spirituelle Synästhesie

Apfelkern

Member
Ah, jetzt bist Du mir zuvor gekommen, und das ist doch schon mal sehr gut!

Ich bin über ein Buch dazu gekommen, dass es bei mir eine Form von Synästhesie sein könnte, wenn ich z.B. bei jemandem eine passende Heilpflanze über der linken Schulter schweben sehe, statt einfach einen intuitiven Gedanken oder eine verbale Eingabe durch meine Geistführer zu haben.

Und dann las ich weiter hinten in diesem Buch ein Beispiel, in dem ich mich erstmals überhaupt mit meinen wirren Wahrnehmungserfahrungen wiederfinden konnte.

Im Beispiel geht es um eine Frau. Sie sah rings um ihren Hund zwei Schlangen und eine rote Wolke, zwei Tage bevor seine Symptome (Vergiftung) ausbrachen.
Dazu erklärt sie: „I didn‘t see them litterally... but they where in my synesthetic mind‘s eye.... it was almost the strangest thing“.

Ja, wie sehr ich das nachempfinden kann! Man sieht etwas, was nicht da ist, aber trotzdem eine Relevanz hat. Das finde ich verwirrend.

Hinzu kommt bei mir: Auf der einen Seite sind da nämlich bei mir diese Mentalbilder und auf der anderen Seite sind da diese medial-sensitiven Wahrnehmungen. Beides existiert seit der Kindheit. Und manchmal prasselt auch noch beides gleichzeitig und so ineinander verwoben auf mich ein, dass ich einfach nicht mehr weiss, ob nun alles oder ein Teil oder überhaupt nix real ist. Und andere Menschen fragen, was denn nun real sei oder nicht... naja, das ist bekanntlich so eine Sache.

Das Wirrwarr macht es jedenfalls für mich schwierig, Vertrauen in meine Wahrnehmung zu finden. Was meiner spirituellen Entwicklung im Wege steht.

Das Buch heisst übrigens „Sensitive Soul, the unseen Role of Emotion in extraordinary states“. (Eine neurowissenschaftliche Abhandlung mit interessanten Beispielen.) Es geht dort auch um Phänomene wie Déja-vue, mirror touch synestesy, Erinnerungen an Vorleben, telesomatische Erfahrungen, usw.

Also um zimelich viel, was bisher eher unerforscht und als „paranormal“ betrachtet wurde.
 

Ingwio

Hexer
Okay. Aber das Buch kenne ich nicht.

Es baueten sich soeben bei mir Erinnerungen auf, während ich deinen Text las und fast wäre ich wieder in meine eigene Falle getappt, die mir zugeraunt hätte, „Das kenne ich doch selbst so ähnlich aus meiner eigenen Vergangenheit, was da Apfelkern geschrieben hatte.“ Aber, ich zog schnell meinen Fuß zurück. ;) Selbst weiß ich nur, dass ich nur das Innerliche sehe was ich eben sehen will, aber wie andere sehen das kann ich nicht wissen.

Mein eigenes Wirrwarr hat sich gelegt in dem ich das Sichtbare aufgefaltet erfahre. Zu einem als eine Reaktion die von Sinnenreizen angestoßen wurden und den sich dazugesellenden inneren wirklich sichtbaren Bildern, die von mir und meiner angesammelten persönlichen Kultivierung stammen.
 

Apfelkern

Member
Okay. Aber das Buch kenne ich nicht.

Es baueten sich soeben bei mir Erinnerungen auf, während ich deinen Text las und fast wäre ich wieder in meine eigene Falle getappt, die mir zugeraunt hätte, „Das kenne ich doch selbst so ähnlich aus meiner eigenen Vergangenheit, was da Apfelkern geschrieben hatte.“ Aber, ich zog schnell meinen Fuß zurück. ;) Selbst weiß ich nur, dass ich nur das Innerliche sehe was ich eben sehen will, aber wie andere sehen das kann ich nicht wissen.

Mein eigenes Wirrwarr hat sich gelegt in dem ich das Sichtbare aufgefaltet erfahre. Zu einem als eine Reaktion die von Sinnenreizen angestoßen wurden und den sich dazugesellenden inneren wirklich sichtbaren Bildern, die von mir und meiner angesammelten persönlichen Kultivierung stammen.
Da sprichst Du einen zentralen Punkt an. Gibt es überhaupt so grosse Unterschiede in der Wahrnehmung?

