Dem Geist eines Lebenden begegnen

Apfelkern

Member
Dann lass ich noch einen Gedanken zum Thema da:

Dem Geist eines Lebenden zu begegnen ist nicht das gleiche, wie die Person anzureisen oder telepathisch zu kontaktieren.
 

Apfelkern

Member
Ich versuch mal, dies aus neoschamanischer Perspektive zu erklären:

Dem Geist eines Lebenden begegnet man bei Reisen in die obere Welt, also dort wo die Neoschamanen den Göttern, Lehrern, aufgestiegenen Meistern, usw. begegnen.

Es wäre eventuell vergleichbar mit dem Kontakt zum eigenen Höheren Selbst oder der Seelenebene bei der Meditation. Da erkennt man sich selbst ja auch nicht immer und je nach Anteil nimmt man sich gar als etwas Fremdes wahr.

Der Charakter, wenn man dem Geist einer weit entwickelten Person begegnet, ist bei der Begegnung entsprechend ganz anders als im Alltag.
Das kann zu Verwirrung führen.

Jemand anreisen (oder auch telepathische Kontakte) geschieht für Neoschamanen normalerweise in der mittleren Welt. Die Person ist hier normalerweise so, wie man sie vom Alltag her kennt. Ausser man steuert direkt die Astralebene an, aber auch dort ist zumindest der Charakter identisch zum alltäglichen Charakter.

So stellt es sich mir aus neoschamanischer Sicht dar.

Aus rein energetischer Sicht empfinde ich bei Kontakt zu Wesen der oberen Welt einen starken Fluss kosmischer Energie. Körper und Geist geraten dabei in sonderbare Zustände, manchmal wie wenn sie sich ganz auflösen würden und manchmal entsteht spirituelle Ekstase.

Ich weiss nicht, ob ihr etwas mit dieser Beschreibung anfangen könnt. Besser kann ich es momentan jedoch nicht beschreiben.
 

Ingwio

Hexer
Danke für deine Beschreibung.

Ich bin ja in einer christlichen Welt aufgewachsen, also ungefragt getauft worden. Auch dort begegneten mir schon als Kleinkind drei Welten. Himmel, Erde und Hölle. Irgendetwas störte mich als Jugendlicher daran. Anfangs habe ich mich mit den nordisch mythologischen Vorstellungen beschäftigt, um aus den christlichen Vorstellungen zu entkommen. Aber auch diese war nur eine Theorie, da zu viel von der nordischen Mythologie verloren gegangen war. Danach fand ich zu den Schamanen. Na gut, zum Neoschamanismus, wenn das hier so genannt werden möchte.
Allerdings begegneten mir dort so viele sonderbare Menschen und so verschiedene Vorstellungen. Krafttiere, australes Reisen und immer wieder drei Welten. Diese drei Welten entsprachen mir stets Mixturen von uramerikanischen, hellenistischen und nahöstlichen Vorstellungen.

Ich lernte das ich meine Spiritualität und mein Erkennen unbewusst je nach Vorstellungen ausrichtete.

Dann tauchte mir dieser bodhi auf und der schrieb etwas vom töten der eigenen Vorstellungen. Das beeindruckte mich stark, weil auch ich ein Hexer wurde der mit Vorstellungen nichts mehr zu tun haben wollte.

Inzwischen bin ich für mich ein Wesen in einer Welt, habe das mir eigene völlig Unbewusste, das Unterbewusste und das momentan Bewußte entdeckt. Je nach dem wohin sich mein Sein hinziehen lässt erlebe ich verschiedene und sich voneinander unterscheidende Erlebnisse, die ich dann als verschiedene Welten benennen könnte, es aber nicht mehr mache. Die Welt und ich sind eines und das Meiste davon wird mir immer verborgen bleiben.

Götter, spirituelle Meister, Erleuchtete und diese in einer höheren, mittleren, oder unteren Welt existieren für mich nur noch mitten in diesem Leben, in dieser Welt und in meinen eigenen inneren Erfahrungen.

Aber aus neoschamanischer Sicht hast du es glaube treffend geschildert.
 

Apfelkern

Member
Aber aus neoschamanischer Sicht hast du es glaube treffend geschildert.
Danke, ich habe versucht, das potentielle Erleben anhand einer gängigen Modellvorstellung darzustellen.

