Synästhesie

Ingwio

Hexer
So, nun habe ich mal versucht mich selbst klug zu lesen. Synästhesie, was ist das, war meine Frage und ich fasse mal zusammen was ich darunter inzwischen verstanden habe. Zumindest soll es keine Krankheit sein, sondern soll eine völlig natürliche Wahrnehmung von einer relativ kleineren Gruppe von Menschen sein. Ein Synästhet, so bezeichnet man die Person, soll diese Wahrnehmungsvariante zumeist seit Geburt besitzen und soll angeblich daher nicht darunter leiden, sondern erlebt es als eigenen Vorteil. Etwa fünf Prozent der Menschheit sollen also eine Vermischung von Wahrnehmungen erleben, wobei eine Hälfte der Wahrnehmung sich am Sinnenreiz entlang hangelt und sich zur zweiten Hälfte eine innere Wahrnehmung von alleine dazusetzend ergänzt. Zwei Beispiele: Schwarze Buchstaben und Ziffern werden vom Synästhet oft farbig wahrgenommen und zwar immer der gleiche Buchstabe und die gleiche Ziffer mit der selben Farbe. Oder der Synästhet sieht zu Klanghöhen stets entsprechende Farben. Dem Synästhet soll stets bewusst sein, dass er die Farben (nur) innerlich wahrnimmt und kann diese deutlich von den äußeren Sinnenreizwahrnehmungen unterscheiden. Der einzige Konflikt eines Synästhet soll meist im Lebensbereich kindlicher Bewusstwerdung stattfinden. Das Kind bemerkt das andere nicht solch eine Wahrnehmung erleben. Vergleichbar soll es angeblich mit Kindern sein die fast keine Akrophobie erleben. Im Volksstamm der Mohawk werden solche Freiheiten von Akrophobie vermehrt beobachtet und betroffene Kinder wundern sich wenn andere Kinder Höhenschwindel ausgesetzt sind.

Also ich bin keiner und daher ist es nur meine theoretische Zusammenfassung.
 

Ingwio

Hexer
Hier mal rüber geschnipst.
„mirror senses“.
Dazu habe ich nun auch noch recherchiert. Mirror senses, oder auch Spiegel-Berührungs-Synästhesie soll also eine seltene Erkrankung sein, bei der Personen ein ähnliches Gefühl im selben oder gegenüberliegenden Teil ihres eigenen Körpers spüren, das eine andere Person empfindet.

Hmm, dann habe ich wohl so eine mirror senses. Wow, ich bin krank und wusste noch nicht einmal davon. Das ich anders funktioniere, okay, das wusste ich bereits. Aber okay, ich leide nicht darunter und gut ist.

Neuere Forschungen hätten gezeigt, das eine Spiegelberührungssynästhesie nach einem sensorischen Verlust nach einer Amputation erworben werden kann. Oder nach einem Sturz auch?

Schwere Erkrankungen sollen von Person zu Person variieren. Puh!

Mirror-Touch-Synästhesie oder Spiegel-Berührungs-Synästhesie also. Na gut.
 

Apfelkern

Member
Die Neurowissenschaftler in meinem Buch bezeichnen es nicht als Krankheit sondern als Anomalie. Und einer der eindrücklichsten Heiler, die ich je gesehen habe, der hatte das auch.

Also immer schön langsam...

Die Überlappung von (ausgeprägter) Empathie zu Spiegelsinn ist auch noch zu beachten... der Zusammenhang zur Medialität ebenfalls... und nicht zuletzt gibt es noch einige Phänomene mehr, die zu solchem Erleben führen können.

Die Wissenschaft ist heutzutage wirklich noch weit davon entfernt, die ganzen Phänomene nachvollziehen zu können und sie in ein brauchbares Schubladensystem zu sortieren.

Das mit dem Aufkommen dieser Anomalie nach Amputationen oder schweren Unfällen/Krankheiten steht jedoch auch in meinem Buch. Das hat vermutlich mit den Bewusstseinsveränderungen in solchen Extremsituationen zu tun. Aber auch da tapsen sie noch im Dunkeln.

Es war, ist und bleibt also spannend im Land der Forschung...

Sorry, falls ich manchmal ein wenig übereifrig von diesem ganzen Zeugs schreibe und damit seit Wochen das ganze Forum zuspamme.
Aber seit ich vor wenigen Wochen in diesem Buch (sensitive soul, von Jawer) auf die ganzen Begriffe gestolpert bin... will ich das eine oder andere schon ein bisschen genauer wissen.