Der zweite Abschnitt lässt zudem vermuten, dass auch Hellsinnige wie Du eine Individualität haben, eine innere Palette, von der die Wahrnehmung abhängig ist.
Und genau so habe ich es auch beim schamanisch Reisen und beim Trance Healing gelernt. Was auch immer für Informationen und Energien durchkommen, es ist in mehrerer Hinsicht von der Persönlichkeit abhängig. Die geistige Welt arbeitet dann auch mit dem, was sie vorfindet. Jeder hat andere Stärken und Schwächen und eine andere feinstoffliche Sprache.

Ich habe diese These mal an einem Übungstreffen geprüft, und vier Trance-Medien gefragt, was es mit „Keburuh Mahabara“ auf sich habe. Selbst hatte ich diesen Begriff kurz zuvor während einer Trance-Übung empfangen und noch keine eigene Vorstellung von der Bedeutung.
Es kamen vier Durchsagen, die zwar alle unterschiedlich waren, und je nach Persönlichkeit vom Stil her variierten, jedoch alle in die gleiche Richtung wiesen und im Kern das gleiche besagten.

Also hatten auch sie keine einheitlichen Eindrücke, sondern Persönlichkeiitsabhängige Eindrücke, so wie die Synästheten. Und es bleiben gewisse Interpretationsmöglichkeiten. Der grosse Unterschied für mich ist, dass ein Trance Medium sich bewusst und willentlich öffnet und in Trance in Verbindung geht - während dies bei einem Synästheten automatisch, in jedem Bewusstseinszustand (wach, Trance, Schlaf) und zu jeder Zeit geschehen kann (zumindest bis er gelernt hat, seine Synästhesie willentlich zu steuern... ).

Dann wäre noch der Punkt vom klaren Sehen, was andernorts wirklich ist. Auch da scheint es mir wieder so, dass die anderen (naja, so viele sind es in Wirklichkeit wohl gar nicht..) es selber auswählen können. Was, wann und wieviel sie sehen ist ihrem Willen untergeordnet.
Bei mir hingegen ist da keine Wahl. Wenn ich willentlich sehen möchte, dann bin ich absolut blind. Und wenn es (warum auch immer) so sein soll, dann bekomme ich sehr klare und nachprüfbare Bilder.

Ich glaub langsam, mein Wirrwarr wird noch als Origami enden, so oft wie ich das schon gefaltet habe. :ROFLMAO:
 

Ingwio

Hexer
Wahrlich wahrlich, ich kann es nicht wirklich sagen, aber es könnte gut möglich sein, da im Bienenstichkuchen keine Stachel sind, das ein Origamicherub sich feurig eine große Geschichte faltet und dem Bäcker nicht an Honig mangelt. ;)
 

Apfelkern

Member
Avh wie gut, dass ich mich endlich überwunden habe, von diesem sprichwörtlichen Monster unter meinem Bett zu berichten!

Und auch wenn ich den Hexendialekt nicht ganz versteh:
Das Kopfkino vertreibt mir auf jeden Fall die Sorgenfalten! 😂
 

Ingwio

Hexer
Na gut, auch wenn der nun folgende Text nicht von mir selbst stammt.

Ein junger Mann war einst mit einer Karawane unterwegs, als ein Sandsturm aufkam. Als der sehr starke Sturm sich legte war niemand mehr da. Vor dem jungen Mann saß allerdings ein Löwe. Der junge Mann war gelähmt, obwohl der Löwe mit dessen Schwanz in seine Richtung und mit dem Kopf von ihm wegschauend vor ihm lag. Der Löwe wendete, sich aufrichtend, seinen Kopf und dem jungen Mann blieb der Atem stehen, denn es war ein Menschenkopf auf einem Löwenkörper. Auch hatte das Wesen Flügel, was der junge Mann erst jetzt bemerkte. Das Herz vom jungen Mann setzte aus, als das Wesen anhob mit Posaunenstimme zu sprechen. Dieses sagte, „Ich werde dir nun die große Geschichte des Feuer‘s erzählen. Allerdings wird dir damit alles entflammbare, bis in‘s feinstofflichste, deiner Selbst verbrennen!“

Nach einer Zeitlosigkeit erhob sich ein weißhaariger bärtiger alter Mann, genau von der Stelle aus wo der junge Mann zuvor entflammte. Die stärkste Sonne blendete ihn nicht mehr und das leere Schwarz erblindete ihn ebenso nicht.