Soweit ich bisher Schamanen einschätze, dient ihnen die Modellierung der Welt und das Arbeiten mit entsprechenden Vorstellungen als Hilfsmittel und nicht als Wahrheit.
Man ist sich nicht nur des Prozesses des Modellierens sondern auch der Vielfalt von Modellen und der Vor-und Nachteile von Modellen an sich bewusst. Und es würde mich nicht wundern, wenn manchereiner seine Modelle abwechselnd und je nach Bedarf nutzen würden wie Kleidungsstücke oder Werkzeuge.

Meine Einschätzung basiert allerdings nicht auf nennenswerte Erfahrungen oder gar gründliche Recherche. Es ist eher so ein Gefühl...
 

Ingwio

Hexer
„Es standen bewegungslose Würmer an den steinharten Wegen, die mit glühenden Augen den Menschen anstarrten. Die Menschen starrten stets auf diese Würmer und verhielten sich jeweils wie diese schauten. Im Bauch eines fliegenden Riesenvogels sind wir in dessen Land gekommen. Wir wurden nicht vom Vogel verdaut, sondern bekamen dort sogar schlechtes Essen. Im Land dieser Menschen rutschten hole Steine auf den Steinwegen umher, die sehr gestunken haben und sehr laut waren. In diese Steine drückte man uns hinein und auf die Weise kamen wir an andere Orte. Wir wurden zu einem Mann mit Namen Schamane gebracht und dieser versuchte sich mit uns zu unterhalten.

Irgendetwas war anziehend an diesem Land dieser Menschen. Sie waren alle recht fett und schienen nicht an Hunger zu leiden. Nicht einmal viele Muskeln bedurften sie, da sie Vögel durch die Luft trugen, Steine durch die Gegend schoben und auch auf den Wassern war ein mächtig wirbelnder Fisch versteckt der die Boote sehr schnell schob. Nur, es war überall laut mit dämonischen Klängen. Die Augen der Menschen schauten immer zugleich in tausende Richtungen.

Herr Schamane stellte uns seine Kinder vor, die er alle ebenfalls Schamane nannte. Er wollte offenbar einen Handel mit Wahrheiten erlangen und bot an Vorstellungen und Iden zu tauschen. Er war sehr krank und wusste dies selbst garnicht. Ich lächelte sehr mitfühlend zu ihm hin.

Zuhause, im Dschungel, bei meiner Familie musste diese mich reinigen, denn ich wollte wieder in diese Welt in der die Berge dröhnen und die Körper nicht so schwer schinden müssen. Allein die Geräusche des Dschungels, das Singen meiner Frau und meine klar blickenden Kinder weckten wieder meine Verwurzelung in meiner Natur.“

Er war, wir würden ihn vielleicht Medizinmann, aus den brasilianischen Urwäldern bezeichnen. Oder wir würden ihn vielleicht Schamanen nennen. Er beschrieb mit ihm vertrauten Denkmodellen unsere Welt, Verkehrsampeln mit Würmern und Autos mit Steinen. Wie er in seiner Gemeinde bezeichnet wurde verrieten seine Schilderungen nicht. Inzwischen dürfen wir nicht mehr in deren Gebiete einreisen und viele von diesen bleiben freien willens unserer Welt fern. Zugleich können einige von ihnen der Anziehung unserer Welt doch nicht wiedersehen und kommen, landen allerdings zumeist entwurzelt und verarmend zwischen unsere Reihen.

Danke, ich habe versucht, das potentielle Erleben anhand einer gängigen Modellvorstellung darzustellen.
Mich würde interessieren, liebe @Apfelkern, wessen Geist von welchem Lebenden du wie begegnet warst, also was dich leitet deine potentiellen Erlebnisse dir selbst und uns mit gängigen Modellen darzulegen.
 

Apfelkern

Member
Eine sehr gute Geschichte, Ingwio.

Und sie widerspiegelt auch, wie es mir meistens ergeht, wenn ich frisch von der Leber weg berichte, was ich so erlebe. Die meisten Leute verstehen es dann nicht, schütteln den Kopf und meinen, ich wüsste nicht wovon ich rede.

