzu gut vom wahren Verschwinden Lian-Hua wussten und verlogen meinten, dass Lian gewiss nicht mehr am Leben sei. Nicht wissen könnend was mit Lian-Hua wirklich passiert war trat der Lian’s Vater Cho, mit gebrochenem Herz wiederwillig die Heimreise an.

Es vergingen viele Jahre in‘s Land, in denen die Mutter von Lian nie mehr lächelte, keine Musik im und vor‘m Haus erklang.

In diesen Jahren wurde aber Lian-Hua in Wahrheit dennoch schöner und schöner, nachdem sie in‘s Haus von Chin kam.

Chin versuchte jahrelang, die Liebe von Lian-Hua zu gewinnen, aber sie vergaß ihre Entführung selbsterklärend nicht, lehnte ihn ab und dachte verzweifelt nur an ihre Familie, an ihr Land im Westen, an alles was sie verpasst und verloren hat.

Chin wurde bald frustriert und sperrte Lian-Hua, zur Bestrafung in sein Gefängnis ein. Chin glaubte Lian-Hua zwar sehr zu lieben, aber ihre Zuneigung konnte er selbstverständlich nicht erlangen. Bald wurde er sogar sehr verbittert deshalb, trank sehr viel und viel zu oft.

Als Lian-Hua bereits lange gefangen gehalten ward, besuchte er sie in einer Vollmondnacht, schwer betrunken, sehr wütend und lallte, "Ich brachte dich in der Hoffnung in mein Haus, um dir ein besseres Leben zu ermöglichen, machte dich sogar zu meiner Frau und doch, du bist es die undankbar ward!", sagte Chin schnaufend, griff nach seinem Messer, als wolle er zustechen. Lian-Hua, tief unten hockend, an den Boden gekettet, sah langsam und traurig zu Chin auf. Ihr zauberhaft schönes Gesicht strahlte mit dem Licht des blutroten Mondes, der durch das Gefängnisfenster sein Licht streute.

"Warte!" sprach Lian zitternd. „Erinnere und besinne dich, dass ich hierher gebracht, gefangengenommen von deinem Willen wurde. Mein Zuhause, meine Familie ist jenseits der Berge, im Westen, aber doch nicht hier bei dir. Du hältst mich wie einen Vöglein im schmutzigen Käfig gefangen, damit ich dich eines Tages lieben möge.“

Chin öffnete bemüht seine Augen etwas mehr, hielt aber immer noch sein Messer in der Hand, als Lian-Hua mutig anhob weiterzusprechen.

„Du bist der Chin, der sich selbst in sich selbst gefangen hält. ... Denn, solange ich hier festgehalten werde, werde ich dich niemals lieben ... niemals. Das sollte ein edles Herz doch verstehen. … Lass mich endlich frei und Nachhause reisen.“ Und noch mehr Tränen schwollen dick in ihren Augen. Es waren genau diese Worte, die Lian-Hua sprach, die auch einen anderen Verkauf hätten anregen können, die aber zugleich Chin noch mehr erzürnten, so dass er schrie, „Wenn du mich somit nie lieben kannst, wird es auch niemand anderes jemals tun können!“ Damit führte Chin ungestüm sein Messer und schnitt tief in die rechte Seite von Lian’s wunder wunderschönem Gesicht.

Aus dem Schreck heraus folgte ein Gerangel, zwischen den beiden und zwar als Lian verzweifelt versuchte ihn abzuwehren und Chin im Kampf plötzlich spürte, wie die Klinge seines Messers all zu leicht in ihr Herz eindrang. Im Überlebenskampf stieß Lian-Hua ein keuchendes „Ach Mutter ... ach Vater!“ aus und fiel dann langsam, aber leblos zu Boden.

Just zur selben Sekunde, in selbiger Nacht, im Cho‘s Haus erwachte Lian‘s Mutter Mei schweißgebadet aus einen Alptraum. Im Traum hörte sie ihre Tochter bitterlich rufen und Mei fühlte wie Mütter fühlen, dass ihr Kind in tiefster Not ist. Mei stand auf und rannte nach Draußen, sah sich um und rief flehentlich ihre Tochter. "Lian-Hua, Lian-Hua, mein blühender Lotos, wo bist du nur? Was geschieht dir?" Mei irrte ruhelos umher, so dass keiner sie aufhalten oder trösten hätte können. „Meine über alles geliebte Tochter.“ wimmerte bitterlich die Mutter Mei, bis sie endlich völlig erschöpft auf die Knie niedersank.

Dann wurde ihr allmählich klar, dass es gar kein gewöhnlicher Traum war, betete zu den Geistern, aus dem törichten Leben heraus. Zu ihrem Innersten bemerkte sie genau über sich etwas und schaute zum Himmel auf, sah eine vom Osten kommende und nach Westen fliegende Sternschnuppe, mit einer leichten schimmer Spur hinter sich her ziehend, die sich langsam wieder auflöste.

Im alten China ist dies als *Eine Spur von Engeln* bekannt, irgendwie.

Lian-Hua’s Mutter Mei wusste zutiefst, dass sie ihre Tochter nun loslassen, freilassen durfte, denn Lian war nun endlich in der anderen Welt angekommen.

Am Tag darauf nahm Vater Cho seine Flöte und spielte genau diese Flötenweise, zur Erinnerung an seine Tochter Lian-Hua, sein Lotus, sein Engelchen, der von da an nun für immer blüht.
 

Idealist-Träumer

Astrologiemoderator
Teammitglied
Zumindest die Geschichte ist traurig...
leider auch dass Menschen oft zu mehr oder weniger starken Racheakten sich hinreißen lassen, wenn sie die Liebe eines anderen nicht erhalten.
 

bodhi_

der den bodhi_ selbst tötete
geliebte liebe
tödliche rache

lächeln im leben
nicht immer

wer zweifeln könne käme gewissheiten näher
sagen manche


andere erkennen am zweifel die schwäche im glauben
und glauben ihr glauben sei wissen


vertrauen

da wo es lebt
scheint näher an einer
liebe zu leben
öfters zu verzeihen


und viel
frei zu belassen
 
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