Ihm konnte kein Trug entgegen gehen, kein Suchen folgen und jeder erkannte in ihm nur seine eigenen Anteile. Nur wer seine eigenen Masken erkennen und diese selbst barsten lassen konnte brauchte einen solchen alten Mann nicht mehr.

Solange aber der Same in der Frucht den Plan besitzt entfaltet er sich und ein Mensch kann nicht so viele Falten bekommen wie nötig wären um wirklich und nicht nur wahr zu sein.

Deshalb trübt die Dämmerung und zu viel Licht blendet. Mache was du willst, der Alte achtet es nicht.


Gestern nahm ich meinen Staubsauger und machte auch unter mein Bett sauber. Sogar nass wischte ich nach. Es war eine herrlich friedliche Nacht! 🤣
 

Apfelkern

Member
Eine gute Geschichte. Und so wie sie den Blick auf die Falten versöhnlich macht, so veränderte sich in den letzten Wochen auch mein Blick auf meine Erfahrungen.

Es wirkte und wirkt für mich so wohltuend und so tief entspannend, die verschiedenen Phänomene der Wahrnehmung mal etwas genauer anzuschauen.
Dieses „Monster“ unter meinem Bett grummelt jetzt nur noch selten gefährlich, sondern zwinkert mir manchmal sogar ein wenig zu.

Jetzt folgt also erstmal eine Runde Friedenspfeife mit allem, was halt so da ist ... und dann folgt demnächst Phase zwei: die willentliche Steuerung erlernen.

Gestern nahm ich meinen Staubsauger und machte auch unter mein Bett sauber. Sogar nass wischte ich nach. Es war eine herrlich friedliche Nacht! 🤣
Jaja, wie man sich bettet, so liegt man...! Ich gönn es dir! 😁

Und ich freu mich schon drauf, wenn ich eines Tages alle meine Monster zum Gruppenausflug schicken kann, um mal in Ruhe durchzuwischen! 🤣

Aber eins nach dem anderen....Weisst Du noch, von wem diese Geschichte ist?
 

Ingwio

Hexer
Leider nicht mehr. Ich habe mich erinnert die Geschichte im PC gespeichert zu haben und die Erinnerung an sie wurde wachgerufen als ich deine beiden Worte „Keburuh Mahabara“ las. Ich fand die Geschichte schon damals beeindruckend.
 

Apfelkern

Member
Karawane... Sandsturm...Menschenkopf auf Löwenkörper... das klingt doch verdächtig nach Ägypten und Sphinx.

Spannend für mich ist der Zusammenhang deiner Geschichte mit den medial empfangenen Botschaften meiner Kollegen zu diesen zwei Worten. Die erste Botschaft war ein Bildnis einer Pyramide, um eine magische Verstrickung o.ä. aus sehr alten Zeiten zu erklären.
Später war dann mal die Rede von Anubis, der mich aus der alten Geschichte befreien könnte.

Naja. Ich kenne mich mit Ägyptischer Mythologie leider nicht so aus und die ägyptischen Götter und Wesenheiten lösen sehr gmischte Gefühle in mir aus, was freilich hinderlich ist auf dem Weg der Erkenntnis und Lösung.

Aber deine Geschichte verlockt mich nicht nur zur Kontemplativen Betrachtung, sondern entfachte eben doch auch das Feuer, dieses rätselhafte „Keburuh Mahabara“ noch einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen. 🧐

Vielleicht finde ich bei meinen Recherchen noch irgendwas zur Quelle oder über die Hintergründe von deiner Geschichte.
 

Ingwio

Hexer
Ich greife da nochmal auf deinen Beitrag zurück:
Da sprichst Du einen zentralen Punkt an. Gibt es überhaupt so grosse Unterschiede in der Wahrnehmung?
Und antworte nun erst hier. Für mich ist Wahrnehmung schon ein Geschehen was auf vorangehendes reagiert. Im Moment der Wahrnehmung unterscheidet sich nichts mehr von der momentan geschehenden Wahrnehmung, egal auf was sie zurückgreifen mag.

Ich erlebte einst was es für mich bedeutete als mein inneres Organ der Wahrnehmungen extrem schlecht funktionierte. Ohne Helm bin ich ca. 35 m vom Fels gestürzt, überlebte zwar, aber ich bekam eine Gehirnblutung. Etliche Knochen-, Sehnen- und Organschäden gehörten auch noch dazu, aber die Hirnblutung war für mich das dramatischste. Lag im Abhang und hätte noch etwa 800 m weiter absegeln können. Es hat fast zu lange gedauert bis ich gerettet wurde. Seither gehe ich nicht mehr alleine ins steile Gelände. Das aber nur zum Zusammenhang.