Sie können vermutlich nicht nachvollziehen, dass es Menschen gibt, die zuerst etwas erfahren und dann in Büchern oder anderswo nach passenden Worten und möglichen Erklärungen dafür suchen müssen.

Darum suche ich, wenn ich mich austauschen mag, nach einem gemeinsamen Nenner. Eine gemeinsame Sprache, in welche ich mich übersetzen kann. Oder eine gemeinsame Palette, mit der das Unsichtbare irgendwie greifbar gemacht werden kann.

Warum genau dieses Thema?

Vor gut drei Jahren habe ich so Dinge erlebt, die mit den Schilderungen aus dem Kapitel korrespondieren. Mein geistiger Führer verwies mich damals an einen User aus einem anderen Forum. Innerhalb sehr kurzer Zeit habe ich von diesem Mann sehr viel erlernt und bin auch mehrfach seinem Geist begegnet.

Ich glaube, er mochte die Bezeichnung Lehrer nnicht, aber für mich war seine Begleitung sehr intensiv und ich habe sehr viel gelernt, bis er dann nach einigen Monaten für mich völlig unerwartet den Kontakt abgebrochen hat.

Seither bin ich seinem Geist nie mehr begegnet. Und wenn mich nicht grad ein gemeinsamer Freund um Hilfe ruft, betrete ich auch seine Welten nicht mehr. Ich denke nicht, dass er empfohlen werden möchte, deswege nenne ich seinen Namen auch nirgends.

Wie auch immer, es war damals eine sehr intensive Zeit - aus verschiedenen Gründen - und da sind so viele Erfahrungen, für die ich weder Worte noch Erklärungen gefunden habe. Also suche ich danach, weil dies mir Wurzeln gibt.

Vor einigen Wochen bin ich dann bei Recherchen im Buch von Harner auf dieses Kapitel gestossen, wo es darum geht, dass man eben unter Umständen auch dem Geist eines Lebenden begegnen kann. Und so habe ich ein bisschen mehr Verständnis für mein selbst Erfahrenes gefunden.

Ich teilte hier meine Entdeckung aus dem Buch meiner Intuition folgend. Vielleicht auch ein wenig in der Hoffnung auf weitere Erkenntnisse. Und vielleicht auch ein wenig aus Nostalgie.
 

Ingwio

Hexer
Anstatt den Worten das Unsichtbare verwende ich liebe die Worte außersinnliche Wahrnehmung. Weil auf meiner Seite ist es eben sichtbar, hörbar, tastbar und aber eben dies ohne die Funktion der Sinne wie Augen, Ohren und dem Tastsinn der Haut, Zunge und weitere innere Tastsensoren.

Ich weiß liebe @Apfelkern, uns allen Menschen ergeht es recht ähnlich und zwar das wir sinnlich und außersinnlichen Wahrnehmungen ausgesetzt sind. Ich weiß das immer schon die Menschheit sinnnahe und zugleich sinnferne Deutungen ihrer eigenen Wahrnehmungen nachhängen.
Soweit ich bisher Schamanen einschätze, dient ihnen die Modellierung der Welt und das Arbeiten mit entsprechenden Vorstellungen als Hilfsmittel und nicht als Wahrheit.
Und mit deiner hier von mir zitierten Textstelle beginnt für mich ein von vielen springenden Punkten. Ja genau, es gab offensichtlich mindestens seit Beginn der Menschheit immer schon Menschen unter uns denen Wahrheit weniger wichtig waren und eher eine freiere Phantasie bedeutend war und ist. Einige von ihnen fanden wieder zum Leben und zur Wahrheit zurück und andere vertieften und strukturierten die anfangs freien Phantasiewelten zu Religionen und die Esoterik versucht an vielen Stellen da wieder etwas mehr Freiheit hinein zu dehnen. Damit entstand offensichtlich auch der Schmamanismus den bodhi und andere Wissenssuchende Neoschamanismus nennen. Er scheint ja diesen weltumfassenden Neoschamanismus eher abzulehnen, da eben die Heiler, die wie der Name schon selbst sagt, Wissenden, eher um ein vertierteres Wissen, also umfassendere Wahrheit bemühen.