LG
 

Ingwio

Hexer
Mich erstaunte sehr das Uwe hier ein Verschieben, also ein Aufspalten unseres Gespräches vorgenommen hatte. Aber na gut. Vielleicht ist Uwe ein Schüler von bodhi und handelt nach einer bestimmten Lehre. Egal.

Hier ist zumindest das naturwissenschaftliche zur Unterscheidung zum gnostischen Abteil. Warum? Wozu diese Aufteilung? Das ist mir noch ein Rätzel.

Selbst hatte ich mich bisher nirgendwo hinsortiert, bis mir diese Gliederung dieses Forums aufgefallen ist. Wohl gehörte ich zum gnostischen. Ich hatte die Naturwissenschaften stets etwas belächelt und als noch unterentwickelt behandelt.

Inzwischen entwickelt sich etwas, auch Dank dieses Forums, in die Richtung, dass vielleicht alles Forschung sein könnte.

Ich frage mich was es bedeutet das es auch für mich Gnosis und Naturwissenschaft gibt? Sollte ich mich für eine der beiden Herangehensweisen entscheiden? Darf ich sie außer acht lassen? Welche Wirkungen hat es auf mich falls ich mich einer Richtung bevorzugt hingebe?

Liebe @Apfelkern, ich identifiziere mich als Hexer, quasi als gnostisch Forschenden und sehe mich weit weit entfernt von Heilern, vom Sein eines Kenners und betrachte mich nicht als festgelegt oder sympathisierend zwischen Gnosis und Naturwissenschaft. Ich fühle das Forschen und erlebe mein Sein als mehrfache Variante der Realität, die eben nicht auf meine persönliche eigene Realität begrenzt ist, da mein Wahrnehmen dies mir einfach vorführt, egal ob ich das will oder nicht. Philosophien und mögliche Folgen entziehe ich mich tunlichst, da mir die Kraft der Suggestive sehr bewusst ist. Lese ich lange genug die Veda (die heiligen Schriften der Hindus) wird irgendwann meine eigene Identität etwas hinduistischer. Daher gehe ich lieber zum Wasser, zur Erde, zum Feuer und zur Luft. Meine vielleicht unter uns Menschen eher seltene Spiegel-Berührungs-Synästhesie läßt mich diese Elemente als seelenfreie Wahrnehmung, als Geist im Geist spüren und diese lehren mich mehr als alle geschriebenen und lesbaren Weisheiten.
 

Apfelkern

Member
Warum? Wozu diese Aufteilung? Das ist mir noch ein Rätzel.
Das geht mir allgemein mit Aufteilungen und Forenstrukturen so. Ich weiss eigentlich nie, wo ich etwas hinschreiben könnte, ohne dass ich dabei mich selbst oder andere User beschneiden (oder gleich eine Grundrichtung des Gesprächs vorgeben) würde.

Deine Fragen der Zugehörigkeit und den Auswirkungen kommen mir bekannt vor.

Selbst passe ich in mehrere Kategorien (und zugleich in keine), und meine Themen sind meistens Kategorienübergreifend. Das heisst, man kann sie sowohl naturwissenschaftlich als auch esoterisch, religiös, philosophisch, schamanisch, medial, künstlerisch, etc. betrachten.

Warum auch nicht?

Ich liebe die Vielfalt der Perspektiven. Und je nach Aufgabenstellung und Laune greife ich selbst mal auf die wissenschaftliche Ausbildung und dann wieder auf mystische Texte oder spirituelle Betrachtung oder direktes Erleben zurück.

Oftmals fasziniert es mich regelrecht, wenn scheinbar Gegensätzliches im Grunde das gleiche erzählt. Also wenn mir z.B. ein Baum etwas erklärt, was ich dann später exakt gleich in den Büchern von Blavatsky lese und später bei mexikanischen Curanderos auch noch mal so mitkriege.
Als ob es ein Wissen gäbe, was alles durchtränkt... * andächtig seufz*

Jedenfalls. Wenn ich dein Erleben kategorisieren müsste, dann kämen mir bestimmt noch viele weitere Schubladen in den Sinn. Nur wäre schlussendlich jede Kategorie ein Käfig, und die subtile Welt pfeift durch jeden Käfig gleichermassen.

Den Zusammenhang von Spiegelsinne und
-Erleben der Elemente
-Naturerleben allgemein
-Empfindungen innerhalb der Aura
-Veränderungen des Bewusstseins (besonders bei Wachtrance)

und noch einiges mehr interessiert mich seeeeeeeehr und möchte ich gerne noch mehr erkunden.
 
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