Meine Wahrnehmung veränderte sich am Steilhang während meiner Hirnblutung, von der ich ja selbst nichts wusste. Ich wusste nicht was passiert war, nicht wer ich bin und was was ist. Ich wusste nicht was der helle Punkt war, den ich normalerweise als Sonne erkenne. Ich wusste nicht was Hände und Blut sind und das es zu mir gehört. Ich wusste nicht was Oben und Unten ist und warum manches wegflog und was da so klebt. Das Kleben war die Schwerkraft, Hände und Blut das Meinige und das Wegfliegen von Dingen ebenfalls die Schwerkraft, aber ich kannte keine Richtung und nicht was und wer ich war, selbst Wahrnehmung war mir unerklärlich.

Es hat Jahre gedauert, obwohl physisch kein bleibender Schaden im Hirn entstand, aber psychisch dauerte es Jahre überhaupt mein Selbst und die Welt wie sie auf mich wirkt wiederzufinden und dies stabilisieren zu können.

Aber damit erlebte ich selbst welche Rollen es mir spielen welche Erfahrungsbilder und -gefühle in mir wie meine Wahrnehmung ständig verändern und welche Rollen meine funktionierenden Sinnesorgane und die Welt da Draußen ebenfalls Wahrnehmungen beeinflussen.

Ich ahne, dass es Menschen gibt die deshalb anders als ich wahrnehmen weil ihr Glaube die Wahrnehmung und zwar sowohl die eigene Innere und das Verarbeiten der von Außen kommenden Reize verändern ohne das sie es selbst bemerken. Manche gehen davon aus das Wahrnehmung ebenfalls zu dem gehört was die Welt und sie selbst erschafft. Oder ähnliches. Selbst glaube ich sogar zu verstehen das sie so wahrnehmen.

Aber nun zur Sphinx. Ich ahne wie viele von uns herangehen könnten und selbstverständlich auch dürfen. Sie und damit meine ich nicht explizit dich, sondern Menschen um uns herum, sie erleben sich im Wahrnehmen und möchten gerne die tiefst möglichsten und klarsten Wahrnehmungen mit einer möglichst allumfassenden Quelle aller Wahrnehmungen in Verbindung bringen, dem begegnen was Wahrnehmung überhaupt erst möglich macht. Also achten sie auf mystisch erscheinende Wahrnehmungen und beginnen dann mit mystischen und spirituellen Schriften, aber auch mit Informationen von weisen Menschen Entschlüsselungserfahrungen anzustoßen und letztendlich selbst wahrzunehmen.

In der Geschichte hatte der Löwe mit Menschenkopf auch noch Flügel. Selbst hatte ich darüber noch garnicht nachgedacht und hatte mir auch nicht die Mühe gemacht dieses Wesen mit einer Sphinx in Verbindung zu setzen. Erst mit deiner Idee einer Sphinx suchte ich nach Löwenwesen mit Menschenkopf und Flügeln und stieß auf einen Cherub. Keine Ahnung was dies nun wieder bei dir anregen könnte.

Warte mal, soeben erinnere ich mich an ein eigenes Erlebnis mit einem Löwen mit Menschenkopf und Flügeln. Davon aber vielleicht ein andermal.
 

Apfelkern

Member
Das ist sehr authentische Beschreibung davon, wie sich die Wahrnehmung in Extremsituationen verändern kann und was es mit einem dann im Nachhinein machen kann...

Ich trau mich momentan gar nicht, Persönliches über deine Schilderung zu sagen oder irgendwas von Entgrenzungserfahrungen zu schreiben.
Nur, dass ich dir Nachempfinden kann und dir wünsche, dass Du dich in der ganzen Kraft fangen und Frieden mit der Erfahrung schliessen konntest.

**

Die Wahrnehmung ist allgemein ein sehr komplexer Ablauf. Von allen äusseren Reizen trifft nur ein Bruchteil auf das Nervensystem, nur ein Stücklein davon gelangt bis zum Hirn, nur ein Hauch davon wird verarbeitet und nur ein Krümelchen davon berührt das Bewusstsein.
Also eigentlich weht der grosse Wind bloss hier und dort ein Sandkrümel von einem ganzen Sandmeer durch unser Bewusstsein. Und dann fängt das mit der Verarbeitung und Interpretation der angekommenen Informationskrümel erst an. Es folgt ein irrsinniger und phantastischer Prozess, so individuell und voller Möglichkeiten, vorgefertigter Denkbahnen, kulturellen Prägungen, usw. usf.