Selbst hatte ich meinen tiefen Sturz auf Felsen und aus der gesunden Wahrnehmung heraus und es war ein jahrelanges Ringen wieder Wahrheit erleben zu können. Wahrheit bedeutet darin einen ständigen Abgleich zwischen äußerer Realität und innerem Wahrnehmen ins Gleichgewicht zu bekommen und eben nicht der Freiheit aufgelöst frönen zu dürfen.
Als Beispiel. Auf dem Felsen geschmettert und später im frühen Genesungsverlauf war es auf einer gewissen Art und Weise phantastisch schwere Gegenstände in alle Richtungen fliegen lassen zu können. Schwer waren diese weil ich es in meinen Händen fühlte. In dem ich diese losließ, also nur die Hände öffnete flogen diese ohne weiteren Kraftaufwand seitlich oder nach oben weg. Oder Personenfrei zu sein. Ich hatte keine eigene Person oder Ich, war weder Mensch noch Pflanze, sondern rein verblüffte und sinnfreie Wahrnehmung, hatte keine eigene Geschichte und damit auch keine Erinnerungen an seelische und körperliche Verletzungen. Zugleich wusste ich nicht mit Durst und Hunger umzugehen, wäre alleine qualvoll verkümmert ohne zu begreifen wie ich den Qualen hätte entkommen können, denn ohne es zu begreifen sehnte sich etwas nach Wohlsein.

Wahrheit ist für mich wesentlich und die die Bücher schreiben, Kurse geben um mehr Freiheit Raum zu schenken, der eigenen Person, dem Körper und irdischem Geist zu entkommen schenke ich Freiheit weil sie vielleicht ebenfalls etwas entkommen möchten wovon sie mehr oder weniger eine oder auch keine Ahnung haben, aber ich distanziere mich von diesen weil eben diesen begründet eine weise Freiheit wichtiger ist als die gesamte Wahrheit der Welt und der weltlichen Bewusstheit.

Deine Wahl deinen Lehrer, der sich selbst nicht als Lehrer sehen mochte, nicht bei Namen zu nennen, weil du schätzt das er dies ebenfalls nicht unterstützen würde, gehört zu deiner Freiheit. Ich persönlich bedaure deinen Entschluss dazu. Natürlich kann eine Nostalgie, eine Erinnerung etwas persönliches sein und kann damit etwas wahren was einem wichtig ist.

Unter geistige Führer verstehe ich Führer aus dem Jenseitigen, also entweder Verstorbenen oder noch nie Geborenen, große und kleine körperfreie Geister. Selbst lebte ich vielleicht Vergleichbares vor meinen Felssturz und habe ausgerechnet mit meiner Heilung erlebt welche Anteile dieser Führer ich tatsächlich selbst war und diese mir eigene innere freie unpersönliche Lebensanteile in mir entsprachen, denen ich externes, aus meiner Selbst, zuempfand.

Später habe ich mit spirituellen Drogenabhängigen zusammen Heilung erfahren die sich sehr sehr gegen meine Art und Weise meiner Heilung aufstellten. Denn sie nahmen sich selbst mit dem selbst erlebten Freiheit aus deren Person heraus und der Freiheit des Deutens aller Wahrnehmungen frei von ihren Konflikten mit ihren Partnern, ihren Familien, ihren Freunden, mit ihrer Gesellschaft und dem weltlichen Leben wahr und hatten teilweise nicht die geringste Absicht, geschweige denn einen Willen auf ihren eigenen Körper und die Welt zu hören.

Ich selbst wendete mich der Esoterik und den spirituellen alternativen Lebenszielen ab und gehe einen Weg der Begegnung der Natur, der Äußeren und der Inneren und das sehr bewusst ohne Bücher und möglichst direkt mit den zwei Naturen. Der Felssturz hat meine festen inneren Strukturen unwiderruflich zerrissen und zugleich die wichtige Natürlichkeit der Festen in und um mich aufgezeigt. Ich bin ein Hexer geworden und bedarf selbst keine Fremdbeschreibung meiner eigenen außergewöhnlichen und auch mir fremd erscheinenden Wahrnehmungen.

Dem Geist eines Lebenden zu begegnen bewegt mich ausschließlich nur in dem ich ihm auch zugleich physisch begegne und meine einstigen geistigen Führer sind mir inzwischen Winkel meiner Selbst die keine Personen- und Selbststrukturen benötigen, daher unglaublich kreativ freier sind als meine Vernunft es je erlangen könnte.