Ein riesiges Forschungsgebiet.Und befragst Du mal einen Soziologen über das was Realität ist, wirst Du hören, dass dies ein Konstruktionsprozess ist. Die Leute konstruieren die Realität gemeinsam, deswegen auch der Drang nach Bestätigung, die Suche nach Übereinstimmung der Wahr-Nehmung.... oder dann wenn das nicht geht halt die Suche nach einer höhreren Wahrheit (was dann bei günstigen Umständen zum Paradigma Shift führen kann).

Naja, genug geschwärmt, es ist einfach Irrsinnig und phantastisch!

**

Zurück zu den Sphingen.

Geflügelt werden sie eigentlich in der griechischen Mythologie dargestellt. Das passt aber von der Bedeutung her weniger zu der Parabel als die Ägyptische.

Nun kann man natürlich überlegen, ob die Flügel früher einmal physisch da waren und über die Jahrtausende dem Passat und den Sandstürmen zum Opfer gefallen sind...?
Oder ob die Flügel eine Metapher sind... ?
Oder ob sie sehr wohl da, aber nicht für alle ersichtlich sind...?
Ob von einer bisher unentdeckten Sphinx die Rede ist?
Ob es überhaupt um eine Sphinx geht?

Ob die ganze Parabel einen Zusammenhang hat mit einem bestimmten Weg der Initiation (im Inneren der Sphinx wurden Priesterinnen ausgebildet...)?

Oder die Geschichte der Menschheit voraus zeichnet?

Siehst Du, allein mit meinen Fragen konstruiere ich schon mögliche Realität... forme Wege im Gehirn des Lesers.

Verändere möglicherweise die Klänge, welche diese Parabel in dir ausgelöst hatte.
Und führe dich in eine Richtung, die womöglich weitvon dem entfernt ist, was die Parabel dir ohne mein Reinreden zu offenbaren gehabt hätte.

Und genau darum liebe ich eben Geschichten und Parabeln. Sie lassen vieles offen, jeden dort wo er grad steht, zwingen das Denken nicht in enge Käfige, und berühren in jedem Menschen andere Saiten.



**

Dein eigenes Erlebnis lese ich sehr gerne, wann immer Du Zeit und Freude am berichten hast. :)

Und über die Cherub und die andern Helfer Gottes schreibe ich dir zu einem späteren Zeitpunkt.
Ebenfalls später würde ich gerne noch einmal auf die Wahrnehmung während traumatischer Erfahrungen und spezieller körperlichen Umstände zurück kommen. und auf die Frage, wie man danach seine Mitte wieder findet.

Ich mach dazu ein zwei Themen auf, aber das dauert noch ein Weilchen, weil ich noch etwas Zeit dafür brauche.
 

Ingwio

Hexer
Na schön, Sphinx, Cherub oder was auch immer. Damit habe ich mich kaum beschäftigt und spüre momentan auch keinen Drang mich in diese Richtung weiterzubilden. Später mal. Vielleicht. Mal schaun.

Ich habe keine Ahnung ob du oder überhaupt jemand Realität formen oder konstruieren könnte. Selbst weiß ich ziemlich viel von Suggestion und Hypnose und gelte auch deshalb als recht stabil. Anders gesagt, es prallt ziemlich viel ab was Fremdgedanklich um mich so herumgeistert. ;)

Für einige gilt Synästhesie als Hellsicht und für andere ist es eine einfache, wenn auch selten psychische Ausprägung von starken Überprägungen innerer Bilder auf sinnesausgelöste Wahrnehmungsreflexionen und ich rechne mich nicht zu denen die andere in nur eine Richtung dieser Wahrnehmungsweisen führen möchten, nur weil in mir etwas einzigartiges lebt. ;)

Daher nun auch mein Erlebnis mit dem geflügelten Löwen mit Menschengesicht. Na komplett menschlich war das Gesicht nicht. Die Augen waren Adleraugen, also eher mehr seitlich am Kopf und es hatte auch keine Nase und keinen Mund, sondern einen Adlerschnabel. Egal.

So genau kann ich nicht mehr rekonstruieren wann ich es erlebte, aber es muß schon mehr als 10 Jahre her sein. Es war an so ein Tag wo die Wolken im Tal niedergedrückt wurden und nur hohe Gipfel aus den Wolken herausragten. Auf so einem Gipfel war ich und liebte die Illusion, dass ich auf einer Insel umgeben vom weißen Meer sei. Vom Osten her polterte es wie ein nahendes Gewitter, aber dort waren die Wolken schneeweiß, türmten sich nicht auf, sondern wirkten wie eine leicht wellige Schwabe. Es bäumte sich brüllend auf, das Poltern und schien genau auf meine Insel zuzurasen. Passend zum grölenden Poltern sah ich Violett auf den Schwaden galoppieren. Ja, ich sah deutlich Pranken. Es schnaufte und pfiff. Es flog und rannte zugleich genau auf meine Insel zu. Es brauste an mir vorbei, gerade so als wenn ich nichts wäre. Es schlug in die Insel ein. Schweigen. Mehr als Schweigen! Es drückte auf meinen Ohren und Brustkorb. Es muß irgendwo auf der Insel sein. Daher stieg ich bergan. Und tatsächlich, da war ein Tempel! Davor stand dieses Wesen. Es bemerkte mich. Anstatt mich zu jagen und zu töten schaute es nur zu was ich machen werde. Gehen, oder bleiben? Nein, ich ging hin, auch wenn ich fühlte deshalb nun wenigstens verrückt zu werden, oder eher zu sterben.

Es beobachtete jede meiner Bewegungen. Als ich vor seinen Pranken stand, tatschten diese nach mir und ich viel zu Boden und es setzte seine Pranke auf mich. Es pfiff mich an in Klängen die ich nicht kannte, dennoch aber erstaunlicherweise verstand, „Dein Begehren?!“ Ich konnte nicht sprechen. „Niemand tritt mir gegenüber ohne Begehren!“ pfiff es. Also presste ich irgend etwas aus mir, nur um zu überleben. Ich hörte mich sagen, „Initiiere mich.“ Ich war selbst verblüfft mich sowas sagen zu hören. „Das ist mutig! Aber es ist gut!“, hörte ich. Es nahm seine Pranke von mir und ich glaubte es wollte mich nun mit dessen Schnabel zerhacken, aber dessen Schnabel kam mir nur so nahe, dass er mein linkes Ohr berührte und es pfiff unglaublich. Es war wie Trommelfellplatzen, es pfiff wie nach einer Explosion direkt neben mir. Der stillte Pfiff. Es zerriss mir meine Synapsen, irgendwie von der Fußsohle bis zum Scheitel. Meine Arme flogen wie Haare zur Seite, als wenn das Pfeifen sie hätte flattern lassen. Dann war es so als ob ich in Ohnmacht viel.

Als ich wieder aufwachte lag ich im Nebel und alles war klamm und kalt. Am Abend bekam ich hohes Fieber und war schwer erkältet. Aber ich fühlte, dass es mehr war und ich mich komplett veränderte. Ich wurde zum Hexer. :) Das Ereignis hatte ich nicht vergessen, aber das es ein geflügelter Löwe war viel mir erst mit unserem Gespräch und der anderen Geschichte wieder ein.

Ja @Apfelkern, schreib mal von den Sachen die du angekündigt hast.
 

Apfelkern

Member
Nur okay ?

Also ich fand es so gut geschrieben, und so mitreisend, und so spannend... dass mir dieses geflügelte Wesen kurz darauf sogar im Traum erschienen ist. *gg*
 

Apfelkern

Member
Ich habe keine Ahnung ob du oder überhaupt jemand Realität formen oder konstruieren könnte. Selbst weiß ich ziemlich viel von Suggestion und Hypnose und gelte auch deshalb als recht stabil. Anders gesagt, es prallt ziemlich viel ab was Fremdgedanklich um mich so herumgeistert. ;)
Für einige gilt Synästhesie als Hellsicht und für andere ist es eine einfache, wenn auch selten psychische Ausprägung von starken Überprägungen innerer Bilder auf sinnesausgelöste Wahrnehmungsreflexionen und ich rechne mich nicht zu denen die andere in nur eine Richtung dieser Wahrnehmungsweisen führen möchten, nur weil in mir etwas einzigartiges lebt. ;)
Oh, ein Missverständnis. Ich bezog mich bloss auf den Prozess des Dialoges, und der daraus resultierenden Wahrheitskonstruktion aus Sicht der Soziologie.