Dir liebe Grüße.
 

Apfelkern

Member
Heidenei.... so viel Text... und so viele interessante Aspekte, die jeweils ein eigenes Thema verdient hätten... ich werde das mal etwas zerstückeln.... okay?
 

Apfelkern

Member
Anstatt den Worten das Unsichtbare verwende ich liebe die Worte außersinnliche Wahrnehmung. Weil auf meiner Seite ist es eben sichtbar, hörbar, tastbar und aber eben dies ohne die Funktion der Sinne wie Augen, Ohren und dem Tastsinn der Haut, Zunge und weitere innere Tastsensoren.
Für mich als Synästheten ist die Wahrnehmung des Subtilen weder unsichtbar noch sonst wie aussersinnlich.
Ich hab es aber nicht so mit der begrifflichen Haarspalterei und bin meistens ganz froh, wenn ich wenigstens einigermassen vermitteln kann, was ich vermitteln möchte ...

Nur wenn es mir wirklich wichtig erscheint, dann spalte ich Haare und unterscheide zwischen medialer... synästhethischer... sensitiver.... hellsinniger... phantasierter.... drogeninduzierter... wahnhafter... mirror sense... remote sense... traumhafter.... undwasesnichtallesnochgibt....Wahrnehmung.

Aber keine Sorge, ich bin meistens flexibel und offen für Kompromisse. 😉

Was nun die Deutung und Interpretation des Wahrgenommenen angeht, darauf komme ich später... nur etwas Geduld... bin nicht so schnell im Zerstückeln... und muss noch das Schwert suchen....*gg*
 

Apfelkern

Member
Und mit deiner hier von mir zitierten Textstelle beginnt für mich ein von vielen springenden Punkten.
hmm... da reden wir irgendwie aneinander vorbei.

Aber es wäre ohnehin ein gutes eigenes Thema. Ob und wieviel die Wahrnehmung mit der Wahrheit zu tun hat und wie man der Ungewisshei darüber begegnet, ob nun etwas wahr ist oder nicht.

Ich hätte da eventuell auch ein Beispiel, wie aus wahr ein unwahr und später ein anders wahr wurde.... aber eben vermute ich, dass Du etwas anderes mitteilen möchtest; Und dass Du auch nicht darüber philosophieren möchtest, dass jeder Schamane seine eigene innere Art hat, auf Reisen zu sehen.

Kannst Du noch mal einen Anlauf nehmen bitte?
 

Apfelkern

Member
Unter geistige Führer verstehe ich Führer aus dem Jenseitigen, also entweder Verstorbenen oder noch nie Geborenen, große und kleine körperfreie Geister.
Ja, ich auch.

Und ich verstehe durchaus deine Sichtweise.

Seit vielen Jahren frage ich mich immer wieder, ob etwas äusserlich Wahrgenommenes nicht ein unbewusster Lösungsansatz ist. So wie kleine Kinder ja auch ihre unsichtbaren Freunde haben, um das Leben zu bewältigen.

Lange lebte ich mit dieser Annahme und gewährte mir ganz bewusst diese Art des empfundenen Selbstgespräches. Sei dies nun mit Bäumen, Steinen, unsichtbaren Freunden, usw.

Ein wenig irritiert war ich zwar schon, wenn ich dadurch zu Informationen gelangte, die ich mir nicht erklären konnte. Aber ich liess es einfach auf sich beruhen.

Die Begegnungen mit meinem Lehrer... und die schockartige Erkenntnis, dass einer meiner unsichtbaren Freunde sehr real als Mann inkarniert ist und mich kontaktierte.... hat dann allerdings einige Zweifel an meiner Alles-nur-Phantasie-Theorie aufgeworfen... aber das ist eine andere Geschichte.

Jedenfalls, so stelle ich fest, sind wir alle geprägt von unserer jeweiligen Lebensgeschichte.

LG
 

Ingwio

Hexer
Kannst Du noch mal einen Anlauf nehmen bitte?
Natürlich. Für mich ist das recht einfach, das mit der Wahrheit. Alles ist wahr.