Es widerspricht mir völlig, ungefragt in anderer Sphären einzudringen oder irgend jemandem irgend etwas zu vermitteln oder sonst wie aufzuzwingen!
Selbst wenn ich diese Synästhesie als nachahmenswert einschätzen würde, was nicht der Fall ( und aus meiner Sicht auch keine Hellsicht) ist.

Neneee.... Einfach nur Nein! Pfui und bäh!

Zu gut erinnere ich mich an die Auswirkungen, wenn einen Leute, die sich für Schamanen oder sonstwas halten, ungefragt ,unabgesprochen und ohne das Wissen des „ unfreiwilligen Klienten“ unter ihre Fittiche nehmen; und dabei nicht mal merken, dass sie nicht die einzigen sind, die solches tun!

Und schlussendlich, einer kläglicher als der andere, nicht mal die Eier haben, dazu zu stehen, wenn ihr Eingriff zu einem unerwarteten Vorfall führt, sondern bloss wie blöd rum Bagatellisieren und dann abtauchen.


Sorry.... aber ich musste da kurz was auswürgen, was mir jahrelang wie eine stechende Fischgräte quer im Halse steckte...

Heidenei, was für eine Sauerei ! 🤢

Ich geh mal kurz den Putzlappen holen.... 😉
 

Ingwio

Hexer
Hallo liebe Apfelkern. Ja genau! Suggestionen sind unweigerlich alle bewussten Wesen mehr oder weniger ausgesetzt. Mit Absicht und Ziel bewusst andere Mitmenschen suggestiv zu beeinflussen, gar lenken zu wollen ist auch für mich egelerregend. Auch dann wenn ich es von mir aus kommend nachträglich entdecken würde. Hypnose wende ich z.B. nur bei mir selbst an.

Im Folgetext deines Beitrages kann ich dir nicht so recht folgen. Wahrscheinlich liegt es daran das du dich da an so einiges / einige erinnerst und schreibend Bezug darauf nimmst. Ich kann es nicht wissen.
Es obliegt sowieso eines jeden selbst z.B. es versteckt vernebelt, oder es genauer beim Namen zu nennen.

Da du es hier nun einmal rausgewürgt und gleich wieder weggewischt hast richt es halt nur noch ein wenig. 🤪
Daher mache ich die Fenster und Türen weit auf und lasse Durchzug zu.

So allgemein würde ich es garnicht thematisieren wollen, da für mich stets Menschen hinter allen Selbstwahrnehmungen leben und diese wahrscheinlich oft deshalb Konstellation durchlebten in denen sie auch bewusst, und viel öfter vielleicht auch unbewusst Selbstverstellung, Selbstüberschätzung und eigenen Fehleinschätzung unterlagen, vielleicht auch daher Abstand von ihren alten Rollen suchten, verschwanden und eine neue ehrlichere und realistischere Chance wachsen lassen möchten? Aber wie @Uwe (Vertretung des GAA) uns empfahl weniger über andere und mehr miteinander zu sprechen schau ich lieber auf mich selbst und schildere eher Meiniges anstatt öffentlich andere einzuschätzen.

Ja selbstverständlich bestehen immer Gelegenheiten zu gegenseitigen Missverständnissen. Dazu ist unsere Bewusstheit wahrscheinlich gut prädestiniert.;) Dennoch Danke für deinen Klärungsversuch, der mit tatsächlich selbst viel bringt und Möglichkeiten einräumt das deinige besser verstehen zu können.

Von mir aus könnten wir auch gerne schärfer von unserer eigenen Hellsicht berichten, so diese uns belebe.

Ich selbst bin überzeugt keine Hellsicht zu haben und mich leben wohl eher Empathie, also intensives Mitempfinden, allerdings im Bewusstsein das es mein Mitempfinden ist das mich simulierend stark fühlen lässt was mein Gegenüber empfinden könnte.
 

Ingwio

Hexer
Also als Märchenstunde is es ja okay.
Das sehe ich als Freiheit und zwar Erzählungen als das zu erleben was es dem Leser damit ist.
Ich selbst habe es so wie Nacherzählt sehenden Auges und fühlenden Körpers wirklich erlebt. Allerdings als Hexer weiß ich auch welche Art von Bewusstheit ich damit in diesen Momenten erlebe und erlebe beide Realitäten, meine eigene innere und die mich umgebende, gleichzeitig klar bewusst.
 

Apfelkern

Member
Ich lach mich kringelig... Danke für den Durchzug! @Ingwio 🤣

Jaja, ich hadere schon länger damit, dass bei mir das Fremdgedankliche nicht einfach abprallt...
Und da haben sich kurzerhand ein paar ärgerliche Erinnerungen entladen.
Jetzt ist aber wieder gut, und das Thema Schutz vor geistigem Übergriff ist schon auf der Startrampe... 😉

Deine versöhnlichen Gedanken über potentielle Hintergründe gefallen mir... ich lasse sie darum einfach so stehen.

Ja, lass uns weiter berichten über die Hellsicht, die Empathie und wie auch immer die Wahrnehmung im Einzelnen sich gestalten mag.

Es hilft mir bei der Entwicklung, wenn ich einzelne Aspekte genauer anschauen kann. Mir damit eine Art Verständnis über die Prozesse der unterschiedlichen Wahrnehmung erarbeiten kann.

Insbesondere natürlich auch anhand authentischer Berichte.

Zum Thema Hellsicht. Für mich wäre ein Beispiel von Hellsicht, die Marmelade auf deinem Brötchen sehen zu können. Für andere wäre dies aber nicht Hellsicht, sondern remote viewing oder Astralsicht.

Und bevor jetzt Grüchte entstehen: Nö, das beherrsche ich nicht! Keine dieser drei Arten von kontrolliertem Sehen. Ich weiss ja noch nicht mal, ob Du ein Marmeladen-Brötchen in der Hand hast. *gg*

Ich mach mir noch paar Gedanken, wie wir das weiter betrachten könnten.

Zeitgleich erforsche ich übrigens derzeit die Kommunikation mit der geistigen Welt. Und die Einflüsse, ob dies nun in schamanischer oder magischer Trance geschieht, oder ob es in medialer Trance geschieht oder auf anderen Wegen.
Ja, sogar will ich wissen, warum es unter Buchen anders ist als unter Linden... und ob es unter 100 Linden jeweils gleich wäre.

Das alles mache ich aber nicht sehr wissenschaftlic, sondern wiederum geht es nur darum, um ein besseres Verständnis der Dinge für mich selbst zu erlangen.

Aber ich will nicht zu viele Gespräche gleichzeitig anzetteln um mich nicht im Schreiben zu verlieren.

Erzähl mal von deiner Empathie, wenn Du magst. Würd mich interessieren.
 

Ingwio

Hexer
Das mit meiner Empathie ist kurz beschrieben. Wenn ich z.B. jemanden einen Hund streicheln sehe fühle ich das Streicheln an meinen eigenen Körper, gerade so als wenn ich streichele und gestreichelt werde. Da ich so etwas gewohnt bin verwirrt es mich auch nicht. Ich weiß das es drei mal geschieht, dem Hund, dem Jemanden und mir, real an mir selbst wahrgenommen.
 

Apfelkern

Member
Das fühlen, als ob es der eigene Körper wäre, kenne ich auch.

Verwirrend ist es bei mir oftmals dann, wenn nicht durch eine visuelle Wahrnehmung oder andere nachvollziehbare Wahrnehmung ausgelöst... und für mich nicht erklärbar.

Ein Beispiel:
Ich erwache mitten in der Nacht mit Zahnschmerzen.
Die Schmerzen haben keinen Grund, sind aber so heftig..
kann nicht mehr einschlafen.
Frage mich, warum ich so Zahnweh haben könnte.
Keine Ahnung.

Am nächsten Tag treffe ich meine Nachbarin. Sie kommt grad vom Notfalltermin beim Zahnarzt und konnte die ganze Nacht nicht schlafen wegen einer fiesen Wurzelentzündung.

In diesem Moment macht etwas „ klick“ in mir, endlich weiss ich, woher mein Zahnweh kommt. Oder besser gesagt, dass es gar nicht mein Zahnweh ist.
Es dauert trotzdem noch eine Weile, bis das Zahnweh weg ist (und die Kopfschmerzen, die nach solchen Events häufig folgen).

Erfahrung macht klug. Und so frage ich mich heute nur noch selten, warum ich Zahnweh hab... und etwas häufiger woher ich Zahnweh hab.


Kennst Du solches auch? Wo kein äusserliche Eindruck da ist und es trotzdem so auf dich wirkt?

Die Neurowissenschafter nennen dieses Phänomen „Spiegelschmerzen“ oder bei anderen Empfindungen „mirror senses“.
 
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