Z.B.: Unwahrheit entspricht meiner Wahrheit die mir mein individuelles Unvermögen aufzeigt jemandem oder etwas nicht zustimmen zu können, oder zu wollen. Irren ist wahr und zwar im unwissendem Irren. Fehlwahrnehmungen sind wahr und zwar im fehlen ausreichender Wahrnehmung. Wahr ist also nie absolut, sondern stets individuell. Träume sind wahr und zwar im Traum. Phantasiewesen sind wahr und zwar im Wesen der Phantasie. Visualisierungen sind war und zwar im Visualisieren. Wahrheit ist wahr und zwar in der Gewahrwerdung. Selbstbetrug ist wahr und zwar oft im unwissentlichem Betrug seiner Selbst.
 

Ingwio

Hexer
Die Begegnungen mit meinem Lehrer... und die schockartige Erkenntnis, dass einer meiner unsichtbaren Freunde sehr real als Mann inkarniert ist und mich kontaktierte.... hat dann allerdings einige Zweifel an meiner Alles-nur-Phantasie-Theorie aufgeworfen... aber das ist eine andere Geschichte.
Schön das du wieder auf deinen Lehrer zurückkommst. Noch schöner würde es für mich werden mehr lesen zu dürfen wie z.B. es dir selbst bewusst wurde das dein unsichtbarer Freund als realer Mann inkarniert wurde.

Es wird bei dir sicher anders gewesen sein, aber mir schwirrt dazu viel durch meinen Kopf. Und zwar, das wenn mein geistiger Führer mir bisher im Leben zur Seite gestanden hatte, dieser dann inkarniert würde, dieser viel jünger sein müßte als ich. Also sag ich mal, ich wäre 35 Jung gewesen und bis dahin hätte mich mein geistiger Führer durch mein Leben geleitet und dann wäre er inkarniert, dann wäre er 35 Jahre jünger als ich.
Anders: Wenn er schon 52 Jahre am Leben gewesen war und er mir allerdings 35 Jahre ein geistiger Führer war, weil ich 35 Jahre bin dann entspräche er mir keinem noch nie Geborenen, bzw. keinem bereits Verstorbenen, also keinem geistigem Führer und würde somit dann auch nicht erst inkarniert werden, da er ja bereits 20 Jahre vor meiner Geburt inkarniert wurde.

Hätte er mich z.B. rein geistig, also körperfrei, allerdings anderswo als Lebender aufgesucht, um mich durch mein Leben zu führen, dann hätte ich von ihm erwartet das er mir signalisiert, irgendwie bewusst machte ein Lebender zu sein. Denn ansonsten gehörte er für mich zu den Unaufrichtigen.

Aber egal. Mein Gehirn denkt mit liebe denkbares und auch abwegiges.

Mich würde vielmehr der Name deines Lehrers interessieren. Auch wie er dir geistig, also ohne körperliche Präsenz, oder unbekannt als Lebender, und dann tatsächlich als lebender Mann begegnete. Wann und mit welchen Begebenheiten trafst du in physisch? Wie war er rein geistig zuvor? Wie erkanntest du das er ein und der selbe ist? Hat er dir erzählt das er dir damals nur Geist war und nun auch dir physisch ist? Oder sind es eher deine eigenen Gewissheiten, das die Zwei einer ist, ohne es mit ihm physisch kommuniziert zu haben?

Mein Interesse ist nach wie vor geweckt und keine Sorge, mir bleibt deine Wahrheit, egal wie sie sich in deinem Leben ausgeformt hat etwas was ich ohne wenn und ohne aber akzeptiere und respektiere.

LG
 

Apfelkern

Member
Natürlich. Für mich ist das recht einfach, das mit der Wahrheit. Alles ist wahr.

Z.B.: Unwahrheit entspricht meiner Wahrheit die mir mein individuelles Unvermögen aufzeigt jemandem oder etwas nicht zustimmen zu können, oder zu wollen. Irren ist wahr und zwar im unwissendem Irren. Fehlwahrnehmungen sind wahr und zwar im fehlen ausreichender Wahrnehmung. Wahr ist also nie absolut, sondern stets individuell. Träume sind wahr und zwar im Traum. Phantasiewesen sind wahr und zwar im Wesen der Phantasie. Visualisierungen sind war und zwar im Visualisieren. Wahrheit ist wahr und zwar in der Gewahrwerdung. Selbstbetrug ist wahr und zwar oft im unwissentlichem Betrug seiner Selbst.
Alles ist wahr?

Das erinnert mich an einen Nomandenjungen aus dem Süden Marokkos, der mit mir zum ersten Mal in seinem Leben zur Küste fuhr. Nach einer durchgereisten Nacht weckte er mich sehr aufgeregt mit den Worten, die ganze Luft sei voller Mehl. Ich schaute zum Fenster raus und sah frühmorgendlichen Nebel.

Deine Ausführungen zum Thema Wahrheit im Beitrag #29 habe ich anders verstanden als Beitrag #36. Einmal hast Du von umfassender Wahrheit geschrieben und einmal von individueller Wahrheit.

Vielleicht bin ich auch einfach zu müde und kann nicht nachvollziehen, was Du mir in Wahrheit mitteilen möchtest.
 

Ingwio

Hexer
Deine Ausführungen zum Thema Wahrheit im Beitrag #29 habe ich anders verstanden als Beitrag #36. Einmal hast Du von umfassender Wahrheit geschrieben und einmal von individueller Wahrheit.

Vielleicht bin ich auch einfach zu müde und kann nicht nachvollziehen, was Du mir in Wahrheit mitteilen möchtest.
Vielleicht, vielleicht ist es auch etwas anderes wie zum Beispiel das ich nicht die treffenden Worte finde, oder noch was anderes. Was weiß ich. So sehr wichtig ist es gewiss auch nicht und wenn doch wird es sowieso wieder zu Worten finden.

Immerhin ist dein eröffnetes Thema sowieso interessanter.
 

Apfelkern

Member
Hallo @Ingwio

Zuerst möchte ich auf deinen Beitrag #37 eingehen.

Hätte er mich z.B. rein geistig, also körperfrei, allerdings anderswo als Lebender aufgesucht, um mich durch mein Leben zu führen, dann hätte ich von ihm erwartet das er mir signalisiert, irgendwie bewusst machte ein Lebender zu sein. Denn ansonsten gehörte er für mich zu den Unaufrichtigen.

Aber egal. Mein Gehirn denkt mit liebe denkbares und auch abwegiges.
Wie ich zu Anfang des Fadens geschrieben hatte, gibt es einen Unterschied, ob jemand bewusst telepathisch,astral, schamanisvh etc. Kontakt mit jemandem aufnimmt um diesen zu lehren (so wie man es zuweilen von asiatischen Lehrern kennt) - oder ob man dem Geist eines Lebenden begegnet.

Im einen Fall ist es ein bewusster Akt, und im anderen Fall ist es wohl öfters unbewusst, wie Harner es in seinem Buch festhielt (und ich ja auch so erlebt hatte).

Jedenfalls fühlte ich mich auch ziemlich vergackeiert, dass mein Lehrer manchmal behauptet hat, von einer Begegnung nichts zu wissen… und andere Male detailliert wiedergeben konnte, was bei so einer Begegnung geschah.

Es waren ähnliche Überlegungen dabei, wie Du sie auch durchgespielt hast. Manchmal zweifelte ich an seiner Aufrichtigkeit und zudem erzürnte ich mich daran, dass er mir keinen reinen Wein einschenken wollte (so werte ich es nämlich). Das hat mich sehr verwirrt und führte auch mehrmals zu Streit und schlussendlich zum Vertrauensverlust.

Mir blieb die Frage: Wie kann es sein, dass die Kommunikation teilweise unbewusst geschehen kann?

Seine Antwort damals war, dass er vieles auf Automatik laufen lässt und nicht immer und überall bewusst agiert. Heute verstehe ich das zwar, weil es bei mir zuweilen ähnlich läuft, aber trotzdem ist es nicht die ganze Antwort für mich.

Im Buch von Harner fand ich nun eine Erklärung, die für mich aktuell Sinn macht. So verstehe ich die gemachten Erfahrungen etwas besser.

Der unsichtbare Freund war eine andere Person. Eine andere Geschichte, die nicht zum eröffneten Thema gehört.

Bitte respektiere meine Entscheidung, keine Namen zu nennen.
 
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